SENDETERMIN Mo, 05.12.11 | 22:45 Uhr

Sendung vom 05.12.2011

Die Gäste der Sendung am Montag, 05. Dezember 2011

Minimalistische Pointen sind seine Stärke. Andreas Rebers spricht, singt, spielt Akkordeon und Klavier, auf keinen Fall Gitarre. Sprachlich präzise und geschliffen, hochmusikalisch, facettenreich und mit großer Freude an politischer Unkorrektheit entzieht er sich "hakenschlagend allen Kategorien". Frank Lüdecke ist ein "Querdenker, der klug und garstig zugleich Verbindungen herstellt, wo kaum einer sie zu vermuten wagt" – so das Urteil der Jury des Deutschen Kleinkunstpreises 2011.

Marc-Uwe Kling hat zweimal hintereinander die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften gewonnen, obwohl er keine Facebook-Freunde hatte. Er hat ein Soloprogramm gemacht namens "Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen" und wurde dafür mit Kabarettpreisen beworfen. Seine Spezialität: Spektakuläre Enthüllungen! Skandale! Intrigen! Irgendwas Abgefahrenes mit Religion!

Sebastian Pufpaff: "Ich habe die seriöse Schiene ausprobiert, doch der Nachname war stärker und hat mich ziemlich schnell in die Welt des Humors entführt, wo ich endlich ernst genommen werde." Sein Programm ist kein Programm, es ist eine Sichtweise, eine Meinung. Wer verstehen will, dem bleibt manchmal nur die Frage als Antwort, auf all die Fragen dieser Welt.

Dietmar Wischmeyer ist ein außergewöhnlicher Humorist, der nichts wirklich ernst zu nehmen scheint, doch an Tiefsinn und Hintergründigkeit nicht zu überbieten ist. Ans Herz legen möchte der studierte Philosoph "dem geneigten Überflieger dieser Zeilen neben allen Büchern natürlich die wie immer unerreichte Niveaulosigkeit der vorletzten Arschkrampen-Edition 'Satanziege', die trotz ihrer Nachfolger nichts an Geschmacklosigkeit eingebüßt hat."

Andreas Rebers

Andreas Rebers
Andreas Rebers | Bild: Bild: dpa

Minimalistische Pointen sind seine Stärke. Andreas Rebers spricht, singt, spielt Akkordeon und Klavier, auf keinen Fall Gitarre.

Andreas Rebers wächst im niedersächsischen Weserbergland auf, wo er mit der Stimmungskapelle "Los Promillos" auf Schützen-, Feuerwehr- und Vereinsfesten sein erstes musikalisches Betätigungsfeld findet. Während seines späteren Studiums an der Universität Hannover ergeben sich erste Kontakte zur freien Theaterszene und zum Kabarett. Von 1984 bis 1988 studiert er bei Thomas Aßmus Akkordeon. 1989 wird er Musikalischer Leiter des Schauspiels am Staatstheater Braunschweig und arbeitet als Komponist für Bühnen- und Schauspielmusiken. Ab 1991 betätigt sich Andreas Rebers auch als freischaffender Autor und Kabarettist – sein erstes Soloprogramm "Realitätsverluste" stellt er im gleichen Jahr vor. In regelmäßigem Abstand entstehen weitere Soloprograme, so zum Beispiel "Musik und gute Laune" und "Schluss mit lustig". Sein Markenzeichen ist ein Akkordeon, das er Strapsmaus betitelt. 1997 wechselt Andreas Rebers vom Braunschweiger Schauspielhaus an die Münchner Lach- und Schießgesellschaft und wird Ensemblemitglied. Unter seiner Federführung entstehen die beiden Programme "Die Polka-Krise" und "Das vertanzt sich". 1998 verlässt Andreas die Münchner Lach und Schießgesellschaft. Eine Kabaretttriologie über das "Ich", "Überich" und "Untermir" entsteht. 2003 gewinnt er den Publikumspreis des Prix Pantheon.

