Sendeplatzprofile: Magazine und Reportage-Formate

Die Story im Ersten

Sendeplatz: Montag um 22:45 Uhr

Die Story im Ersten Logo
Die Story im Ersten, Logo | Bild: ARD

Der Sendeplatz "Die Story im Ersten" am Montagabend um 22.45 Uhr greift gesellschaftlich und politisch relevante Themen auf, die aktuell oder latent aktuell sind. Dabei gräbt "Die Story im Ersten" tief, liefert Hintergründe und erzählt berührende Geschichten. Sie zeigt auch, welche Lösungsansätze es zur Aufhebung von Missständen gibt. Sie ist: Nah dran. Politisch. Investigativ.

So ist dieser Sendeplatz hintergründigen und aktuellen, gesellschaftspolitisch relevanten, politischen und wirtschaftlichen Stoffen vorbehalten. In aller Regel handelt es sich um Stoffe, bei denen große Teile unseres Publikums unmittelbar oder mittelbar betroffen sind. Oder aber um Stoffe, die beim Publikum auf Grund ihrer inhaltlichen Wucht Betroffenheit auslösen. Die Stoffe sollen deshalb neben einer gesellschaftlichen Relevanz auch eine persönliche Relevanz für die Zuschauer haben.

Die Dokumentationen auf diesem Sendeplatz sollen bereits bekannte Themen analytisch vertiefen und somit das Verständnis für zentrale, gesellschaftspolitisch relevante Themen erleichtern. Überdies sollen Dokumentationen auf diesem Sendeplatz nach investigativer Recherche auch neue Themen setzen, wenn diese von allgemeiner Tragweite sind. Die Filme sollen auf den verschiedenen Plattformen der ARD wie den Mediatheken aber auch auf YouTube mindestens ein Jahr lang den Zuschauern zur Verfügung stehen.

Sendelänge: 45 Minuten
Ansprechpartner: Rainald Becker, ARD-Chefredakteur

Geschichte im Ersten

Sendezeit: Montag um 23:30 Uhr

Geschichte im Ersten Logo
Geschichte im Ersten, Logo | Bild: ARD

Der Sendeplatz "Geschichte im Ersten" widmet sich relevanten Themen der politischen Geschichte, der Wirtschafts-, Sozial- und Alltagsgeschichte des 20. und des frühen 21. Jahrhunderts. Weiter zurückliegende historische Themen sind die Ausnahme, nicht die Regel. Im Fokus steht vor allem die deutsche Geschichte, die aber in einen europäischen und weltpolitischen Rahmen gestellt wird.

"Geschichte im Ersten" setzt Themen. Diese können anlassbezogen sein, wie z. B. für Gedenktage und Jubiläen. Der Sendeplatz greift aber auch aktuelle Debatten auf – "Geschichte im Ersten" hat den Anspruch, die Gegenwart durch die Geschichte zu erklären.

"Geschichte im Ersten" ist ein Sendeplatz für historische Dokumentationen.

Der Sendeplatz setzt auf eine Vielzahl von dokumentarischen Erzähl- und Darstellungsformen. Im Mittelpunkt stehen Menschen und Schicksale. Historische Reihen sind die Ausnahme, einzelne Folgen sollten aus sich heraus verständlich sein.

Die Dokumentationen auf dem Sendeplatz "Geschichte im Ersten" haben ein verbindendes optisches Erscheinungsbild (Vorspann, Grafik).

Sendelänge: 45 Minuten
Ansprechpartner: Dr. Ulrich Brochhagen, MDR

Der Dokumentarfilm im Ersten

Sendezeit: Mittwoch um 22:45 bis 00:15 Uhr
mindestens 12 x pro Jahr, davon 8 Filme als Sommerstaffel

