Fragen an Katharina Lorenz

Kommissarin Sara Stein (Katharina Lorenz) ermittelt am Strand von Tel Aviv.
Kommissarin Sara Stein ermittelt am Strand von Tel Aviv. | Bild: ARD Degeto / Itiel Zion

Frau Lorenz, nach vier Folgen und vielen Wochen Aufenthalt in Israel – inwieweit sind Ihnen Ihre Figur Sara Stein und das Land inzwischen vertraut?

Nach drei intensiven Drehs in Tel Aviv sind sich Sara und ihre Kollegen aus der Mordkommission immer vertrauter geworden. Ich wachse sozusagen zusammen mit meiner Figur in diese neue Welt hinein. Das ist sehr schön, weil ich dadurch nie das Gefühl habe, etwas forcieren zu müssen. Ich glaube, jeder ist doch auch immer wieder von sich selbst überrascht. Und so geht es mir mit der Figur der Sara auch. Sie ist auf einer langen Reise. Es war wieder eine große Freude, mit meinen israelischen Kolleginnen und Kollegen diese Zeit am Set zu verbringen. Israel ist so ein phantastisches Land, in dem man immer neue und unbekannte Seiten entdeckt. Wenn mein Hebräisch noch etwas besser wird, würde ich auch gerne außerhalb der Dreharbeiten einige Zeit dort verbringen.

Sara Stein wird in den beiden neuen Filmen besonders stark von Identitätszweifeln eingeholt. Liegt darin der besondere Reiz für Sie, diese Figur zu spielen?

Eigentlich waren genau diese Identitätszweifel meine Moti- vation, die Figur der Sara Stein spielen zu wollen, und überhaupt der entscheidende Reiz, eine Rolle in einer Krimireihe anzunehmen. Daher freue ich mich, dass dieser Konflikt in den neuen Filmen wieder ein großes Thema ist.

Was hat Sie an den beiden neuen, völlig unterschiedlichen Geschichten besonders überzeugt?

Am meisten hat mich begeistert, dass Sara durch diese unterschiedlichen Geschichten immer tiefer in das Land Israel, seine Schönheit, Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit eintaucht. Der dritte Film zum Beispiel führt Sara in ihre eigene Vergangenheit und verbindet sich dadurch auf wundersame Weise mit der Figur.

Was war für Sie die größte Herausforderung bei den Dreharbeiten?

Jeder Tag war immer wieder aufs Neue eine Herausforderung und zugleich ein Geschenk. Die unterschiedlichen Sprachen am Set erfordern eine große Konzentration und Sensibilität füreinander. Und natürlich ist es eine Herausforderung, wieder glaubhaft die Arbeit einer Ermittlerin der Mordkommission in Tel Aviv zu vermitteln. Aber damit bin ich ja nicht allein. Mit Samuel Finzi habe ich einen tollen Partner an meiner Seite, den ich sehr schätze. Wir vertrauen uns und haben sehr viel Spaß zusammen. Das ist, glaube ich, nicht immer selbstverständlich. Das gilt auch für meine Kollegen wie Itay Tiran, der meinen Mann spielt, und ebenso für Bat-Elle, meine Kollegin in der Mordkommission. Wir sind uns über die doch schon lange Zusammenarbeit sehr vertraut geworden und ich freue mich jetzt schon, sie bald wiederzusehen!

Sie sind im Theater und im Film zuhause. Kennen Sie beim Film auch Lampenfieber?

Jein. Es ist schon eine andere Art von Aufregung, die sich im bes- ten Fall bei Drehbeginn in Luft auflöst, wenn nicht der Regis seur gleich "Action" ruft. Trotz des enormen Pensums haben wir uns aber immer die Zeit genommen, die Szenen zu besprechen und auch zu proben. Im Theater ist es anders: Da kann ich mir bis eine Sekunde vor dem Auftritt gar nicht vorstellen, dass jetzt gleich der Vorhang hoch- und es losgeht. Dieses "Lampenfieber" steckt mir dann manchmal noch einige Zeit richtig in den Knochen – und das ist wahrscheinlich auch gut so.

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