MDR übernimmt ARD-Vorsitz

04.01.2016

Prof. Dr. Karola Wille
Prof. Dr. Karola Wille | Bild: MDR / Martin Jehnichen

Der MDR mit Intendantin Karola Wille übernimmt zum Jahresbeginn den ARD-Vorsitz. Er löst den NDR mit Intendant Lutz Marmor ab, der in den vergangenen drei Jahren die ARD geführt hat.

Die Intendantinnen und Intendanten der ARD hatten bereits im April 2014 den MDR zur neuen vorsitzenden Anstalt ab 2016 bestimmt.

»Die ARD zu führen ist Ehre und Verpflichtung zugleich, die wir mit Engagement und großer Leidenschaft angehen werden. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk kann und muss der soziale Kitt für eine immer komplexer werdende Gesellschaft sein: Er muss erklären, was ist, Werte vermitteln und Meinungen widerspiegeln.«

(MDR-Intendantin Karola Wille)

Die Rolle der ARD für das Funktionieren der Demokratie in Deutschland und das Zusammenleben unserer vielfältigen Gesellschaft nehme in ihrer Bedeutung nicht ab, sondern zu.

»Wir wollen dieses einmalige Profil mit seinem vielfältigen Angebot Online, im Fernsehen und im Radio weiter schärfen.«

(MDR-Intendantin Karola Wille)

Karola Wille (56) begann ihre Karriere beim MDR 1991 in der Juristischen Direktion, deren Leitung sie ab 1996 übernahm. Als Juristische Direktorin des MDR leitete sie zur Zeit des ersten MDR-Vorsitzes in der ARD 1997 und 1998 auch die Juristische Kommission von ARD und ZDF. Ab 2003 war sie außerdem Vertreterin des MDR-Intendanten. Am 23. Oktober 2011 wurde sie vom Rundfunkrat zur Intendantin des MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNKS gewählt. Sie trat ihr Amt am 1. November 2011 an. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.

Als Filmintendantin der ARD hält Karola Wille die Kontakte zur Produzentenallianz und anderen Verbänden und Organisationen im Filmbereich. Darüber hinaus vertritt sie die ARD im Verwaltungsrat der Filmförderungsanstalt FFA. Im Februar 2014 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden des FFA-Verwaltungsrates gewählt. Karola Wille ist auch Vorsitzende der Lenkungsgruppe DAB+ in der ARD.

Die Universität Leipzig verlieh der promovierten Juristin 2002 die Honorarprofessur für Medienrecht. Schon seit 1997 hatte sie dort einen Lehrauftrag am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft inne.