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Kühn hat zu tun

Hauptkommissar und Familienvater Martin Kühn wird von Alltag, Familie und Beruf gleichzeitig gefordert. | Bild: WDR / Bernd Schuller

Hauptkommissar und Familienvater Martin Kühn wird von Alltag, Familie und Beruf gleichzeitig gefordert.

Martin Kühn – 44 Jahre alt, verheiratet mit Susanne – hat zwei Kinder, ein Häuschen in einer Neubausiedlung auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik und in der Tat viel zu tun. Nicht genug, dass Nachbarstochter Emily Brenningmeyer offenbar am helllichten Tag entführt wurde ...

... es kommt auch noch ein Mordfall hinzu: Gleich hinter dem Garten der Kühns ist die übel zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden worden – das Opfer eines Serienmörders? Rolf Rohrschmidt ist derjenige unter Kühns Nachbarn, der besonders aufgebracht auf die Giftfunde im Erdreich unter der Siedlung reagiert. Was sein Alibi angeht, hat er geflunkert. Was er wirklich gemacht hat, will er vor seiner Frau Eva lieber nicht verraten.

Martin Kühn nimmt mit seinen Kollegen Thomas Steierer, Bernd Pollack und Ulrike Leininger die Ermittlungen auf, und das im direkten Umfeld der eigenen vier Wände. Martina Brunner lebt ebenfalls in Kühns Nachbarschaft und verdient ihr Geld mit erotischen Live-Chats. Kühn wusste davon bislang nichts.

Dirk Neubauer ist der Nachbar, von dem Kühn gerne mal das Auto ausleiht, solange sein eigenes in Reparatur ist. Der 1er-Jurist hat seine Karriere sausen lassen, um als Anlageberater und Mentaltrainer zu arbeiten.

Während der Ermittlungen wird rasch deutlich, dass der schnittige neue Oberstaatsanwalt Dr. Hans Globke mit Kühns Ermittlungsmethoden wenig bis nichts anfangen kann.

Emilys Eltern Markus und Anneliese erhalten derweil eine Lösegeldforderung – doch kann man die ernst nehmen? Und wäre es nicht möglich, dass Emilys Entführer auch der Mörder des Mannes ist?

Anneliese und Markus Brenningmeyer sind mit den Nerven am Ende, und natürlich überfordert sie die Lösegeldforderung des Entführers. Auch Martin Kühn bekommt den Zorn der verzweifelten Eltern zu spüren.

Für die Ermittlungsarbeit nur bedingt hilfreich ist der Umstand, dass Kühn seit einiger Zeit von rätselhaften Bildern aus der Vergangenheit heimgesucht und von seinem auch nicht immer einfachen Familienleben abgelenkt wird.

Kühns Frau Susanne hat mehr als genug damit zu tun, sich um die Kinder zu kümmern, den Haushalt zusammenzuhalten ...

... und ihrem gestressten Mann so gut es geht den Rücken frei zu halten.

Kosmas Kolidis ist der Gemüsehändler in Kühns Nachbarschaft: ein älterer Mann, der vor kurzem seine Frau verloren hat. Der Laden ist alles, was ihm geblieben ist. Das aber hindert seinen Vermieter nicht, ihm zu kündigen.

Besonders schwer zu schaffen macht Kühn, dass ihm sein pubertierender Sohn Niko zusehends entgleitet und plötzlich mit ultrarechten Sprüchen aufwartet. Verantwortlich dafür ist Nikos fremdenfeindlicher Fußballtrainer Leitz, der Kühn bei einem Aufmarsch vor Kolidis’ verrammelten Laden so sehr provoziert ...

... dass dieser sich zu einer (leider auf Video dokumentierten) Kopfnuss hinreißen lässt – ein weiterer Anlass für den neuen Staatsanwalt Dr. Hans Globke, dem aus einfachen Verhältnissen stammenden Polizisten seine Verachtung spüren zu lassen.

Dass sich Tochter Alina zum Geburtstag nichts sehnlicher wünscht als ein Pony, ist angesichts der finanziellen Lage der Kühns auch nicht ganz unproblematisch, zumal sich der Wert des noch nicht abbezahlten eigenen Hauses im freien Fall befindet: Das Erdreich unter der Neubausiedlung erweist sich dank der Hinterlassenschaften der alten Waffenfabrik als schwer kontaminiert ...