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PlayIn Trippelschritten aus dem Lockdown – Ist das der Masterplan?
In Trippelschritten aus dem Lockdown: Ist das der Masterplan? | Video verfügbar bis 19.04.2021 | Bild: Bernd von Jutrczenka, AFP

Viele werden das politische Spitzentreffen letzten Mittwoch herbei gesehnt haben, in der Erwartung, dass ab dem 19. April endlich wieder ein Stück Normalität in ihr Leben einkehrt, wenn auch mit Schutzmaske. Herausgekommen sind aber nur bescheidene Öffnungen für den Einzelhandel. Gastronomiebetriebe und Gotteshäuser bleiben geschlossen. Ebenso die Kitas. Schulen öffnen für Abschlussklassen wieder ab dem 4. Mai. Ende April wollen sich Bund und Länder erneut beraten. Je nachdem, wie sich die Fallzahlen entwickeln, werden weitere Fesseln gelöst. Schlimmstenfalls droht aber ein zweiter Lockdown. Ließe sich der dann überhaupt noch durchzusetzen?

Die Frage nach der Logik der Entscheidungen hat eine Debatte ausgelöst: Warum dürfen Autohäuser öffnen, während Einzelhandelsgeschäfte über 800 qm2 geschlossen bleiben. Warum dürfen Menschen in Buchhandlungen, aber nicht in die Kirche? Und viele gestresste Eltern werden sich fragen: Sollen wir jetzt allen Ernstes unsere Kleinkinder auf unbestimmte Zeit im Homeoffice betreuen? Gleichzeitig geben Wissenschaftler zu bedenken: Ist der Zeitpunkt für die vorsichtigen Öffnungen nicht doch noch zu früh?

Vielen Menschen dürfte jetzt endgültig dämmern, dass der Spuk nicht so schnell vorbei ist. Aber wie sieht künftig unser Leben in Corona-Zeiten aus? Müssen wir tatsächlich so lange auf „Normalität“ verzichten, bis ein Impfstoff entwickelt ist, wie die Bundeskanzlerin sagt, also mindestens ein Jahr? Müsste die Regierung das nicht viel klarer kommunizieren? Haben Bund und Länder eine Idee, wie sie die ökonomischen und sozialen Folgen bewältigen wollen? Reicht es aus, nur auf Sicht zu fahren oder brauchen wir jetzt einen anderen Masterplan?

Darüber diskutiert WDR-Programmdirektor Jörg Schönborn mit den Gästen:

Jakob Augstein, Der Freitag

Mai Thi Nguyen-Kim, maithink Media

Dagmar Rosenfeld, WELT

Christian Wernicke, Süddeutsche Zeitung

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Westdeutscher Rundfunk
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