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Audrey Hepburn

Audrey Hepburn, 1953 (Bild: SWR/John Kobal Foundation /Getty Images) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Audrey Hepburn, 1953 ]
Kindfrau, süßer Fratz, Mode-Ikone – Audrey Hepburn erobert Hollywood Anfang der 50er Jahre mit Wildfangcharme, knabenhafter Eleganz und Grazie. Die Elfenfrau setzt sich gegen schlechte Kritiken und gegen wohl geformte Stars wie Jane Russell und Marilyn Monroe durch.

Bereits für ihren ersten Hollywood-Film "Roman Holiday" erhält sie einen Oscar als beste weibliche Hauptrolle, von 1953 bis 1966 ist sie neben Elizabeth Taylor die höchstbezahlte Schauspielerin der Welt.

Audrey Hepburn wird am 4. Mai 1929 als Audrey Kathleen Ruston in Brüssel geboren. Die Tochter einer niederländischen Baronesse und eines Iren, Anhänger des britischen Faschisten Oswald Mosley, erlebt eine viktorianisch strenge Erziehung. "Du bist nicht sehr interessant", betont die Mutter oft. Als Audrey zehn Jahre alt ist, verlässt der Vater die Familie. Erst 24 Jahre später wird sie ihn wieder sehen. Ein Verlust für Audrey, den sie nie ganz verwinden wird.

In Arnheim erlebt sie während des Krieges Entbehrungen und den Widerstand. Die extreme Unterernährung während des Krieges hat ihre später von vielen bewunderte und oftmals kopierte schlanke Silhouette zur Folge, verhindert aber auch ihren lang gehegten Traum: eine Karriere als Balletttänzerin. Ihre in den Niederlanden gesammelten Bühnenerfahrungen kann sie jedoch in kleinen Bühnen- und Filmrollen ausbauen.

1951 wird die noch unbekannte Europäerin mit der aristokratischen Aura als "Gigi" im gleichnamigen Musical plötzlich zum Broadway-Star. "Audrey ist ein Hit", titelt das "Life"-Magazin. Das erste Mal erlebt sie Standing-Ovations, nach zwei Wochen ist ihr Name auf der lichtdurchfluteten Anzeigetafel über dem Titel zu lesen.

Der Erfolg setzt sich in Hollywood fort. Gregory Peck, ihr Filmpartner bei "Roman Holiday", erkennt ihre Leinwandpräsenz und lässt ebenfalls ihren Namen neben den seinen über den Filmtitel setzen. Besonderes schauspielerisches Können wird ihr allerdings nie nachgesagt. "Am besten ist sie, wenn sie nicht spielt – spontan", sagt der viel ältere Regisseur William Wyler, der sich in seinen Star in "Sabrina" verliebt.

Sie wird zum Lieblingsmodell des führenden Haute Couturiers Hubert de Givenchy; er ist ihr stilistisches Gewissen und lebenslanger Freund. Er kreiert ihren unnachahmlichen Stil. Vom "süßen Fratz" emanzipiert sie sich im Laufe der Jahre nur zum Teil. In "Geschichte einer Nonne" und "My Fair Lady" ist sie erwachsener, wird jedoch immer noch kindlich zart dargestellt.

Für die Rolle des Callgirls Holy Golightly in "Frühstück bei Tiffany" ist eigentlich die üppige Marilyn Monroe vorgesehen, Paramount entscheidet sich jedoch für Audrey Hepburn – es wird ihr wohl bekanntester Film. Ihre bevorzugten Filmpartner sind ältere Männer, Peck, Astaire, Bogart, Holden, Cooper, Chevalier – in Filmen findet sie immer einen Vater-Ersatz, im Leben nicht.

Ihre beiden Ehen mit Schauspiel-Kollege Mel Ferrer und dem italienischen Psychiater Andrea Dotti scheitern. Immer häufiger zieht sie sich vor dem Hollywood-Trubel in die Schweizer Bergwelt zurück, mal sieben, mal neun Jahre, um sich um ihre beiden Söhne zu kümmern, um einfach nur Mutter und Hausfrau zu sein.

Im Alter wird sie eine der prominentesten und engagiertesten Mitarbeiterinnen von UNICEF im Kampf gegen Kindersterblichkeit und Hunger in Afrika. Immer an ihrer Seite ist dabei ihr letzter Lebensgefährte Robert Wolders. Ihre letzte Reise führt sie 1992 nach Somalia, schwer krank und vom Krebs gezeichnet. Im Januar 1993 stirbt sie in der Schweiz. Sie wird nur 63 Jahre alt.

Ein Film von Michael Strauven

Michael Strauvens Filmographie

Eine Auswahl: Was mir Angst macht, setzt mich in Gang – Porträt R.W. Fassbinder (SFB) sowie zahlreicher Filmemacher wie z. B. Jean-Luc Godard, Ken Russel, Michail Romm, Andrej Tarkowskij, John Cassavetes Ein Volksschauspieler – Porträt Heinz Rühmann (NDR) Gesichter einer Legende – Porträt Marlene Dietrich (SFB) Herzensbrecher wider Willen – Porträt Johannes Heesters (MDR) Wie Harald Juhnke den Trinker spielt – Porträt Harald Juhnke (SFB)

40 Jahre Berliner Filmfestspiele – Die Geschichte der Berliner Filmfestspiele (zum 45. Jubiläum für Arte aktualisiert und erweitert/45 Min.) 80 Jahre Studio Babelsberg (45 Min.) Berlin im Film – Geschichte der Filmstadt Berlin zu ihrem 750. Geburtstag (90 Min.) Unser Hollywood – 100 Jahre Deutscher Film aus Ost und West (60 Min.) Aufschwung West – Über den Verkauf der DEFA (ORB) Als die Liebe laufen lernte – Eine ironische Montage aus den so genannten "Aufklärungsfilmen" der sexuellen Revolution der 60er Jahre (Kinofilm) Legenden: Romy Schneider (MDR/SWR 1998/45 Min.) ausgezeichnet mit dem Deutschen Kritikerpreis 1998 Legenden: Marlene Dietrich (MDR/SWR 1998/45 Min.) Ein Leben für die Traumfabrik – Artur Brauner (NDR 1998/ 90 Min.) Legenden: Liz Taylor (MDR/SWR 1999/45 Min.)

Berlin tanzt Tango (NDR 1999) Happy Birthday – 50 Jahre Berlinale (SFB/ARTE 2000) Es ermittelt: Nestor Burma vs. Paul Stoever – 30 Jahre "Tatort" im Vergleich zu französischen Fernsehkrimis (NDR/Arte 2000) Gleiche Welle, gleiche Stelle – zum 100. Geburtstag von Friedrich Luft (SFB 2000) Ein Leben für den Tanz – zum 100. Geburtstag von Tatjana Gsovsky (SFB 2001) Filmstadt Berlin (SFB 2001) Solo für einen Moralisten – zum 75. Geburtstag von Dieter Hildebrandt (SFB 2002) La Signora Musica – Porträt einer neapolitanischen Sängerin (SFB 2002) Legenden: Ingrid Bergman (SWR 2003) Lieben Sie Wagner – Ein Sommer in Bayreuth (NDR 2003/90 Min.) Mensch Einstein – Porträt zum hundertsten Jahrestag seines 'Wunderjahres' 1905 (RBB/ARD 2005/ 90 Min.)

Dazu die ständige wöchentliche Kinosendung MUWIE und tägliche Live-Sendungen von der Berlinale.

Sendetermin
Mo, 01.08.05 | 21:45 Uhr
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