Im Laufe der Zeit erhält er für die nachfolgenden Soloprogramme die höchsten Auszeichnungen, die im deutschsprachigen Kabarett vergeben werden – den Salzburger Stier (2006), den Deutschen Kleinkunstpreis (2007) und den Deutschen Kabarettpreis (2008). Sprachlich präzise und geschliffen, hochmusikalisch, facettenreich und mit großer Freude an politischer Unkorrektheit entzieht er sich "hakenschlagend allen Kategorien". Neben zahlreichen Fernsehauftritten ist Andreas Rebers regelmäßig im Satire Gipfel zu Gast. Sein aktuelles Programm trägt den Titel "Ich regel das".

Frank Lüdecke

Frank Lüdecke
Frank Lüdecke | Bild: dpa

Frank Lüdecke ist zweifellos einer der profiliertesten Polit-Kabarettisten. Er hat an der Freien Universität Berlin Germanistik und Geschichte studiert und seine Magisterarbeit über Kurt Tucholsky geschrieben. 'Er ist ein Querdenker, der klug und garstig zugleich Verbindungen herstellt, wo kaum einer sie zu vermuten wagt.' – so das Urteil der Jury des Deutschen Kleinkunstpreises 2011.

Zur Abiturfeier (1979) gründet er das Amateurkabarett "Phrasenmäher", das es auf insgesamt 5 Kabarett-Programme bringt. Zusätzlich wird Frank Lüdecke ab 1992 einer der Hauptautoren und Mitspieler von Dieter Hallervordens "Spottlight". Lange als Geheimtipp gehandelt, kommt der Durchbruch für die Phrasenmäher 1994. Das Programm "Bilder einer Einstellung" wird in der ARD ausgestrahlt und die Phrasenmäher erhalten sowohl den Deutschen Kleinkunstpreis als auch den AZ-Stern des Jahres für "das gewichtigste Programm der Kabarett-Saison". 1995 zieht Frank Lüdecke an den Niederrhein, wechselt zum Düsseldorfer Kom(m)ödchen und wird dort Autor und Mitspieler des satirischen Theaterstücks "Faire Verlierer".

Seine Solokarriere startet er 1999 mit dem Programm "Verteidigung der Sittsamkeit", für das er den Kabarettpreis Salzburger Stier erhält. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wird Frank Lüdecke durch die 12-teilige satirische Serie "Zebralla" (2000/2001), die er für die ARD verfasst und in der er neben Dieter Hallervorden die Hauptrolle spielt. Die Bühnenfassung, die Anfang 2010 am Berliner Schlossparktheater Premiere hatte, hat er ebenfalls geschrieben. Weitere Soloprogramme (Nullblicker, Bilanz, Elite für alle) und ein Kabarettstück für das Düsseldorfer Kom(m)ödchen (Kopfüber) entstehen. 2005 schreibt und inszeniert Frank Lüdecke für die Distel in Berlin das Kabarett-Stück "Zwischen den Polen" und wird im darauffolgenden Jahr deren neuer Künstlerischer Leiter. Um sich wieder verstärkt den eigenen Bühnenauftritten widmen zu können, kündigt er 2009 die Zusammenarbeit mit der Distel auf.

Seit 2004 ist Frank Lüdecke Stammgast in der ARD-Sendung Scheibenwischer und auch im Nachfolgeformat Satire Gipfel ist er regelmäßig zu Gast. Nach seinem überaus erfolgreichen Programm "Verwilderung" ist Frank Lüdecke 2011 mit seinem neuen Programm "Die Kunst des Nehmens" auf Tour.

Aktuelle Auszeichnungen: Zeck Internetkabarettpreis 2009 (Hauptpreis), Deutscher Kabarettpreis 2009, "Bayerischer Kabarettpreis 2010" (Hauptpreis), Deutscher Kleinkunstpreis 2011.

