Thomas Schindler

Thomas Schindler
moma-Literaturexperte Thomas Schindler

Der Walkman brachte ihn zum Lesen! Wie das geht? Er brachte die Freude an Geschichten. Märchen und Kindergeschichten hörte der kleine Thomas abends unter der Decke, wenn er eigentlich hätte schlafen sollen. Nur hatte das Scheißding einen heute fast bizarr anmutenden Batterienhunger! Die Batterien dazu hat er dann bei Oma geklaut. Später kamen die Comics, allen voran die Asterix-Bände. Tolkien, Lindgren etc. gingen hingegen völlig an ihm vorbei. Als Jugendlicher dann war Thomas Schindler der festen Überzeugung, dass es weitaus spannendere Dinge gibt als Bücher. Das maßgebliche Tor zur Welt war da vielmehr der Fernseher. Es gab MTV, und die Familie Schindler hatte Kabel. Popkultursozialisation. Das änderte sich eigentlich erst im Alter von 19 oder 20 Jahren. Das Gefühl: Verdammt, ich muss so viel nachholen. Nachlesen. Und dann las er innerhalb von ein paar Jahren alles, was ihm in die Finger kam. Und er studierte Literaturwissenschaften und Philosophie in Bonn, Köln und Sevilla.
Seit 2008 dreht Thomas Schindler unter anderem den Buchtipp im ARD-Morgenmagazin.  

Dazu wollen wir ihn selbst zu Wort kommen lassen: „So um die 150 Bücher habe ich in den letzten Jahren in die Kamera gehalten. Mainstream- und Nischentitel, Autoren und Autorinnen meist aus Europa oder Amerika, die der Welt etwas entgegensetzen oder nur unterhalten wollten. Schlaue, alberne, aggressive und ruhige Texte. Wie mag ich die ausgewählt haben? Generell: Die Mühe des Lesens sollte sich doch lohnen. Sich die Zeit vertreiben, kann man ja auch prima und preiswerter ohne Bücher. Mut und Originalität ist in der großen Masse der Bücher sicherlich ein wichtiges Kriterium. Dabei müssen sie aber lesbar bleiben, meint: Wir senden für ein großes, nicht spezifisch kulturell interessiertes Publikum (anders als die Formate, die gewöhnlich Bücher vorstellen), das gilt es zu bedenken.“

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