Die Episodenrollen

Auszeit auf San Erasmo: Brunetti (Uwe Kockisch, li.) lernt auf der Laguneninsel den Bienenzüchter Davide Casati (Hermann Beyer) kennen.
Nach einem „Warnschuss“ seines Körpers muss Brunetti kürzertreten. Im Krankenurlaub auf der Laguneninsel San Erasmo lernt er den Bienenzüchter Davide Casati kennen, mit dem er beim Rudern schnell eine ungewöhnliche Vertrautheit aufbaut. | Bild: ARD Degeto / Nicolas Maack

Die Episodenrollen

Marie Leienberger als Federica Casati

Brunetti (Uwe Kockisch) vernimmt Federica Casati (Marie Leuenberger).
Marie Leienberger als Federica Casati | Bild: ARD Degeto / Nicolas Maack

Im Fall „Stille Wasser“ spielen Sie Federica Casati, die Tochter des verstorbenen Davide Casati. Wie würden Sie das Verhältnis zwischen Federica und ihrem Vater beschreiben?

Federica hat ein distanziertes Verhältnis zu ihrem Vater. Sie waren sich nie wirklich nahe, außer als sie gemeinsam die Mutter bzw. Ehefrau gepflegt haben. Frederica hat sich daran gewöhnt, dass ihm die Bienen stets wichtiger waren.

Wie haben Sie den Dreh in Venedig und mit der „Donna Leon“-Filmfamilie empfunden?

Es war sehr schön, mit diesem wunderbaren, eingespielten Team zu arbeiten. Morgens auf dem „Weg zur Arbeit“ sind wir mit dem Boot über den Canale Grande gefahren und danach raus aufs offene Meer, rüber zu den unbekannteren Inseln. Das war sehr beeindruckend. Ich durfte viele neue Seiten von Venedig entdecken.

Hermann Beyer als Davide Casati

Auszeit auf San Erasmo: Brunetti (Uwe Kockisch, li.) lernt auf der Laguneninsel den Bienenzüchter Davide Casati (Hermann Beyer) kennen.
Hermann Beyer als Davide Casati | Bild: ARD Degeto / Nicolas Maack

Sie spielen die Episodenrolle des Davide Casati, einen etwas eigenwilligen Mann, der eine ausgesprochene Leidenschaft zum Rudern und zur Bienenzucht pflegt. Was hat Ihnen an den Dreharbeiten am meisten Vergnügen bereitet?

Mal wieder mit Uwe Kockisch zu arbeiten. Und das in Venedig. Und mit Sigi Rothemund und Dragan Rogulj. Beide kenne ich von „Commissario Laurenti“ in Triest.

Das Wasser spielt eine bezeichnende Rolle im 26. Fall und für Ihre Rolle. Wie wichtig ist Ihnen der Schutz von Umwelt und Natur?

Sehr wichtig.

Suzanne von Borsody als Patrizia Minati

Die Umweltschützerin Patrizia Minati (Suzanne von Borsody) hat ein Geheimnis.
Suzanne von Borsody als Patrizia Minati | Bild: ARD Degeto / Nicolas Maack

Sie haben bereits 2004 schon eine Episodenrolle bei „Donna Leon“ übernommen. Wie war es für Sie, zur Filmfamilie zurückzukehren?

Die künstlerische und menschliche Verbundenheit über so viele Jahre hinweg erfüllt mich mit Freude. Ich schätze Sigi Rothemund sehr. Wir haben einen langen kreativen Weg hinter uns, und ich freue mich auf das, was noch vor uns liegt. Auch der Großteil des Teams gehört zu meiner Wahlverwandtschaft. Viele kenne ich auch aus anderen Produktionen. Da muss man nicht lange erklären. Man weiß umeinander, und das ist sehr angenehm.

Was macht die Reihe Ihrer Meinung nach bei den Zuschauern so besonders beliebt?

Der Erfolg ist, glaube ich, zurückzuführen auf die durchweg klasse Besetzung in allen Bereichen und die richtige Mischung aus Krimi und Humor. Und die hoffentlich unsterbliche Stadt Venedig ist natürlich auch immer eine Reise wert.

Sie spielen die Rolle der Patrizia Minati. Wie würden Sie Ihre Figur beschreiben?

Patrizia Minati versucht, alles richtig zu machen. Sie ist eine umweltbewusste, kluge Frau und mit der bedauerlichen Situation, in der sich die Welt zurzeit befindet, überfordert.

