Bye-bye, Hannes: Abschiedsinterview mit Pablo Konrad

Der Schauspieler über die Telenovela-Zeit, seine Zukunft und die "Sturm"-Kollegen

Hannes (Pablo Konrad) behauptet vor Florian (Arne Löber), er hätte in der letzten Nacht mit Maja geschlafen.
Hannes behauptet vor Florian, er hätte in der letzten Nacht mit Maja geschlafen. | Bild: ARD / Christof Arnold

Hannes, kann es! Mit diesen Worten beschreibt Pablo Konrad die Rolle des Hannes Fröhlich, die er am "Fürstenhof" verkörperte.  Was seine Rolle alles bei "Sturm der Liebe" erlebt hat?

Hannes Fröhlich kam nach Bichlheim, um seine Jugendliebe Maja zurückzuerobern, die er zehn Jahre zuvor wider seinen Willen verlassen musste. Kurz nachdem die beiden wieder zueinander finden, werden sie bei einem gemeinsamen Ausflug in einer Höhle verschüttet. Florian gelingt es, die beiden zu befreien, jedoch zieht er sich eine Verletzung zu, durch die ein lebensbedrohliches Bakterium in seinen Blutkreislauf gelangt.

Hannes investiert daraufhin sein gesamtes Vermögen in die Forschung, um Florian zu retten. Tatsächlich überlebt dieser, doch durch die emotionalen Strapazen muss Maja feststellen, dass ihr Herz noch immer an ihrer großen Liebe hängt, und sie trennt sich von Hannes. Als sich diesem eine berufliche Perspektive in Neuseeland bietet, macht er sich auf, um einen Neuanfang am anderen Ende der Welt zu starten.

Wir haben mit Pablo Konrad anlässlich seines Ausstiegs gesprochen ...

Erinnerst Du Dich noch an den Moment, als Du die Zusage für die Rolle Hannes bekommen hast?

Ja klar. Ich war total überrumpelt, weil der Anruf nur wenige Tage nach dem Casting kam. Ich habe zu dem Zeitpunkt noch mit keiner Entscheidung gerechnet. Umso schöner, dass es dann ne Zusage war.

Wie hast Du Deinen ersten Drehtag erlebt?

Wie wenn man auf einen fahrenden Zug aufspringt. Direkt mit Vollgas los. Die Kollegen und das Team haben mich an der Hand gepackt und einfach mitgezogen, das war super hilfreich!

Wie hast du dich auf deine Rolle vorbereitet?

Im Vorfeld habe ich aus dem Inhalt der Drehbücher einen Charakter gebaut, mit dem man dann aufs Spielfeld tritt. In dem Fall kennt man ja noch nicht die komplette Geschichte und Entwicklung der Figur, da muss man also auch ein bisschen flexibel bleiben. Das ist aber auch gerade der Reiz an so einem Format.

Gab es eine Szene Deiner Kolleginnen oder Kollegen, die Du selbst gerne gespielt hättest?

Natürlich bin ich schon etwas neidisch auf den Fallschirmsprung von Christina und Arne. Sowas hätte mir auch große Freude bereitet.

Was war Dein schönstes Erlebnis am Set?

Der Dreh in der Höhle. Da waren wir von morgens bis abends drin und haben völlig vergessen, dass es auch noch eine Welt da draußen gibt. Da war ein sehr konzentriertes und produktives Arbeiten möglich.

Gibt es einen Job am Set, den Du gerne mal für einen Tag ausprobieren würdest?

Da gibt es viele. Am interessantesten fände ich‘s aber mal hinter der Kamera zu stehen. Also direkt dahinter, als Kameramann.

Was vermisst Du am "Sturm" am meisten? 

Die Menschen, mit denen man jeden Tag zu tun hat, wachsen einem mit der Zeit ordentlich ans Herz. Aber auch jeden Tag zu drehen zu dürfen, hat viel Schönes. Wahrscheinlich die Mischung aus beidem.

Wo möchtest Du karrieretechnisch noch hin? Wo siehst Du Dich in ein paar Jahren?

Na, nach oben natürlich. Ich stehe noch relativ am Anfang meiner Karriere, da darf ruhig noch der ein oder andere Blockbuster kommen. Ich bin sehr gespannt was das Leben noch so für mich bereithält.

Hinter den Kulissen: Backstage-Clip zur Höhlenszene mit Maja und Hannes

Das Interview führte Veronika Kolbeck für DasErste.de