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PlayNach dem Unwetter in Erftstadt, Nordrhein-Westfalen
Flut-Katastrophe und Sahara-Hitze: Welche Klimapolitik brauchen wir? | Video verfügbar bis 18.07.2022 | Bild: dpa/Rhein-Erft-Kreis

Die Bilder nach den sintflutartigen Regenfällen in Deutschland erinnern an eine Monsun-Flut in Indien. Schlamm- und Wassermassen brachten Häuser zum Einstürzen, spülten Autos fort und rissen Menschen in den Tod. Noch immer sind Unzählige vermisst. Szenarien, die wir sonst nur aus dem fernen Asien kennen, spielen sich jetzt vor unserer eigenen Haustür ab. Bisher schien der Sommer 2021 in unseren Breitengraden nur zu kühl und zu nass zu sein, während in den USA und Kanada neue Temperaturrekorde verzeichnet wurden. Viele stellen sich jetzt die Frage: Ist der Klimawandel dafür verantwortlich? Lässt sich hier eindeutig ein Zusammenhang herstellen? Wenn ja, dann müssen wir darüber sprechen, welche klimapolitischen Weichenstellungen erforderlich sind. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat diese Woche ein umfangreiches Paket vorgestellt, um in Europa bis 2055 klimaneutral zu wirtschaften und zu leben. Es beinhaltet das Aus für den Verbrennungsmotor bis 2035. Für Verbraucher und Industrie wird es deutlich teuer, weil die Emissionszertifikate verknappt werden. Eine Art Zoll beim Import von energieintensiven Waren soll europäische Unternehmen im internationalen Wettbewerb schützen. Geht das EU-Klimapaket in die richtige Richtung, oder greift es zu kurz? Schon jetzt ist klar: Bis zur Verabschiedung wird es mindestens noch zwei Jahre dauern, wenn es bis dahin nicht im mühsamen Ringen um einen Kompromiss zermahlen wird. Aber selbst wenn es gelänge, alle 27 EU-Staaten unter einen Hut zu bekommen, bleibt die Frage: Würden uns diese Maßnahmen kurzfristig helfen? Oder kämen sie zu spät? Wie wird diese Flutkatastrophe den Bundestagswahlkampf in Deutschland beeinflussen?

Darüber diskutiert WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni mit den Gästen:  

Patrick Bernau, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Sven Plöger, Meteorologe und Publizist

Sara Schurmann, freie Journalistin

Silke Wettach, WirtschaftsWoche

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Westdeutscher Rundfunk
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