Roman Kražka als Graziano Barbieri

Barbieri (Roman Knizka) im Gespräch mit Brunetti.
Roman Kražka als Graziano Barbieri | Bild: ARD Degeto / Nicolas Maack

Sie spielen in „Stille Wasser“ den skrupellosen Anwalt Graziano Barbieri, der versucht, mit Bestechungsgeldern einen Umweltskandal seiner Firma zu vertuschen. Welche Verantwortung haben Ihrer Meinung nach große Konzerne gegenüber unserem Planeten?

Konzerne haben eine große soziale und ökologische Verantwortung, die sie in die Pflicht nimmt, für einen guten Lebensstandard, Gesundheit und Nachhaltigkeit zu sorgen. Ohne diese Dinge gibt es keine erstrebenswerte Zukunft. Wer möchte schon auf einem kranken Planeten leben?

Venedig ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort. Hat Sie die Kulisse ebenso in den Bann ziehen können?

Venedig lässt keinen Menschen kalt. Diese Stadt ist ein wunderliches Zusammenspiel von Mensch und Natur. Vor allem deshalb ist sie schützenswert und sehr kostbar.

Kai Schumann als Capitano Andrea Dantone

Als Capitano Andrea Dantone stellen Sie sich zeitweilig gegen die Ermittlungen von Commissario Brunetti, um Ihren Kollegen Gianluigi zu schützen. Was bewegt den Capitano schließlich zum Umdenken?

Capitano Dantone ist ein Familienmensch mit großem Gerechtigkeitssinn. Als er jedoch Indizien für Gianluigis Beteiligung an dem Vorfall entdeckt, bringt er seinen Kollegen persönlich dazu, sich Brunetti zu stellen. Nicht ohne jedoch Gianluigi trotzdem moralisch beizustehen. Er ist eben ein Mann mit Prinzipien.

Wie war es, in der Lagunenstadt zu drehen?

Es war traumhaft, in Venedig zu arbeiten. Wundervolle Motive und ein tolles Team haben diese Arbeit zu einem echten Erlebnis gemacht.

Gerhard Garbers als Leonardo Pozzi

Brunetti (Uwe Kockisch, Mitte) und Sergente Vianello (Karl Fischer) sprechen mit Leonardo Pozzi, der durch einen Arbeitsunfall mit schweren Verletzungen im Rollstuhl sitzt.
Gerhard Garbers als Leonardo Pozzi | Bild: ARD Degeto / Nicolas Maack

Leonardo Pozzi sitzt nach einem Arbeitsunfall mit schweren Verletzungen im Rollstuhl. Wie geht er mit seinem Schicksal um?

Pozzi ist ein zutiefst verbitterter Mann, der weiß, dass er auf Grund seiner schweren Verbrennungen nie wieder am normalen Leben teilnehmen kann und deshalb umso mehr auf seinem Recht besteht, in dem luxuriösen Schloss sein Restleben zu verbringen.

Welche Herausforderungen stellte der Dreh für Sie dar?

Die Maskenarbeit war eine ganz große Leistung der Visagistinnen, und ich war total überrascht und fast ein wenig geschockt, wie ich danach aussah. Unfassbar, dass man so weiterleben kann!

Anton Spieker als Gianluigi Zanirato

Im aktuellen Fall spielen Sie Gianluigi Zanirato, einen jungen Mann, der versucht, das Geschäft und den Ruf seiner Familie zu retten – um jeden Preis. Vor welchem Konflikt steht er?

Gianluigi hat kein Interesse daran, den Familienbetrieb durch schlechte Presse gefährdet zu sehen. Da Geschichten über konterminiertes Wasser in der Lagune aber dazu führen könnten, versucht er, diejenigen einzuschüchtern, die Staub aufwirbeln. Natürlich gerät er da in Konflikt mit seinem Beruf als Polizist.

Wie waren die Dreharbeiten in der Lagunenstadt und mit der „Donna Leon“-Filmfamilie für Sie?

In Venedig zu drehen, macht schon Spaß. Bei Sonne ist die Stadt wirklich einen Besuch wert. Aber auch in einem Museum kann man nicht mehrere Tage verbringen ohne retardierende Momente. Mein lieber Kollege Kai Schumann und ich haben uns aber sehr lustige Abende gemacht. Der Drehprozess an sich unterscheidet sich in Venedig allerdings nicht so sehr von dem in Castrop-Rauxel.

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