Zentrale Inhalte und Themen

Dokumentarfilm im Ersten Logo
Dokumentarfilm im Ersten, Logo | Bild: ARD

Dokumentarfilme greifen in großer Vielfalt nationale und internationale Themen von hoher Relevanz auf, die die drängenden Fragen unserer Zeit behandeln und die von besonderem Interesse für eine größere deutsche Öffentlichkeit sind und mindestens ein Jahr lang auch auf den verschiedenen Plattformen der ARD zur Verfügung stehen. Hinzu kommen Dokumentarfilme über Persönlichkeiten oder große Momente des Zeitgeschehens, wenn sie tief im kollektiven Gedächtnis verankert sind und dokumentarisch spannend aufbereitet werden können. Basierend auf einer umfassenden Grundlagenrecherche wird ein exklusiver Zugang zum Thema wie zu den Protagonisten gefordert, die vertiefend über einen längeren Zeitraum begleitet werden, um ein authentisches Bild zu garantieren. Es kann sich etwa um eine Langzeitbeobachtung, eine aufdeckende Investigation, eine personalisierte Geschichte oder um ein Stück bundesdeutsche jüngere Zeitgeschichte handeln. Bei Kinoproduktionen oder Lizenzankäufen muss garantiert werden, dass bei der Fernsehausstrahlung die Themen noch aktuell sind und die Fakten noch stimmen.

Beispiele für gelungene Dokumentarfilme aus jüngerer Zeit, die diesen Kriterien entsprechen sind: Kulenkampffs Schuhe, Woodstock, Die letzten Männer von Aleppo oder Elternschule.

Stoffauswahl und Machart

Der Dokumentarfilm im Ersten entwickelt seine eigene, dem Inhalt angemessene Form und Erzählweise und ist an kein Format gebunden. Er zeichnet sich durch eine klar erkennbare Erzählperspektive, durch eine besondere, erzählerische Dramaturgie sowie eine Filmsprache von engagierten und kreativen Filmemachern und Filmemacherinnen aus. Es soll in der gesamten Bandbreite technischer und ästhetischer Gestaltungsweisen umgesetzt und nach modernen Qualitätsstandards in Kamera, Ton und Schnitt produziert werden. Das vielfältige Spektrum des Genres soll vorkommen: die begleitende Beobachtung, nachgestellte Spielszenen, Trickfilm- oder Computeranimationen, Kombinationen aus Archiv und Neudreh, eigens entwickelte Methoden der Visualisierung von Bildwelten. Immer wird visuell kenntlich gemacht, wo das Material authentisch und wo es nachgestellt ist, um journalistischen Standards zu entsprechen.

  • Eine sorgsame Auswahl der Hauptpersonen, dramaturgische Beratung im Schneideraum und ggf. das Hinzuziehen von Textern sind der Normalfall und nicht die Ausnahme.
  • Anfänge sind von entscheidender Bedeutung. Sie müssen im Zusammenspiel mit dem Titel das Thema attraktiv machen, Neugierde erzeugen, den Zuschauer packen- unter Fernsehbedingungen. Der Produzent muss vertraglich verpflichtet werden, eine Fernsehfassung mit entsprechendem Anfang speziell für die Ausstrahlung im Ersten zu erstellen.
  • Länge: die Entscheidung für eine Spielfilmlänge setzt voraus, dass die erzählte Geschichte trägt, die Spannung über 90 Minuten gehalten werden kann.
  • Voiceover: um fremdsprachige Interviews möglichst authentisch zu halten, wird konsequent mit einer voiceover und nicht mit Untertiteln gearbeitet. Dabei orientiert man sich in der Qualität an einer spielfilmähnlichen Synchronisation.

Ansprache jüngerer Publika

Der Dokumentarfilm ist per se jung – auf deutschen und internationalen Festivals gewinnt er insgesamt an Bedeutung; in den Kinos verzeichnen Dokumentarfilme Überraschungserfolge. In den Mediatheken werden sie vermehrt nachgefragt mit hohen Wiedergaberaten. Die Ansprache von Dokumentarfilmen ist individuell, oft persönlich, die Helden agieren authentisch, die Stoffauswahl bezieht die Widersprüche des modernen Lebens mit ein. Dies spricht besonders ein junges Publikum an.

Wirkung

Der Dokumentarfilm im Ersten verfügt über eine gestalterisch eigene Ausdrucksform. Diese zu pflegen entspricht dem Auftrag des Öffentlich-Rechtlichen. Die Beachtung durch renommierte Festivals und die Auszeichnung mit nationalen und internationalen Film- und Fernsehpreisen tragen zum Renommée des Sendeplatzes und damit zum Image des Ersten bei.

