Statement von Produzentin Beatrice Kramm

Produzentin

Überspannt den Bogen: Bernd Peters (Jörg Schüttauf, rechts) und Frank Elling (Sascha Geršak, links)
Bernd Peters zwingt Lona zu einer folgenschweren Entscheidung. | Bild: NDR/Polyphon / Philipp Sichler

»Die Mecklenburgische Seenplatte, der Sehnsuchtsort in Mecklenburg-Vorpommern mit vielen Seen rund um die Müritz, unentdeckten Wäldern und scheinbar unberührter Natur bietet die Kulisse für das Thrillerdrama 'Die Toten von Marnow'.

Inspiriert von einem Pharma-Skandal, der sich in den 80erJahren im deutsch-deutschen Verhältnis ereignete, erzählt Holger Karsten Schmidt eine komplexe Geschichte über einen geheimnisvollen Serienmord und die Fehlbarkeit von Menschen.

Petra Schmidt-Schaller und Sascha Geršak sind ein neues Ermittlerpaar, welches mit Anton Rubtsov eine kongeniale Verbindung findet. Wir spielen mit den Erwartungen, brechen sie und finden neue, unerwartete Konstellationen.  Die dramatischen Auswirkungen des medizinischen Skandals erzählen nicht die Realität nach, sondern bilden die Projektionsfläche für die fiktionale Erzählung. Drehbuchautor und Grimme-Preisträger Holger Karsten Schmidt nutzt seine Freiheit und strukturiert eine komplexe Geschichte, die nie ihre Figuren und deren Drama aus dem Auge lässt. Er hat Thriller-Plot und Figurendrama so geschickt verbunden, dass sie sich ständig gegenseitig bedingen, um die Spannung in der Mini-Serie bis zum Ende zu treiben.

Dem Regisseur Andreas Herzog ist Mecklenburg-Vorpommern gut bekannt – er inszenierte schon mehrere Filme der Reihe 'Der Usedom-Krimi' für den NDR und ARD Degeto. Er nahm die Herausforderung an, gleich vier Filme auf einmal zu konzeptionieren und zu drehen. Seine Vision der Geschichte formte das Werk. Seinem Überblick und der kongenialen Besetzung ist es zu verdanken, dass wir heute mit Spannung und Genuss diese Filme anschauen dürfen. Die geniale Vorlage der Bücher barg große Herausforderungen für die Umsetzung. Die vom Autor vorgegebenen zwei Wochen im heißen Sommer wurden in neunzig Drehtagen, also in vier Monaten umgesetzt. Es galt damit umzugehen, dass es zum Ende der Dreharbeiten längst kein Hochsommer, sondern nasskalter Herbst war, der schon längst die Blätter von den Bäumen gefegt hatte.

Das Kamerakonzept, also die genaue Choreografie der Bilder, war von entscheidender Bedeutung. Mit Philipp Sichler hatten wir einen preisgekrönten Kameramann an Bord, der seinen Bildern im Cinemascope-Format Kinoqualität verleiht.

Ein Gefühl für die Bilder, die Geschichte, die Protagonisten und schließlich die Filme vereint Martin Tingvall. Der mit dem Grammy ausgezeichnete Komponist hat den Filmen eine neue Ebene hinzugefügt, eine minimalistische Gesamtkomposition mit beeindruckender Kraft.«

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