Marc-Uwe Kling

Marc-Uwe Kling
Marc-Uwe Kling | Bild: www.marcuwekling.de

Marc-Uwe Kling wurde geboren als Kind der Umstände. Er studierte an der Großen Akadmie von Lagado, wie man ein Haus vom Dach her nach unten baut. Er durchreiste das Riesenreich der Mittel, ohne zum Punkt zu kommen. Er hat zweimal hintereinander die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften gewonnen, obwohl er keine Facebook Freunde hatte. Er hat ein Soloprogramm gemacht namens "Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen" und wurde dafür mit Kabarettpreisen beworfen. Das gab Beulen. Er hat über seinen Mitbewohner, ein kommunistisches Känguru, ein kapitalismuskritisches Buch geschrieben, welches sich total gut verkauft hat. Außerdem macht er mit seiner Band "Die Gesellschaft" Reformhauspunk und am Ende muss wieder der Steuerzahler für alles aufkommen. Hey. Ho. Let’s go.

Auszeichnungen
2006
• Bielefelder Kabarettpreis
• Grazer Kleinkunstvogel
• Gewinner der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften (Einzel)
• Münchner Kabarett Kaktus
2007
• Rostocker Kabarettpreis Goldener Koggenzieher
• Rottweiler Kabarettpreis
• Silberner Stuttgarter Besen
• Gewinner der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften (Einzel)
• Fohlen von Niedersachsen
2010
• Förderpreis Mindener Stichling
• Deutscher Radiopreis in der Kategorie Beste Comedy für Neues vom Känguru (gemeinsam mit dem Produzententeam von Radio Fritz)
2011
• Bayerischer Kabarettpreis Senkrechtstarter-Preis

Sebastian Pufpaff

Sebastian Pufpaff
Sebastian Pufpaff | Bild: Agentur zweiR

"Ich habe die seriöse Schiene ausprobiert, doch der Nachname war stärker und hat mich ziemlich schnell in die Welt des Humors entführt, wo ich endlich ernst genommen werde."
Sebastian Pufpaff

Das Publikum gab ihm den Prix Pantheon 2010 und seitdem die anderen Kollegen nicht mehr können, reißt sich sogar das Fernsehen um ihn. Sein Programm ist kein Programm, es ist eine Sichtweise, eine Meinung. Wer verstehen will, dem bleibt manchmal nur die Frage als Antwort, auf all die Fragen dieser Welt.

Sebastian Pufpaff wurde am 15. September 1976 in Troisdorf geboren. Er ist Kabarettist, Moderator und Entertainer. Nach eigenen Angaben brachte ihn sein Nachname zur Comedy. Um sich nicht verspotten zu lassen, ging er in die Offensive, absolvierte einen Comedy-Workshop und gründete 2003 mit Henry Schumann und dem Pianisten Martin Zingsheim das Kabarett-Trio "Das Bundeskabarett", das sich in seinem aktuellen Tourprogramm "Ein schwerer Fall" mit Deutschland, seiner Wiedervereinigung und dem ewigen Konflikt zwischen Ossis und Wessis beschäftigt.

Als Solokünstler konnte er sich bereits mit Auftritten in den Sendungen Mitternachtsspitzen, Fun(k)haus und Nightwash sowie beim Satire Gipfel den Fernsehzuschauern präsentieren.

Seine erste Auszeichnung als Solokabarettist erhielt er 2010 im Rahmen des deutschen Kabarett-Wettbewerbs Prix Pantheon, bei dem er "mit einem scharfzüngigen, hintersinnigen und politisch herrlich unkorrektem Auftritt" die Zuschauer so begeisterte, so dass sie ihn mit dem Publikumspreis Beklatscht & Ausgebuht beehrten. Seit Januar 2011 ist er mit seinem ersten Soloprogramm "Warum!" in Deutschland auf Tour unterwegs.