Der Dokumentarfilm im Ersten bietet einen differenzierten Blick auf die Wirklichkeit, indem er genügend Raum für eigene Gedanken und eine eigene Meinung schafft und dazu anregt, die eigene Haltung zu überprüfen.

Sendelänge: 75 – 90 Minuten
Ansprechpartner: Herr Kai Henkel, SWR

Plusminus

Sendeplatz: Mittwoch um 21:45 Uhr

Plusminus
Plusminus | Bild: Plusminus

"Plusminus" ist das Wirtschaftsmagazin im Ersten, das in Themensetzung und Machart über andere Sendungen hinausgeht. "Plusminus" erklärt auf verständliche Weise Zusammenhänge der komplexen Wirtschaftswelt und gibt den Zuschauern Orientierung. Die Auswahl relevanter Themen und die Tiefe der Recherche sind wesentliche Elemente der Sendung. Dabei schließen sich wirtschaftspolitische Makrothemen und eher nutzwertige Verbraucherberichterstattung nicht aus. Das Magazin besteht meist aus vier bis fünf Beiträgen und wird in der Regel live im Studio moderiert. Die sieben beteiligten Redaktionen wechseln sich dabei wöchentlich ab (BR/HR/MDR/NDR/SR/SWR/WDR).

Das Themenspektrum ist breit angelegt: Arbeit, Soziales, Finanzen, Gesundheit, Energie, Verkehr, Probleme im Verbraucheralltag sowie die Auswirkungen der Globalisierung sind zentrale Themenfelder. Dabei werden auch Themen gegen den Strich gebürstet, Meinungen fernab des Mainstreams und andere Sichtweisen gezeigt. Problemfelder jüngerer Zuschauer finden stärker Berücksichtigung, indem auf die Zukunftsfragen der kommenden Generationen ebenso eingegangen wird, wie auf die sich verändernde Arbeitswelt.

Wirtschaft wird nicht fernab vom normalen Alltag erzählt, sondern praxisnah, auf Augenhöhe mit dem Zuschauer. Die Beiträge unserer Autor/innen haben einen eigenen Rechercheansatz, liefern Hintergründe und Zusammenhänge, die der Zuschauer bisher noch nicht – oder so noch nicht – gesehen hat.

Durch eine investigative Herangehensweise an viele Themen werden Missstände aufgedeckt, die Verantwortlichen konfrontiert und Debatten angestoßen.

Das Spektrum der Darstellungsformen ist vielfältig und reicht von der investigativen Reportage über Verbrauchertests bis hin zur klassischen wirtschaftspolitischen Analyse.

2014 wurde das Kurzformat "Plusminus extra" aus der Taufe gehoben, wodurch die Plusminus-Redaktionen neben dem regulären Sendetag auf Wirtschafts- und Verbraucherthemen aktuell reagieren und dem Zuschauer Hintergründe liefern können.

Der durchschnittliche Minutenpreis für das 30-Minuten-Format beträgt 1.920 Euro.

Echtes Leben

Sendeplatz: Sonntag um 17:30 Uhr

Echtes Leben
Echtes Leben

"Echts Leben“, jeden Sonntagnachmittag im Ersten um 17:30 Uhr, ist ein halbstündiges Reportage-Format der Fachredaktionen für Religion und Gesellschaft in der ARD. Die Sendung beschäftigt sich mit Kernthemen der menschlichen Existenz vor einem religiösen Hintergrund. Sie versteht sich als Seismograph für gesellschaftliche Tendenzen und Entwicklungen, die den Zuschauer unmittelbar in seinem Lebensumfeld betreffen. Die Filme erzählen Geschichten von Menschen, die vor großen Herausforderungen stehen, die über den Sinn ihres Lebens nachdenken oder die nach individuellen und gesellschaftlichen Alternativen suchen. Die Zuschauer erleben mit, welche Lösungen die Protagonisten finden, eventuell aber auch, wie sie scheitern.

Pro Jahr werden etwa 35 bis 40 Sendefolgen für den Sonntag eingeplant. Der durchschnittliche Minutenpreis für das 30-Minuten-Format beträgt 1.370 Euro.

(Stand: Dezember 2019)