Bye-bye, Henning: Abschiedsinterview mit Matthias Zera

Der Schauspieler über seine Rolle, Überforderung und die Welt des Weins

Henning (Matthias Zera) verliebt sich auf den ersten Blick in die Winzerin Nina (Claudia Hinterecker).
Henning verliebt sich auf den ersten Blick in die Winzerin Nina. | Bild: ARD/WDR / Christof Arnold

Loyal, ehrlich, sinnlich – mit diesen Worten beschreibt Matthias Zera die Rolle des Henning von Thalheim. Er spielte sie knapp ein Jahr lang am "Fürstenhof".

Wir haben mit Matthias Zera anlässlich seines Ausstiegs gesprochen.

Erinnerst du dich noch an den Moment, als du die Zusage für die Rolle des Henning bekommen hast?

Ich war auf dem Weg zurück von einem Vorsprechen nach Hause, als meine Agentin angerufen hat und mir mitgeteilt hat, dass wir die Zusage haben. Ich habe mich sehr gefreut.

Wie hast du deinen ersten Drehtag erlebt?

Mein erster Drehtag oder eigentlich die ganze erste Zeit beim Sturm war wie ein einziger Rausch. Sich an die wirklich unglaublich schnelle Arbeitsweise zu gewöhnen, hat seine Zeit gebraucht. Der erste Tag im speziellen war schon überfordernd und beeindruckend.

Wie hast du dich auf deine Rolle vorbereitet?

Viele erwarten wahrscheinlich, dass ich literweise Wein getrunken habe, aber das war nicht der Fall. Zum Glück. Obwohl ich ein wenig in die wirklich interessante Welt des Weines eingetaucht bin. Allerdings habe ich den Fokus meiner Vorbereitung auf die Persönlichkeit des Hennings gelegt. Er hat ja nun doch vieles in seiner Vergangenheit erlebt. Daran habe ich gearbeitet.

Gab es eine Szene deiner Kolleginnen oder Kollegen, die du selbst gerne gespielt hättest?

Ich glaube, ich hätte gerne auch Golf gespielt.

Was war das Verrückteste, das dir am Set passiert ist?

Einzelne Situationen rauszupicken ist schwierig. Irgendwie war jeder Drehtag auf seine Art und Weise verrückt. Wir hatten sehr viel Spaß am Set. Das steht fest.

Gibt es einen Job am Set, den du gerne mal für einen Tag ausprobieren würdest?

Ich denke, ich würde gerne mal in die Rolle der Produktionsleitung schlüpfen und eine Abnahme des gedrehten Materials miterleben. Sozusagen das fertige Produkt zum ersten Mal sehen.

Was vermisst du am "Sturm" am meisten?

Die tollen Kollegen, das großartige Team. Es war jeden Tag eine Freude mit tollen Leuten zusammenzuarbeiten.

Wo möchtest du karrieretechnisch noch hin? Wo siehst du dich in ein paar Jahren?

Das ist schwer zu beantworten. So weit möchte ich gar nicht vorausschauen, weil die Gefahr besteht, das Hier und Jetzt aus den Augen zu verlieren. Ich werde bestimmt irgendwo zu sehen sein. Davon möchte ich mal ausgehen. Aber was und wo? Who knows? Worüber ich mich sehr freue ist, dass wir im Oktober unser Stück "Kleiner Mann, was nun?" beim Theater im Bauturm in Köln wieder aufnehmen. Die letzte Vorstellung haben wir vor dem ersten Lockdown gespielt. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf die Bühne zu gehen.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute!

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