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Der Mann mit dem Fagott (1)

Der Mann mit dem Fagott – David Rott als Udo Jürgens, Christian Berkel als dessen Großvater Heinrich Bockelmann und Ulrich Noethen, der die Rolle des Vaters Rudi übernommen hat.
Die anrührende Darbietung eines Straßenmusikers, der auf seinem Fagott ein russisches Lied spielt, gibt für einen Mann eine unerwartete Entscheidungshilfe und prägt damit die Geschichte dreier Generationen – auch die von Udo Jürgens. | Bild: ARD Degeto/Ziegler Film/Graf Filmproduktion/ORF / Toni Muhr

Zweiteiliger Spielfilm Deutschland/Österreich 2011

Deutschland, September 2010. Nach erfolgreichem Konzert sitzt Udo Jürgens erschöpft in der leeren Halle, als sein Tourmanager ihm ausrichtet, ein gewisser Kasajev aus Moskau habe ihn zu erreichen versucht. Es ginge um eine Bronzestatue: "Der Mann mit dem Fagott". Udo ist tief bewegt, vor seinem geistigen Auge entrollt sich ein ganzer Film.

Die Geschichte seines Vaters und seines Großvaters beginnt 1891 auf dem Bremer Weihnachtsmarkt: Die russisch klingende Musik eines Fagottspielers verzaubert den 21-jährigen Heinrich Bockelmann so sehr, dass er nach Moskau auswandert. Sein Mut wird belohnt, gut 20 Jahre später ist er Direktor einer einflussreichen Privatbank. Sein Glück ist perfekt, als seine Frau Anna ihm eine Bronzestatue schenkt, die verblüffende Ähnlichkeit mit dem Fagottspieler aus Bremen hat. Die deutsche Kriegserklärung an Russland stellt die Familie vor eine Zerreißprobe. Nur durch Bestechung gelingt es dem prominenten Bankier, dass Frau und Kinder ins sichere Schweden ausreisen können.

Heinrich wird denunziert und als vermeintlicher Spion in ein sibirisches Lager deportiert. Dessen Kommandant schlägt dem Klassenfeind ein skurriles Geschäft vor: Der reiche Häftling soll Gelder aus seinem Privatvermögen an das bankrotte Gefängnis überweisen. Heinrich erhält einen Passierschein nach Moskau, wo das Unglaubliche geschieht: Er trifft den Mann mit dem Fagott wieder. Das Erlebnis beflügelt ihn so sehr, dass er die Flucht nach Schweden wagt.

Die bewegende Familiensaga basiert auf dem autobiografischen Roman, den Udo Jürgens gemeinsam mit der österreichischen Autorin Michaela Moritz verfasste. Miguel Alexandre, der seine Affinität zu historisch relevanten Stoffen bereits mit Filmen wie "Die Frau vom Checkpoint Charlie" oder "Die Manns – Ein Jahrhundertroman" unter Beweis gestellt hat, verfilmte die drei Generationen umspannende Familiengeschichte in Deutschland, Österreich und Tschechien. Als aufstrebender Schlagersänger hat David Rott täuschende Ähnlichkeit mit dem jungen Udo Jürgens. Dessen Großvater spielt Christian Berkel, Vater Rudi wird von Ulrich Noethen verkörpert. Zur prominenten Besetzung gehören außerdem Valerie Niehaus und Herbert Knaup. Udo Jürgens selbst steht in einer Schlüsselrolle vor der Kamera.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Udo Jürgens Udo Jürgens
Heinrich Bockelmann Christian Berkel
Udo (jung) David Rott
Udo (als Kind) Alexander Kalodikis
Rudi Ulrich Noethen
Rudi (als Kind) Joel Eisenblätter
Anna Melika Foroutan
Gitta Valerie Niehaus
Onkel Erwin Herbert Knaup
Tourmanager Gunther Gillian
Aljoscha Kasajev Otto Tausig
Mann mit Fagott Henning Stoll
Kommandant Wjatka Jurij Rosstalnyj
Musik: Udo Jürgens
Nic Raine
Kamera: Gernot Roll
Buch: Miguel Alexandre
Harald Göckeritz
Regie: Miguel Alexandre
Buch: n.d. Roman v. Udo Jürgens u. Michaela Moritz

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