[W] wie Wissen: Sendetermine

Ein Datum eines Kalenderblatts
Samstag ist [W] wie Wissen-Tag | Bild: imago stock&people

2. Juni: Volkskrankheit Arthrose – wenn die Gelenke streiken

Jede Bewegung tut weh, ob die Knie beim Treppensteigen, die Hüften beim Aufstehen oder die Finger beim Schreiben: Schätzungen zufolge sind in Deutschland gut fünf Millionen Menschen an Arthrose erkrankt. Je älter wir werden, desto stärker sind unsere Gelenke betroffen.

Arthrose ist aber nicht nur eine reine Alterserscheinung. Exzessiver Sport in jungen Jahren kann die Entwicklung der Krankheit im späteren Leben begünstigen. Starke Stoßbewegungen und Verletzungen tragen dazu bei. Ein Fachmediziner begibt sich mit einem betroffenen Sportler auf Spurensuche, was da in den Gelenken passiert.

Forscher sind lange davon ausgegangen, dass sich die Gelenke einfach abnutzen. Neue Erkenntnisse aber zeigen, dass es weniger um den Verschleiß im Sinne von Abnutzung geht, sondern viel mehr um den Abbau von Knorpel: Knorpelzellen hören auf, sich zu teilen und sterben ab. Professor Pap von der Uniklinik Münster betreibt Grundlagenforschung. Er jagt diese geheimnisvollen Knorpelzellen, um sie zu besser verstehen und sie wieder zum Wachsen zu bringen.

Doch was tun, wenn die Arthrose nicht mehr aufzuhalten ist?  Übergewicht und Bewegungsmangel verstärken die Beschwerden. Auch wenn es noch so widersprüchlich erscheint: Die richtige Bewegung ist das A und O und kann Schmerzen lindern. Ein Physiotherapeut und eine Arthrose-Patientin zeigen, was ein sinnvoller Weg sein kann.

Wenn gar nichts mehr geht, hadern viele Betroffene damit, sich ein künstliches Gelenk einsetzen zu lassen. Es ist einer der häufigsten OP-Eingriffe in Deutschland. Nach jahrelangen Schmerzen und eingeschränkter Mobilität scheint das aber eine sinnvolle Lösung zu sein. Leider verläuft der Eingriff aber nicht immer komplikationslos. So wie bei Wilhelm Krimm. Er ließ sich ein künstliches Kniegelenk einsetzen. Doch dies war erst der Beginn einer langwierigen Behandlung, die schließlich bei einem kompetenten Arzt doch noch ein gutes Ende nahm.