[W] wie Wissen: Sendetermine

Ein Datum eines Kalenderblatts
Samstag ist [W] wie Wissen-Tag | Bild: imago stock&people

30. Oktober: Spezial: Was ist gut an…Sterben?

Wir alle müssen sterben – früher oder später. Trotzdem verdrängen wir diese Vorstellung meist und beschäftigen uns nur ungern mit dem Tod. Denn die Tatsache, dass unser Leben endlich ist, macht uns Angst. Aber ist Sterben immer nur negativ? Oder kann der Tod auch etwas Gutes bringen? Der Film "Was ist gut an…Sterben?" geht dieser Frage nach und stößt dabei auf überraschende und kontroverse Antworten.

Astrid ist Mitte 50 und plant ihren Tod. Freiwillig. Astrid wohnt in Amsterdam und hat ein aufregendes Leben geführt. Sie hat als Radiomoderatorin und Model gearbeitet, fürs Fernsehen Musikdokus gemacht und viel von der Welt gesehen. Vor einigen Jahren ist Astrid an Leukämie erkrankt. Sie hat den Krebs mit Chemotherapie bekämpft, doch die Krankheit ist wiedergekommen. Astrid hat beschlossen: So möchte sie nicht weiterleben. Sie will ihren Tod jetzt in die eigenen Hände nehmen und selbstbestimmt sterben. Doch weil ihre Krankheut noch nicht weit genug fortgeschritten ist, hat Astrid auch in den Niederlanden kein Recht auf Sterbehilfe. Wir begleiten Astrid durch ihre letzten Tage und stellen uns der Frage: Wer entscheidet eigentlich, wann das Leben zu Ende gehen soll und wie gehen wir als Gesellschaft und ganz persönlich mit diesem großen Tabu um?

Die Schwestern Isabel und Corinna Krücker haben ihre beiden Eltern an Krebs verloren, erst vor wenigen Monaten hat ihr Vater den Kampf gegen die Krankheit verloren. Sein ausdrücklicher Wunsch nach Sterbehilfe wurde ihm verwehrt, obwohl er bereits todkrank war und unter massiven Einschränkungen und Schmerzen litt. Corinna und Isabel setzen sich jetzt dafür ein, dass niemand mehr so sterben muss wie ihr Vater. Sie wollen erreichen, dass jeder über den eigenen Tod individuell und selbstbestimmt entscheiden darf. Dafür haben sie eine Petition gestartet, die auf die Notwendigkeit einer neuen gesetzlichen Regelung in Deutschland aufmerksam macht.

6. November: Neurotische Stadt – Gemütliches Land: Wie geht Wohlfühlen besser?

Wer in der Stadt lebt, hat ein bis zu dreifach höheres Risiko an stressbedingten psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie zu erkranken. Auch an Depressionen und Angststörung leiden Städter häufiger als Menschen, die auf dem Land wohnen.  Wie kann das sein? Räumliche Enge, Stress mit den Nachbarn, ständiges Gedränge und viel Verkehr sind nur einige der Gründe. Ist es da nicht besser, auf dem Land zu leben? Für die Psyche auf jeden Fall. Leider gibt es auf dem Land dafür andere Probleme: Herz-Kreislauf und Stoffwechsel-Erkrankungen - wie Bluthochdruck und Diabetes. Eine der Ursachen: Bewegungsmangel. Sport- und Freizeitangebote gibt es vielerorts nicht mehr und um zur Arbeit zu kommen, pendeln viele und sitzen deshalb lange im Auto. Was muss sich in der Stadt und dem Land ändern, damit es den Menschen psychisch und gesundheitlich gut geht? Dieser Frage geht die Dokumentation auf den Grund.

Der Film ist Bestandteil der Mediatheksreihe Stadt – Land: Wie geht’s besser? Anlässlich der ARD-Themenwoche Stadt.Land.Wandel – Wo ist die Zukunft zu Hause?

13. November: Hochgezüchtete Stadt - Ausgelaugtes Land: Wie geht Landwirtschaft besser?

Wir produzieren Nahrungsmittel vor allem auf dem Land – und wir essen sie dann massenhaft in der Stadt. Lässt sich das ändern? Über die Hälfte der Fläche in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt - und das so intensiv, dass Klimawandel und Artensterben vorangetrieben werden. Insekten verschwinden, Vogelarten landen auf der Roten Liste, Böden werden ausgelaugt. Müssen wir die Nahrungsmittelproduktion in die Stadt verlagern und so die ländlichen Räume entlasten? Oder ist eine Umstrukturierung der Landwirtschaft hin zu einer ökologischeren Landwirtschaft der richtige Weg? Schon heute experimentieren junge, umweltbewusste Landwirte und Landwirtinnen mit neuen Modellen: Direktvermarktung über Hofläden, Onlineshops oder Crowdfarming.  Sie suchen die Nähe zu Verbrauchern, die Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit legen.

Der Film ist Bestandteil der Mediatheksreihe Stadt – Land: Wie geht’s besser? Anlässlich der ARD-Themenwoche Stadt.Land.Wandel – Wo ist die Zukunft zu Hause?

27. November: Verdichtete Stadt – Verlassenes Land: Wie geht Wohnen besser?

Verdichtung, Raumknappheit und kaum bezahlbare Mieten führen dazu, dass Städte nach außen wachsen und sich der Zuzug in die Randgebiete oder aufs Land verstärkt. Dort ist Wohnen günstiger und bietet mehr Platz für die persönliche Entfaltung. Aber Mobilität und infrastrukturelle Versorgung sind oft eingeschränkt, und in ländlichen Regionen hinkt der Breitbandausbau noch hinterher. Zukunftsorientierte bauliche Maßnahmen und innovative neue Wohnformen müssen her, um gleichwertige Lebensverhältnisse für Stadt und Land zu schaffen sowie Gentrifizierung und Zersiedelung entgegenzuwirken. Die Wohnsoziologin Prof. Christine Hannemann hält vor allem gemeinschaftlich orientierte Wohnkonzepte wie Genossenschaftsprojekte, gemeinsame Baugruppen oder Zusammenschlüsse von Einzelwohnungen für zukunftsträchtig. Auch platzsparende Mikroapartments und seniorengerechter Wohnraum in Mehrgenerationenhäusern liegen im Trend. Wohnen und arbeiten in Gemeinschaftssiedlungen, Co-Housing oder Tiny-House-Dörfer gewinnen auf dem Land an Bedeutung.   

Der Film ist Bestandteil der Mediatheksreihe Stadt – Land: Wie geht’s besser? Anlässlich der ARD-Themenwoche Stadt.Land.Wandel – Wo ist die Zukunft zu Hause?