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USA: Schießereien in El Paso und Dayton

PlayEin junger Mann redet mit einem Polizisten.
USA: Schießereien in El Paso und Dayton | Bild: picture alliance / AA / Jonathan Yturales

Die Schüsse fallen im Oregon Disctrict, einem Ausgehviertel in Dayton, Ohio. Der Tatort: das Zentrum von Dayton nahe einer Bar. Auf dem Boden: Tote. Das Ausgehviertel ist beliebt, gerade an einem Samstagabend. Die Bars und Clubs sind auch gestern voll. Plötzlich Schüsse, Panik und der Impuls "Alle raus hier!"

Stunden nach der Tat wird klar: es hätten noch deutlich mehr Opfer werden können. Der Täter hatte offenbar ein Schnellfeuergewehr mit vielen zusätzlichen Magazinen. Der Angriff dauerte nach Angaben der Bürgermeisterin nicht mal eine Minute: "Der Schütze konnte in weniger als einer Minute neun Menschen töten und 26 verletzen. Wir hatten Tausende von Menschen dort, die ihren Abend genossen haben. Und wenn wir die Polizei im Oregon District nicht gehabt hätten, was hätte das werden können, in der Stadt..."

Inzwischen wird die Zahl der Verletzen mit 27 angegeben. Zur Identität des Täters wollen die Behörden von Dayton noch keine Angaben machen.

Nicht mal 24 Stunden zuvor an der Grenze zu Mexiko: Ein Einkaufszentrum in El Paso, Texas, ein bewaffneter Mann schießt um sich. Sicherheitskräfte räumen das Zentrum. Sie bringen die Menschen geordnet ins Freie, versuchen eine Panik zu vermeiden. Auch auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums fallen Schüssen. Kurze Zeit später lässt der Täter sich festnehmen: Er hat 20 Menschen erschossen, 26 verletzt. Nach Polizeiangaben ist er 21 Jahre alt und stammt aus einem Vorort von Dallas in Texas., gut 1000 Kilometer entfernt. Die Tat: offenbar rassistisch motiviert.

Der Gouverneur von Texas kündigt eine harte Strafverfolgung an, wegen Mordes, aber auch wegen eines Hassverbrechens: "Ich möchte den Beweisen nicht vorausgreifen, aber wir müssen sehr, sehr klar sein, dass ein solches Verhalten, solche Gedanken, solche Handlungen, solche Verbrechen nicht das sind, was Texas ist und was hier nicht akzeptiert wird."

Unterdessen ist in El Paso eine Welle der Hilfsbereitschaft angelaufen: Anwohner versorgen die Angehörigen, die in einer improvisierten Notfallzentrale betreut werden. Nach offiziellen Angaben galt El Paso bisher als eine der sichersten Städte der USA. Daran festzuhalten wird schwierig werden, ebenso wie in Dayton. In beiden Städten sind innerhalb von 24 Stunden insgesamt 30 Menschen erschossen worden.

Autorin: Annouk Schollähn

Stand: 05.08.2019 12:41 Uhr

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Bayerischer Rundfunk
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