Statement der Redakteurin

Tatort-Redakteurin Stephanie Heckner
Tatort-Redakteurin Stephanie Heckner | Bild: BR

»Als mir vor mehr als drei Jahren ein Artikel über eine im Februar 2015 auf der Toy Fair in New York vorgestellte Puppe in die Hände fiel, die Eltern und Datenschützer in helle Aufregung versetzt hatte, weil ein Fremder sie nachweislich hacken und anonym Kontakt zu Kindern aufbauen konnte, war mir klar, dass das ein spannender Stoff für einen Thriller sein könnte. Grund genug, Batic und Leitmayr damit zu befassen.

In Michael Proehl und Michael Comtesse fand ich Autoren, bei denen die Idee verfing. Sie erfanden die Figuren für den Film. Da gibt es nun eine ältere Dame, die die Puppen auf Spielplätzen verschenkt, um mit Unterstützung eines jungen Mannes herauszufinden, ob Kinder in ihren Familien sicher sind oder nicht. Es gibt Kinder, die die Puppen mit nach Hause nehmen. Eltern, die darum nicht wissen. Und es gibt einen als Weihnachtsmann verkleideten Täter, den die Kinder ahnungslos ins Haus lassen.

Das Thema sexueller Missbrauch lag bei der Idee nah. Aber wir wollten kein reines Drama, sondern einen packenden Thriller erzählen – einen Thriller, der auch noch einen doppelten Boden hat. Es wurde ein Film, der psychologisch im Kern darum kreist, wie Opfer zu überzeugten Tätern werden und dabei aus der Opferrolle ihres eigenes Lebens dennoch nicht herausfinden. Puppen dieser Art wurden in Deutschland nach hitziger Diskussion von der Bundesnetzagentur im Februar 2017 verboten. In Österreich konnte man sie aber weiter erwerben. Auch damit spielt der Film.«

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