Statements der Regisseurin und der Regisseure

Markus Gellert (Herbert Knaup) befürchtet, dass sein Sohn Viktor (Levin Liam) in die Fänge einer christlich-fundamentalistischen Sekte geraten ist.
Markus Gellert befürchtet, dass sein Sohn Viktor in die Fänge einer christlich-fundamentalistischen Sekte geraten ist. | Bild: ARD / Georges Pauly

"So ein bisschen drüber"

Regisseur Dirk Pientka über die Mischung aus Drama und Komödie in der "Kanzlei":

»Was mir an der "Kanzlei" richtig gut gefällt, ist die Mischung aus Drama und Komödie. Für mich als Regisseur ist es eine Gratwanderung: Wie viel Komödie darf ich beigeben, ohne dass der Fall an Relevanz verliert? Die Ernsthaftigkeit steht klar im Vordergrund der Serie, aber die Comedy- Elemente sind nicht bloß Beiwerk. Wenn die Skurrilität der Figuren und der seriöse Fall ineinandergreifen, dann wird es eine runde Geschichte. Man lässt sich als Zuschauer von dem Fall tragen. Die Anwältin Isa von Brede mit ihren Angstzuständen, die niemandem die Hand geben kann, ihr Partner Markus Gellert mit seinen privaten Schicksalsschlägen, die er mit spöttischem Leichtsinn erträgt – der Witz ist immer schlau geschrieben und gut ausgearbeitet. Und was ich toll finde: Wir sind bei allem Ernst ein bisschen englisch. So ein bisschen drüber«

"Vier Asse in der Hand (und ein fünftes im Ärmel)!"

Regisseur Matthias Steurer über das großartige Ensemble:

»Die Serie greift spannende, gesellschaftlich relevante Fälle auf, und die Bandbreite der Themen ist wirklich enorm. Aber es sind die Schauspieler, die den Fällen Leben einhauchen. Ihre große Qualität ist in meinen Augen der Schlüssel für den Erfolg der Serie. Die Vier aus der Kanzlei bilden eine ideale Konstellation, um die verschiedensten Seiten abzudecken. Sabine Postel agiert stark aus weiblicher Intuition heraus und hat sich – faszinierenderweise – in ihrem Spiel etwas Junges und Pures erhalten, was sehr schön und ehrlich rüberkommt. An ihrer Seite verfügt Herbert Knaup über ein unglaubliches Taktgefühl. Er sollte ja mal Musiker werden. Es ist beeindruckend, wie er die Melodie von Texten erfasst und durch das Drehbuch surft. Beiden gelingt es immer richtig gut, eine Betro¢enheit für die Fälle und die Menschen herzustellen. Katrin Pollitt und Sophie Dal komplettieren das Team und bringen ihre eigenen Farben ins Spiel. Beim Drehen dachte ich oft: Es ist perfekt, ich habe ein Blatt mit vier Assen in der Hand! Dabei hatte ich noch ein fünftes im Ärmel: Dirk Martens ist einfach großartig in der Rolle des klassischen Gegenspielers der ‚Kanzlei’. Er spielt den Intimfeind so überzeugend, dass man sich sogar zwischenzeitlich emotional auf seine Seite schlägt.«

"Esprit und Engagement"

Regisseur Thomas Jauch über eine lange Erfolgssträhne:

»Ich habe ein beinahe sentimentales Verhältnis zu dieser Serie. Ich habe viel mit Dieter Pfa¢ gedreht, als das Format noch "Der Dicke" hieß, und bei den ersten Folgen der "Kanzlei" Regie geführt. Wenn ich also gefragt werde, ob ich weitere Folgen inszenieren möchte, sage ich, sofern es die Zeit erlaubt, gern zu. Bei einer Reihe, die seit 2005 läuft, besteht natürlich immer die Gefahr, dass sich Dinge einschleifen, dass es zu einer gewissen Routine kommt. Da muss man sich sehr oft hinterfragen, ob man es sich nicht zu einfach macht. Der Esprit und das Engagement aller Beteiligten, die an der Serie hängen, die für ihre Geschichten streiten oder für ihre Rollen kämpfen, sind deutlich zu spüren. Auch Kritik innerhalb des Teams darf geäußert werden – da §iegen schon mal die Fetzen. Aber das zeigt: Jeder ist mit Herzblut dabei, jeder versucht, auch nach 13 Jahren das Level oben zu halten. Solange Produzenten, Redakteure und Autoren in diesem Sinne weitermachen, freut es mich, meinen Beitrag zum Erfolg der "Kanzlei" beizusteuern.«

"Schicksale, die uns berühren"

Regisseurin Maris Pfei”er über das Erfolgsgeheimnis der "Kanzlei":

»Was mir an der "Kanzlei" besonders gefällt, ist die großartige Besetzung. Die Haupt˜guren gehen humorvoll miteinander um. Dabei kommt der Humor immer aus der Situation heraus, nie macht sich der eine über den anderen lustig. Gleichzeitig werden die Geschichten mit großem Ernst erzählt. Es geht um Schicksale, die uns berühren, um Menschen, mit denen sich die Zuschauer – jenseits der Hauptbesetzung – identi˜zieren können. Das letzte Kriterium ist die hohe Spannung: Man will ja wissen, wie es am Ende ausgeht.«

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