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Welt in Zahlen – Das alte Ägypten

Anteil an Schlammerde am Ufer des Nils
Anteil an Schlammerde am Ufer des Nils | Bild: BR/Murmann

Etwa 3.000 Jahre lang hieß Ägypten „Kemet“ - das „schwarze Land“ - nach der fruchtbaren schwarzen Schlammerde am Ufer des Nils. Dieser Streifen macht rund vier Prozent aus, der Rest ist Wüste.

In Ägypten herrschten 31 pharaonische Dynastien. Es war der erste große zentral regierte Staat mit vielen Verwaltungsaufgaben: Etwa 1.600 Ämter und Rangtitel sind überliefert.

Die Hauptverkehrsader war der Nil. Die 885 Kilometer lange Reise vom südlichen Theben nach Norden bis Memphis dauerte etwa zwei Wochen, wenn der Nil viel Wasser führte. In der Trockenzeit war die Strömung niedriger und man brauchte zwei Monate für die gleiche Strecke.

Über 110 Pyramiden kennen wir heute. Wie viele noch im Wüstensand begraben liegen, weiß niemand. Die Cheops-Pyramide bei Gizeh war einst fast 150 Meter hoch, hat eine Grundfläche von 230 mal 230 Metern und wiegt fast 7 Millionen Tonnen. Sie ist – bezüglich des umbauten Raumes – das größte von Menschenhand errichtete Gebäude.

Ein Schreiber musste sich fast 800 Hieroglyphen merken. Wir dagegen haben nur 26 Buchstaben. Fast 3.500 Jahre lang nutzten die Ägypter die Hieroglyphenschrift, dann geriet sie in Vergessenheit.

Bericht: Christiane Streckfuß
Animation: Tom Murmann

Stand: 04.08.2015 15:19 Uhr

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