[W] wie Wissen: Sendetermine

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11. März: Zivilschutz – Sind wir gewappnet für den Ernstfall?

Langandauernder Stromausfall, Zusammenbruch der Infrastruktur – sind wir auf so einen Extremfall vorbereitet?  Die Bunderegierung hat im August des vergangenen Jahres ein neues Zivilschutzkonzept beschlossen.  In Zeiten von Cyberattacken und Terrordrohungen bekommt der Zivilschutz einen ganz neuen Stellenwert.  Unter anderem wird die Bevölkerung angehalten, Wasser-und Lebensmittelvorräte anzulegen. Seit dem Fall der Mauer wurden solche Maßnahmen zur Kriegs- und die Krisenbewältigung vernachlässigt, jetzt sind sie wieder hochaktuell.

Und es gibt auch immer mehr Menschen, die sich mit Proviant und Selbstverteidigungskursen auf den Ernstfall vorbereiten. Städte installieren neue Sirenen, Firmen  und Forscher versuchen, mögliche Angriffe auf das Stromnetz zu verhindern. [W] wie Wissen untersucht:  Was könnte ein Cyberangriff für Folgen haben, und wie gut sind wir vorbereitet?

25. März: Allergien – wenn der Körper rebelliert

Die Nase läuft, die Augen jucken: Im Frühjahr beginnt die Heuschnupfensaison. Aber auch nur in einen Apfel zu beißen oder Schokolade zu essen, Modeschmuck zu tragen oder die Betten aufzuschütteln ist für viele Menschen ein Problem geworden. 20 bis 30 Millionen Deutsche leiden unter einer Allergie. Und es werden immer mehr.
[W] wie Wissen fragt nach, woran das liegen könnte.

Allergiker, die von Heuschnupfen betroffen sind, verlassen sich auf den Pollenfrühwarndienst. Aber wie arbeitet der überhaupt? [W] wie Wissen nimmt Pollensammelstellen unter die Lupe und fragt nach, wie der Pollenfrühwarndienst verbessert werden kann.

Waren die Empfehlungen zur Prävention von Allergien bisher falsch? Jahrzehntelang glaubten Experten, dass Kinder im ersten Lebensjahr bestimmte Lebensmittel wie Eier, Kuhmilch oder Erdnüsse nicht essen dürften, um Allergien zu vermeiden. [W] wie Wissen berichtet von neuen Studien, die zeigen, dass womöglich das Gegenteil hilft: gezielter Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen, um Allergien gar nicht erst entstehen zu lassen.    

1. April: Alle Lüge!

Wir lügen alle – und meist mehrmals am Tag.  Wir lügen meist aus verständlichen Gründen: aus Höflichkeit, aus Unsicherheit, aus Scham, aus Angst, zum Schutz der eigenen Person.  Und dennoch halten sich die meisten Menschen für ehrlich.  Wie passt das zusammen?  Und ab wann wird das Lügen pathologisch?

Besonders bei narzisstischen Persönlichkeiten ist das krankhafte Lügen weit verbreitet.  Menschen, die ihr ganzes Leben auf Lügengespinste aufbauen, hat es schon immer gegeben.  Ein besonders dreistes Beispiel ist der böhmische Trickbetrüger Victor Lustig. Er verkaufte im Jahre 1925 den Eiffelturm – an Schrotthändler.

Wenn wir lügen, führt das zu unwillkürlichen Reaktionen unseres Körpers wie Veränderungen des Herzschlags, der Atmung und der Leitfähigkeit der Haut, und die kann ein Lügendetektor aufzeigen. Aber wie zuverlässig sind diese Geräte? Und warum wird der Polygraph in Deutschland vor Gericht nicht als Beweismittel zugelassen?

Wer sich mit Lügen beschäftigt, der kommt an diesem Phänomen nicht vorbei: "Fake News" – gefälschte Nachrichten. Seit zwei Jahren ist die Zahl unwahrer Behauptungen in den sozialen Medien förmlich explodiert. Wir porträtieren eine Gruppe engagierter Internetblogger, die sich der Aufdeckung von Fake News-Fällen widmet, und zeigen, wie man mit einfachen Mitteln selbst überprüfen kann, ob eine Meldung echt oder erstunken und erlogen ist.

Auch Pflanzen und Tiere führen anderes hinters Licht, sie schummeln und tricksen sich zu fetter Beute oder mehr Erfolg bei der Partnerwahl. Sie schmücken sich mit fremden Federn und täuschen durch ihr Aussehen oder Verhalten.  Ein Blick auf die ausgefeiltesten Strategien in der Natur.  

8. April: Winzige Untermieter –  wie gefährlich sind Parasiten?                 

Sie leben auf uns – und in uns: Parasiten. Läuse, Zecken, Würmer oder Einzeller. Die Bettwanze zum Beispiel ist seit Jahrtausenden unser "treuer" Begleiter, der gerade ein Comeback erlebt. Etwa 50 Arten von Parasiten können den Menschen befallen, ein regelrechtes Gruselkabinett. Parasiten haben einen denkbar schlechten Ruf.

Seit Jahren wird diskutiert, wie gefährlich Toxoplasmose ist. Schwangere werden in Deutschland getestet, denn eine Neuinfektion der Mutter gefährdet das ungeborene Kind. Der Parasit wird von der Maus über die Katze auf den Mensch übertragen, schien aber bisher wenig bedrohlich. Neueste wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigen, dass der sichelförmige Erreger in weiße Blutkörperchen eindringt und so den Weg ins Gehirn schafft – und dass das durchaus Folgen für die psychische Gesundheit haben kann.

Aber Parasiten können durchaus auch eine positive Wirkung haben. Der Blutegel zum Beispiel – er bezahlt sozusagen für seine Blutmahlzeit. In seinem Speichel gibt er einen komplexen Cocktail aus verschiedenen Substanzen weiter, und die können die Symptome von Rheuma und Arthrose lindern. Deshalb werden medizinische Blutegel auch inzwischen in der Therapie eingesetzt. 

Wir sind besiedelt – von ganzen Bakterienkolonien. Und die haben einen Einfluss auf unsere Gesundheit.  Wie sehr zeigen Untersuchungen an Zwillingspaaren. Meist erkrankt nur ein Zwilling an Mulipler Sklerose – woran kann das liegen? Wenn die genetischen Faktoren nicht entscheidend sind, dann ist es vielleicht die Bakterienbesiedlung im Darm?