Fragen an Christof Neracher

Produzent

Ruhe vor dem Sturm: Noch lauschen die Gäste gebannt dem Konzert. V.r: Alice Loving-Orelli (Sibylle Canonica), Franky Loving (Andri Schenardi), Walter Loving (Hans Hollmann), Elena Princip (Uygar Tamer).
Ruhe vor dem Sturm: Noch lauschen die Gäste gebannt dem Konzert.  | Bild: SRF / Hugofilm

Gab es weniger oder mehr Aufwand in produktioneller Hinsicht beim Dreh des One-Takes? Was waren die Vorteile, was die Nachteile?

Die Dreharbeiten eines One-Takes sind komplett anders strukturiert als bei einem normalen "Tatort", welcher in der Regel in 20 bis 23 Drehtagen abgedreht wird. So könnte man meinen, dass der One-Take mit "nur" vier Drehtagen – wir haben den Film je zweimal auf Schweizer- und Hochdeutsch jeweils Realtime komplett gedreht – mit bedeutend kleinerem Aufwand zu bewältigen ist. Dies ist aber bei Weitem nicht so. Da zur Stunde Null alles funktionieren muss und jeder Schauspieler und jedes Teammitglied genau wissen muss, wann und was er oder sie tun und/oder sagen muss, waren intensive Proben notwendig, welche direkt vor Ort im KKL durchgeführt wurden. Zudem war das Setting des Galakonzertes mit jeweils um die 1000 Statisten logistisch eine kostspielige Herausforderung. So sind wir interessanterweise bei ähnlichen Kosten gelandet wie bei einem ein normal gedrehten "Tatort".

Werden One-Takes nun zum Standard?

Ich denke nicht, dass One-Takes zum Standard werden, da es sich um eine sehr spezielle Erzählform handelt, zu welcher der Stoff, die Geschichte, auch wirklich passen muss. Nicht nur inhaltlich, sondern natürlich auch von den Locations her ist diese Form sehr einschränkend.

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