[W] wie Wissen: Sendetermine

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30. September: Entspannt wohnen – auch in der Stadt?

Hunderttausende Wohnungen fehlen in den Ballungsräumen – die Mieten explodieren, viele Menschen müssen ins Umland ausweichen. Der Verkehr wächst enorm, im Stau stehen ist für viele längst Alltag. Hilft es, neuen Wohnraum in der Stadt zu schaffen? Viele Stadtplaner setzen auf Verdichtung: Baulücken auffüllen, Dachgeschosse ausbauen, Stockwerke draufsatteln. Mehr als 1,5 Millionen zusätzliche Wohnungen könnten so deutschlandweit geschaffen werden, sagen Wissenschaftler. Auch winzige Häuser könnten gegen die Wohnungsnot helfen. Aber verschlechtern sich nicht die Lebensqualität und das Klima in der Stadt, wenn zu viele Menschen dicht an dicht wohnen und die letzten freien Grünflächen auch noch zugebaut werden? Es gibt aber auch Stadtplaner, die vor allem auf neue, künstlich angelegte Grünflächen mitten in der Stadt setzen. Auch grüne Häuserfassaden könnten helfen, die Städte wieder lebenswert zu machen – und trotzdem für viele Menschen Wohnraum zu schaffen. Wie sieht die Stadt aus, in der wir in Zukunft leben wollen?

7. Oktober: Schonende Landwirtschaft – bessere Lebensmittel!

Die Landwirtschaft gerät an ihre Grenzen. Tiere leiden unter der Massentierhaltung, und auch für die Umwelt ist die konventionelle Art der Lebensmittelherstellung problematisch. Die Ernten sind häufig von chemischen Pflanzenschutzmitteln abhängig, aber Resistenzen von Insekten und Pflanzen nehmen dramatisch zu. An manchen Stellen führt das bereits zu Eintragseinbußen von 50 Prozent und mehr.

Alternativen gibt es längst, etwa die Bio-Landwirtschaft. Das Problem daran: Die Erträge der Biobauern sind meist geringer als die der konventionellen Landwirte. Und das Vertrauen der Verbraucher ist durch Lebensmittelskandale geschwächt. Könnte eine besonders ehrgeizige Variante, die sogenannte Permakultur, die ohne fossile Energie, Dünger oder Pestizide auskommt, ein Ausweg sein? Oder sind Lebensmittel aus der Region die Lösung? Einige Landwirte bieten sie bereits an und auch in Supermärkten findet man immer häufiger. Aber bekommt man so alle Menschen satt? Und bieten Kennzeichnungen wie etwa ein "Tierwohllabel" ein Ausweg aus dem Dilemma?

14. Oktober: Der Hund – bester Freund und echter Helfer

Kein Tier ist dem Menschen so nah, kann seine Gesten und Gesichtsausdrücke so gut verstehen wie der Hund. Der beste Freund des Menschen ist seit Jahrtausenden perfekt an den Menschen angepasst. Sein ganzes Verhalten ist darauf ausgerichtet, dem Menschen zu gefallen und Aufgaben für ihn zu übernehmen. Es gibt kein Tier mit so vielen Rassen: 350 verschiedene Hunderassen gibt es. Doch während früher jede Rasse eine Funktion hatte – etwa als Jagdhund, Hütehund oder Wachhund – sind die meisten Hunde heute meist ohne Aufgabe. Gezüchtet werden sie nach Äußerlichkeiten, und das führt teils zu bizarren Formen: Der niedliche Mops etwa kann oft kaum schnaufen, Erbkrankheiten setzen den Tieren besonders heftig zu.

Auf den ersten Blick weniger schlimm, aber auch ein großes Problem: die Einsamkeit.  Denn viele Hunde berufstätiger Herrchen verbringen viele Stunden am Tag allein im Haus oder in der Wohnung. Viele Hunde leiden an heftiger Trennungsangst, oft unbemerkt von ihren Besitzern erleben sie tagsüber ein Martyrium.

Hunden mit richtigen Aufgaben geht es da viel besser: Lawinenhunde etwa müssen Vermisste und Verschüttete im Gebirge suchen – tags und nachts. Sie müssen lernen, im Hubschrauber mitzufliegen und allein abgesetzt zu werden. Dafür trainieren sie mit ihren Hundeführern unermüdlich – und es geht ihnen dabei richtig gut. Andere Hunde werden speziell dafür ausgebildet, unter Schutz stehende, seltene Wildtiere aufzuspüren – im Dienste der Wissenschaft.

21. Oktober: Pilzalarm!

Pilzsammler haben es immer schwerer. Seit mehreren Jahren wird ein dramatischer Rückgang der Pilzbestände beobachtet. In vielen Ländern wird über Mengenbegrenzungen und Sammelverbote nachgedacht. Dabei sind die Sammler gar nicht das Problem, sondern falsch betriebene Forst- und Landwirtschaft. Zu wenig verschiedene Baumarten in den Wäldern, zu wenige abgestorbene tote Bäume, zu hohe Stickstoffkonzentration in der Luft – all das lässt die Pilze schwinden. Doch ohne Pilze – so fürchten Wissenschaftler – schwindet die Artenvielfalt dramatisch. Ohne Pilze gibt es keinen gesunden Wald. [W] wie Wissen geht der Frage nach, wie ist es um den Pilzbestand in unseren Wäldern bestellt ist. Woher kommt der Rückgang und was könnte getan werden, um die Bestände zu erhöhen?

28. Oktober: Stau! Was tun gegen den Verkehrsinfarkt?

Ein dringender Termin, ein wartendes Kind – und dann ein Stau! Da schießt der Stresslevel in die Höhe. Für manche Pendler ist das Alltag -  besonders ab 45 Minuten pro Strecke ist das Pendeln eine erhebliche gesundheitliche Belastung. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen – das sind nur einige Stressindikatoren. Wie steuert man hier am besten gegen?

Wir stehen vor einer tiefgreifenden Verkehrswende, die einen geschickten Umbau der städtischen Verkehrsinfrastruktur erfordert. Mehr öffentlicher Nahverkehr, mit Platz für Fahrräder, mehr E-Mobilität – [W] wie Wissen beleuchtet, wie ein Verkehrsinfarkt am besten verhindert und Schadstoffausstoß in den Städten reduziert werden kann.

Eine Möglichkeit, vielleicht nicht für jedermann: schwimmen! Der Münchener Benjamin David steigt in die Isar und schwimmt zu seinem Arbeitsplatz – so umgeht er den morgendlichen Stress. Und: Der tagtägliche Kampf um einen Parkplatz fällt weg!  Aber inzwischen gibt es hier Abhilfe. Streifen am Boden mit Sensoren melden leere Plätze, und über eine Sharing-App kann man sich vielleicht einen Parkplatz mit jemandem teilen.

Eine radikale Lösung bietet die Millionenstadt La Paz in Bolivien. Weg von der Straße, rauf in die Luft!  Mit dem weltweit größten städtischen Seilbahnnetz gelingt die abgas- und stressfreie Alternative zum Verkehrsinfarkt.  Ein Vorbild auch für Deutschland?