Interview mit Harald Krassnitzer

Bibi Fellner (Adele Neuhauser, re.), Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Kollege Manfred (Thomas Stipsits, li.) bekommen es mit einer rätselhaften Mordserie zu tun.
Bibi Fellner, Moritz Eisner und Kollege Manfred bekommen es mit einer rätselhaften Mordserie zu tun. | Bild: ARD Degeto/ORF

Wie findet es Moritz Eisner, dass sich seine bisherige Partnerin für die Leitung der neuen Mordkommission bewirbt?

Es stürzt ihn in einen Zwiespalt der Gefühle. Zum einen ist er stolz, dass sie das so hervorragend macht, auf der anderen Seite ist er natürlich betrübt, dass Bibi gehen will. Denn es ist ja nicht nur eine Zweckgemeinschaft, sie verbindet auch eine tiefe Freundschaft.

Die Wohnung von Dušan Savić ist voller Zeitschaltuhren, über die u. a. plötzlich der Fernseher angeht. Nutzen Sie privat auch solche Uhren oder Angebote wie "Smart Home", um aus der Ferne via Internet Geräte Zuhause zu steuern?

Nein, und das würde ich auch nie in meinem Leben machen. Ich bin ein nicht in dieses digitale Zeitalter Hineingeborener. Ich würde es auch nicht witzig finden, mein Haus gehackt zu sehen. Und wie dann jemand seinen Spaß daran hat, eine Lichtorgie abzufackeln oder die Kühltruhe auszuschalten.

Eisner findet Fotos von einer Demonstration in der Ukraine, die zu einem Schlüssel für die Aufklärung dieser mysteriösen Morde werden könnten. Gegen was haben Sie schon einmal öffentlich demonstriert?

Zum Beispiel habe ich mich als junger Schauspieler in Salzburg für ein Kulturzentrum ein gesetzt. Aber wie das in Demokratien üblich ist, haben wir nur einen Teilerfolg erreicht. Es wurde zwar ein Kulturzentrum eingerichtet, doch nicht an der Stelle, die wir vorgesehen hatten.

Adele Neuhauser hat vor kurzem die Autobiografie "Ich war mein größter Feind" veröffentlicht. Arbeiten Sie ebenfalls an einem Buch?

Adele hat dieses Buch ausgehend von sehr tragischen Ereignissen geschrieben. Vielleicht auch, um alles zu verarbeiten. Zwar gab es immer wieder mal Angebote für mich, aber ich halte mein Leben für nicht wirklich erzählenswert.

Zusammen mit einem Freund bieten Sie "autobiografisches Schreiben" an. Was ist das genau?

"Autobiographisches Schreiben" ist eine Technik, die aus Amerika kommt. Das ist im Grunde genommen wie ein Brief an sich selbst. Wie es einem geht und wo man gerade ist, der aber dann in einer Gruppe von allen gelesen werden kann. Mit dieser Art der Kommunikation bekommen Menschen ein anderes Selbst bewusstsein und das ist auch ein wesentlicher Beitrag zur Integration. Als Betreuer helfe ich einem Freund bei einem solchen Projekt u. a. an deutschen Schulen.

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