Was ist Audiodeskription?

Was ist Audiodeskription?

Unter Audiodeskription versteht man einen vor allem für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelten Service, bei dem das, was im Film im Bild zu sehen ist, von einem Sprecher oder einer Sprecherin beschrieben wird. Das sind Informationen zur Handlung, zum Aussehen der Personen, zu deren Körpersprache und Gesichtsausdrücken sowie über Kostüme und Schauplätze. Alles muss knapp und klar formuliert sein und in die Pausen zwischen den Dialogen des Films passen.

Als Ergebnis entsteht ein neues Ganzes, das aus der Tonspur des Films und den in die Dialogpausen gemischten Beschreibungen besteht. Nur durch Hören lässt sich der Film jetzt verstehen, er ist zum Hörfilm geworden. Sinnvoll übrigens auch für Sehende, die gerade keinen Zugang zum Bild haben, weil der Fernseher zum Beispiel bei der Hausarbeit im Nebenzimmer oder bei der Urlaubsreise auf der Rückbank des Autos läuft.

Audiodeskription ist auch im Theater, in der Oper, im Museum und beim Sport möglich, man spricht dann von Hörtheater, Höroper oder Hörmuseum.

Wie kann ich Audiodeskription einschalten?

Hörfilme werden in der ARD nur digital ausgestrahlt. Benötigt wird daher ein digitaler Receiver für Kabel- oder Satellitenempfang bzw. ein Fernseher mit eingebautem DVB-C oder DVB-S-Decoder. Der Empfang von Hörfilmen über DVB-T ist regional unterschiedlich und nicht in jedem Fall möglich.

Nachdem der Receiver auf das gewünschte Programm eingestellt wurde, wird durch Drücken der Taste "Audio", "Sound", "Optionen" oder ähnliches die zweite Tonoption angezeigt und kann dann ausgewählt werden. Filmton und Hörfilmfassung werden - soweit eine entsprechende Fassung vorliegt – in Stereo oder Dolby Surround ausgestrahlt.

Wegen des Empfangs von Hörfilmen im analogen Kabel wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Kabelgesellschaft. Für die Aufnahme von Hörfilmen mit einem Video- oder DVD-Recorder muss der gewünschte Ton vor der Aufnahme am Receiver eingestellt werden.