[W] wie Wissen: Sendetermine

Ein Datum eines Kalenderblatts
Samstag ist [W] wie Wissen-Tag

24. September: Gesundheit für alle – aber wie?

Obst und Gemüse statt Currywurst, viel Sport, nicht Rauchen und Trinken: Im Prinzip wissen wir ja, wie wir gesünder leben können. Viel zu wenige aber schaffen es, sich daran zu halten. Wie kann man mehr Menschen dazu bringen, gesund zu leben? Das ist das Aufgabengebiet von Public Health, früher Volksgesundheit genannt. Während sich der Staat früher auf Verbote gesetzliche Regelungen setzte, vertraut er heute mehr auf Aufklärung, Anreize und die Förderung der Prävention. [W] wie Wissen zeigt, was der Staat tun kann, darf und muss – und welche Maßnahmen am meisten Erfolg versprechen.

1. Oktober: Die Meere vor unserer Haustür

Warum in die Ferne schweifen, wenn Nord- und Ostsee so viel Spannendes zu bieten haben. Die Meere vor unserer Haustüre sind großes Naturparadies, aber auch ein wichtiges Rad im Uhrwerk der weltumspannenden Meeresströmungen. Wie genau die funktionieren, ist immer noch wenig erforscht. Ausgerechnet mit einem Luft-Schiff wollen Wissenschaftler den Geheimnissen der Wasserwirbel nun auf den Grund gehen. [W] wie Wissen ist mit an Bord und zeigt, wie Meeresströme das Klima beeinflussen und über die Verteilung von Nahrung in den Weltmeeren entscheiden. 

8. Oktober: : Fischt Fischers Fritz die falschen Fische?

Meeresbiologen schlagen Alarm – die Dorschbestände in der Ostsee gehen rapide zur Neige. Grund dafür: Die erlaubten Fangquoten liegen seit Jahren bis zu 80 Prozent über den von Wissenschaftlern empfohlenen Mengen, weil die Politik sonst die Existenz der Ostseefischerei gefährdet sieht. Doch wenn es keinen Dorsch mehr gibt, haben die Fischer auch keine Zukunft. Neue Fangnetze sollen helfen, die Dorschbestände zu schonen. [W] wie Wissen war bei den ersten Einsätzen mit an Bord.

15. Oktober: Zu Risiken und Nebenwirkungen…

"Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker." Jede Medikamentenwerbung endet mit diesen Worten. Doch wer tut das schon? Was in oft winziger Schrift in der Bleiwüste des Beipackzettels versteckt ist, geht ungelesen an den meisten Patienten vorbei – mitunter mit fatalen Folgen. Eine "seltene" Nebenwirkung der Antibabypille der dritten Generation zum Beispiel sind Thrombosen, plötzliche Venenverschlüsse aufgrund verklumpten Bluts. "Selten" bedeutet in diesem Fall: bei 1 von 1.000 Patientinnen jährlich. Bei Millionen von Frauen, die hormonell verhüten, kommen da einige Tausend – auch lebensbedrohliche – Fälle zusammen. Und die neueren Pillen der vierten Generation sind womöglich sogar noch riskanter.

Bekannte Nebenwirkungen sind kein Grund, ein Medikament nicht zuzulassen, so lange aus Sicht der Behörden der Nutzen die Risiken überwiegt. Doch was ist mit unbeabsichtigten Wirkungen, die erst später bekannt werden?

[W] wie Wissen verabreicht wohldosierte Fakten dazu.

29. Oktober: Was von uns übrig bleibt

Von den alten Ägyptern stehen heute noch die Pyramiden. Doch was wird man von uns in ein paar Jahrtausenden finden, welche Spuren hinterlassen Menschen der Neuzeit? Wir haben die Erde so stark geprägt und verändert, dass Wissenschaftler schon von einem neuen Zeitalter sprechen, dem „Menschen-Zeitalter“ oder „Anthropozän“. Es werden aber weniger unsere Knochen, Maschinen oder Bauwerke sein, die die Zeit überdauern. Plastik hat da viel bessere Chancen, auch Atom- oder anderer giftiger Müll. Auf was könnten Archäologen in ferner Zukunft sonst noch stoßen – außer auf unsere Abfälle?

5. November: Verrückte Natur – warum Artenschutz so kompliziert ist

Dass der Schlag eines Schmetterlingsflügels am anderen Ende der Welt einen Sturm auslösen kann, ist ein Klischee. Aber es enthält in seinem Kern eine wichtige Wahrheit: Die Zusammenhänge in der Natur sind sehr viel komplexer als sie auf den ersten Blick scheinen. So sind Lachse schuld daran, wenn Hirsche fast aussterben. Und auf fruchtbaren Böden gedeihen tatsächlich weniger Arten als auf eher kargem Grund. [W] wie Wissen geht den merkwürdigen Mechanismen der Natur auf den Grund.