[W] wie Wissen: Sendetermine

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10. Juni: Tritt in die Pedale!

Auf die Räder! Das Fahrrad spielt im dichten Verkehr der Städte eine zunehmend wichtige Rolle. Denn jeder Fahrradfahrer mehr entlastet verstopfte Straßen und abgasgeschwängerte Stadtluft. Aber in den engen Straßen herrscht Krieg. [W] wie Wissen dokumentiert die aufgeheizte Stimmung beim täglichen Kampf um jedes Stück Straße – aus Sicht der Radler und der Autofahrer, denn beide heizen den Dauerkonflikt an. Neue Verkehrskonzepte müssen her!

Immer mehr Menschen, vor allem Senioren, kaufen sich Pedelecs. Oft unterschätzen nicht nur die Radler selbst, sondern auch die Autofahrer, wie schnell sie damit unterwegs sein können. Die Unfallstatistiken sind besorgniserregend. Was sollte man vor dem Kauf eines Pedelecs wissen, und wer sollte lieber keins fahren?

Das Fahrrad wird 200 Jahre alt!  Muskelkraft statt Pferdestärke: Anfang der 19. Jahrhunderts erfand Karl Freiherr von Drais die günstige Transportalternative zum teuren Haferfresser und landete mit seinem Laufrad, der Draisine einen Riesenerfolg, der  sich bis hin zu den heutigen Spiel- und Sportgeräten zu einem Massentransportmittel entwickelte .

Nach 200 Jahren sollte das Fahrrad technisch doch eigentlich ausgepimpt sein. Aber immer noch gibt es Ideen, die das Radfahren leichter, spaßiger oder effizienter machen – wie zum Beispiel vollelektronische Fahrradgetriebeschaltungen. Keine lästigen Kabel mehr, Gangwechsel werden verzögerungsfrei per Kurzstreckenfunk direkt auf die Getriebeelektronik übermittelt. Oder Smartbikes, also Räder, die nicht nur jede Menge elektronische Annehmlichkeiten wie zum Beispiel ein Navi bieten, sondern im Fall eines schweren Unfalls automatisch einen Notruf absetzt und die GPS-Daten übermittelt.

Im letzten Jahr verunglückten über 80.000 Fahrradfahrer, fast 400 davon tödlich. Und dennoch tragen viel zu wenige einen schützenden Helm. Sind die gängigen Helme überhaupt gut genug, um den Kopf optimal zu schützen? [W] wie Wissen besucht Wissenschaftler beim Helmtest. 

29. Juli: Marode Straßen, kaputte Brücken – Dauerbaustelle Deutschland

Etwa 500 Baustellen im Jahresdurchschnitt auf deutschen Autobahnen – Deutschland steht deshalb sozusagen im Dauerstau.  Woran liegt das?  Der wichtigste Grund: Die Zahl der Pkw und Lkw hat sich in den letzten 50 Jahren etwa verhundertfacht, die Zahl der Autobahnkilometer lediglich verfünffacht, und das Verkehrsaufkommen wird weiterhin wachsen. Was tun? Die aktuellen Arbeiten an Straßen und Brücken müssen so nachhaltig wie möglich erfolgen. Welche Straßenbeläge sind am widerstandsfähigsten, welche Brückenkonstruktion am besten? [W] wie Wissen zu Besuch bei der Leverkusener Rheinbrücke, die als Mahnmal für den schlechten Zustand der deutschen Infrastruktur gilt. Sie wurde Anfang der 1960er-Jahre gebaut und immer wieder notdürftig saniert. Jetzt droht der Zusammenbruch, kein Lkw darf die Brücke mehr befahren. Eine Sanierung ist nicht möglich. Eine neue Brücke muss gebaut werden, ohne den Verkehr lahmzulegen. 

Und wir sind auf der A 5 am Darmstädter Kreuz. Hier rollen täglich bis zu 150.000 Autos und Lkw, damit zählt die Strecke zu den am stärksten befahrenen in Deutschland. Die Fahrbahn ist in die Jahre gekommen, jetzt muss sie komplett saniert werden, das bedeutet fünf Kilometer Baustelle. Fakt ist: An Baustellen passieren etwa ein Viertel mehr Unfälle. In einer Studie haben die Wissenschaftler untersucht, was psychologisch abläuft, wenn man durch lange, enge Baustellen fährt. Wie hoch ist die Aufmerksamkeit? Wie hoch der Puls? Welche Baustellenlänge ist für die Verkehrsteilnehmer zumutbar? Und welche Fahrstreifenbreite muss sein, damit die Fahrteilnehmer sich noch sicher fühlen?

Außerdem besuchen wir Norddeutschlands größtes Straßenbauprojekt: In Hamburg sollen insgesamt 3,8 Kilometer A 7 nach und nach unter Beton verschwinden. Nein, das wird kein Tunnel, sondern ein Stück überdachte Autobahn. Eine mächtige Betonkapsel soll den Lärm und den Dreck schlucken, unter dem die angrenzenden Stadtteile Hamburgs jahrzehntelang gelitten haben.