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PlayVon der Vollbeschäftigung zum Fachkräftemangel – Wie stabil ist unser Wohlstand?
Von der Vollbeschäftigung zum Fachkräftemangel – Wie lange hält das deutsche Jobwunder? | Video verfügbar bis 05.01.2021 | Bild: imago images/Christoph Hardt

Auf den ersten Blick steht die deutsche Wirtschaft glänzend da. Noch nie hatten so viele Menschen seit der Wiedervereinigung einen Job. Aber auf den zweiten Blick zeigt sich: Die flaue Konjunktur hinterlässt erste Spuren. Sorge bereitet vor allem die exportabhängige deutsche Industrie. Sie leidet schon seit längerem unter den Handelskonflikten und der instabilen Weltlage – die sich jetzt nach dem amerikanischen Militärschlag gegen den Iran weiter verschlechtern könnte. Unter Druck sind vor allem die Autoindustrie und die Unternehmen, die diese beliefern. Viele machen sich deshalb Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Als größte Wachstumsbremse gilt jedoch der Fachkräftemangel. Die Bundesagentur für Arbeit sagt voraus, dass es künftig keinen Zuwachs bei der erwerbstätigen Bevölkerung mehr geben werde. Der Arbeitsmarkt ist ausgereizt.

So der Stand heute. Doch die Situation verschärft sich in den nächsten Jahren durch die zwei großen „D‘s“: Die Digitalisierung wird traditionelle Arbeitsplätze kosten, umgekehrt werden dem Arbeitsmarkt aufgrund der Demographie immer weniger Menschen zur Verfügung stehen. In den nächsten zehn Jahren geht die Zahl der Erwerbstätigen von jetzt rund 45 auf 41 Millionen zurück. Besorgniserregende Aussichten, denn schon heute fehlen laut Schätzungen 400.000 Fachkräfte. Angefangen bei der Pflege und im Handwerk bis hin zur Hightech-Branche. Außerdem hat Deutschland international mit gewaltigen Konkurrenten zu kämpfen: China und die USA kämpfen um die Vorherrschaft bei den Megatrends Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Wird die deutsche Wirtschaft mit ihren bisherigen Schlüsselindustrien dabei mithalten können? Kann sie sich noch einmal neu erfinden? Oder finden die Innovationen des 21. Jahrhunderts künftig ohne uns statt? Alle Experten sind sich einig: Ohne Zuwanderung ist unser Wohlstand nicht zu halten. Doch toleriert unsere Gesellschaft mehr Migration als bisher? Und wie können wir die Erwerbstätigen fit machen für die Herausforderungen der Zukunft?

Darüber diskutiert WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn mit den Gästen:

Nikolaus Blome, freier Journalist und Autor

Ulrike Herrmann, taz.die tageszeitung

Miriam Meckel, Gründungsverlegerin von ada

Stephan-Götz Richter, The Globalist.com

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