Im Springmaus Improvisations-Theater in Bonn war er schauspielerisch von 2005 bis 2009 im Springmaus Party-Ensemble tätig und stand Bill Mockridge zusätzlich als Regie-Assistent zur Seite.

Dietmar Wischmeyer

Dietmar Wischmeyer
Dietmar Wischmeyer | Bild: dpa

Dietmar Wischmeyer (* 5. März 1957 in Melle-Oberholsten am Wiehengebirge) ist ein deutscher Autor, Kolumnist und Satiriker.

Nach dem Besuch des mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums in der Kreisstadt Osnabrück und seinem Wehrdienst bei der Luftwaffe begann Wischmeyer im Jahr 1976 das Studium der Philosophie und Literatur-wissenschaften an der Universität Bielefeld (NRW). Das Studium mit den Studienschwerpunkten Philosophie der Wissenschaften, Erkenntnistheorie und Literatur der klassischen Moderne schloss er im Jahr 1984 mit einer Examensarbeit über die historischen Beziehungen zwischen Literatur und Wissenschaft ab. Nach dem Studium folgten zunächst Tätigkeiten für verschiedene Verlage (u. a. acht Bücher über deutsche Familiennamen) sowie Lehrvertretungen an der Universität Bielefeld.

Ab März 1988 arbeitete Wischmeyer als freier Mitarbeiter für den im Jahr zuvor gegründeten privaten Radiosender Radio ffn in Hannover-Isernhagen. Erste Arbeit war die Comedyserie Der kleine Tierfreund. Im Juli 1988 entwickelte Wischmeyer zusammen mit Andreas Liebold, Asso Richter und Sabine Bulthaup das Gesamt-konzept Comedy des Senders.

Im November desselben Jahres startete die wöchentliche dreistündige Sendung Das Frühstyxradio, für die Wischmeyer einen Großteil der Beiträge lieferte. In seiner Zeit bei Radio ffn entwickelte Wischmeyer – allein und mit Co-Autoren – viele der Comedy-Formate des Senders, darunter: Günther der Treckerfahrer, Willi Deutschmann, Frieda und Anneliese, Die Arschkrampen, Die drei Musketiere, Fahrgemeinschaft, Kassowarth von Sondermühlen, Mike, Schlitzi und Wischmeyers Logbuch. Wichtige Co-Autoren und Sprecher der Serien waren Andreas Liebold, Klaus-Dieter Richter, Sabine Bulthaup, Oliver Kalkofe und Oliver Welke.

Zwischen 1990 und 1996 war Wischmeyer festangestellter Leiter der "Comedy-Abteilung" von Radio ffn; es folgten in den Jahren 1992 und 1993 regelmäßige Fernsehauftritte in der Fernsehsendung Up’n Swutsch (Radio Bremen) sowie Bühnenproduktionen (u. a. Das Grauen).

Verschiedene Formate Wischmeyers wurden auch von anderen privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten übernommen. Zudem ging Wischmeyer, allein oder mit dem Comedy-Ensemble des "Frühstyxradio“, mehrfach auf Tourneen und Lesereisen – anfangs im nordwestdeutschen Raum, später auch bundesweit. Mit steigender Popularität der Radiobeiträge erfolgte die Veröffentlichung von Büchern und Tonträgern. 2003 hatte das Theaterstück Frieda sei mit euch Premiere.

Mit seinen Deutschbuch-Radiokolumnen, in denen er die Absurditäten des Alltags satirisch aufs Korn nimmt und ein überspitzt misanthropisches Menschenbild vertritt, ist Wischmeyer regelmäßig im Programm des rbb-Senders Radio Eins zu hören.

Neben seiner Solokarriere ist Wischmeyer als Gagschreiber für Comedians wie Hans Werner Olm tätig und arbeitet seit 1989 mit dem Zeichner Wolf-Rüdiger Marunde zusammen.

Dietmar Wischmeyer lebt im niedersächsischen Wiedenbrügge (Samtgemeinde Sachsenhagen).

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