[W] wie Wissen: Sendetermine

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Samstag ist [W] wie Wissen-Tag | Bild: imago stock&people

12. Oktober: Art am Limit - Artenschutz vor unserer Haustür

Die Artenvielfalt schwindet dramatisch, so die Botschaft des aktuellen Weltbiodiversitätsberichts. Und das gilt nicht nur für den Regenwald oder die Arktis, sondern auch für Deutschland. Ein Drittel aller heimischen Tier- und Pflanzenarten ist bedroht – Artensterben direkt vor unserer Haustür. Zum Glück gibt es Menschen, die sich dem Schutz selten gewordener Tiere verschrieben haben und mit großem Engagement dafür kämpfen, sie zu retten und ihre Lebensräume zu erhalten. [W] wie Wissen stellt einige dieser Menschen – und Tiere – vor.

Die Themen:
- Hoffnung für das Birkhuhn – Warum das Aus für einen Skilift in den Allgäuer Alpen der Birkhuhn-Population hilft
- Naturschutz mit dem Bagger – Wie Ornithologe Peter Berthold am Bodensee Biotope für Vögel und Insekten baut.
- Panzerspuren im Sand – Warum der Truppenübungsplatz Senne ein Refugium für seltene Tiere ist.
- "Kommt, Waldis, kommt!" – Wie menschliche Ziehmütter Waldrappen die Zugroute über die Alpen beibringen.

19. Oktober: Gute Zähne, schlechte Zähne

Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper. Eigentlich. Denn bei etwa jedem siebten Kind weist der Schmelz weiche und bröckelige Stellen auf. Ein Phänomen, das Zahnärzte schon seit einiger Zeit beunruhigt beobachten und das sie als "Kreidezähne" bezeichnen. Für die Betroffenen sind sie eine Qual, schon Essen und Trinken schmerzen mit den überempfindlichen Beißern. Was sind die Ursachen dafür? Und wie lässt sich diese Epidemie in den Griff bekommen?

Die Themen:
-  Auf der Spur der Kreidezähne – Stehen Forscher vor dem Durchbruch?
-  Gerade schon, aber auch gesund? – Wie sinnvoll sind Gebisskorrekturen durch Zahnspangen?
-  Wenn Zähne Geschichte(n) erzählen – Was Anthropologen anhand von Zahnfunden über unsere Vorfahren herausfinden können.
-  Geschenkte und andere Gäule – Warum auch Pferde regelmäßig zum Zahnarzt müssen.

2. November: Alkohol – Rausch und Risiko

Schon in der Steinzeit entdeckten Menschen, dass Getreidebrei, den man einige Tage stehen ließ, zu gären begann: die Geburtsstunde des Biers. Lange galten Bier und Wein als Geschenke der Götter. Sie dienten nicht nur als Nahrungs- und Heilmittel, Alkohol spielte als Rauschmittel auch eine wichtige Rolle bei religiösen Ritualen.
Heute gehören alkoholische Getränke für viele Menschen ganz selbstverständlich zum Alltag: das Feierabendbier, der Wein zum Essen, der Longdrink auf der Party. Doch die ständige Verfügbarkeit von Spirituosen hat Schattenseiten: Jedes Jahr sterben in Deutschland mehr als 20.000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums, etwa 10.000 Kinder kommen alkoholgeschädigt auf die Welt. Was macht Alkohol mit unserem Körper? Und wie lassen sich seine negativen Folgen bekämpfen? [W] wie Wissen destilliert alles Wissenswerte zum Thema Alkohol.

Die Themen:
- Zwischen Hochgefühl und Hangover – Was in unserem Körper passiert, wenn wir trinken (und damit aufhören).
- Vollrausch im Mutterleib – Das fetale Alkoholsyndrom und seine fatalen Folgen
- Kein Alkohol ist auch keine Lösung – Warum kontrolliertes Trinken für Alkoholiker eine Alternative zur Abstinenz sein kann.
- Vom Steinzeit-Bier bis zur Prohibition – Eine hochprozentige Zeitreise
- Den Schuss nicht geschmeckt? – Warum überraschend viele Lebensmittel versteckten Alkohol enthalten.

16. November: : Lärm! Macht! Krank!

Lärm schadet nicht nur dem Gehör, sondern dem ganzen Körper. Er greift in unseren Hormonhaushalt ein, verursacht Stress, Konzentrations- und Schlafstörungen, begünstigt Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und er erhöht das Risiko für Depressionen. Eine der Hauptlärmquellen: der Straßenverkehr. Warum ist es in deutschen Städten trotz zahlreicher Schallschutzmaßnahmen immer noch so laut? Und was können Bau- und Stadtplaner tun, um den Krach in erträglichen Grenzen zu halten?

Die Themen:
-  Die Biochemie des Krachs – Was in unserem Körper passiert, wenn wir ständigem Lärm ausgesetzt sind.
Über den Daumen gepeilt – Planungsgrundlage vieler Lärmschutzmaßnahmen sind sogenannte Lärmkarten. Doch wie zuverlässig sind die, wenn die darin gesammelten Werte gar nicht durch Messungen, sondern aufgrund von Schätzungen und Hochrechnungen zustande kommen?
-  Brummen, knattern, heulen – Wer bestimmt, wie laut Autos sein dürfen? Und wie realistisch sind die Herstellerangaben dazu tatsächlich?
-  Stadtklänge – Wie Städte- und Gebäudeplaner die Klangkulissen großer Städte weniger belastend gestalten könnten