Statement von Maria Simon

»Kinder sollten lernen, wie sie ihr Überleben sichern können.«

Lenksi
Auch die Spannungen unter der Lehrerschaft bleiben nicht verborgen. | Bild: rbb / Oliver Feist

Frau Simon, Sie selbst sind Mutter von schulpflichtigen Kindern. Wie erleben Sie das Thema Leistungsdruck in der Schule?

Schule heute, das ist ein riesiges Thema. Wie soll die Zukunft unserer Kinder aussehen? Ist es besser, wenn sie durch die Schule dazu erzogen werden, auch Aufgaben zu erfüllen, die ihnen sinnlos erscheinen, weil das Leben nun einmal so ist? Oder arbeiten wir als Eltern für eine Zukunft, in der sich jeder Mensch entfalten kann und seine Aufgabe findet, indem er in der Schule dazu inspiriert wird, sich selbst und die Welt kennenzulernen und mit Herausforderungen umzugehen?

Wir leben in einer Zeit, in der die Ressourcen zur Neige gehen, Menschen sich wie ferngesteuert durchs Leben bewegen, den Kontakt zu ihrer natürlichen Umwelt und oft zu sich selbst verloren haben. Kinder sollten lernen, wie sie in dieser Welt ihr Überleben sichern können. Sie sollten lernen, was es heißt, sich gesund zu ernähren und gesund zu bleiben. Da hat man als Lehrer viel Stoff! Die Kinder sollten Bäume pflanzen und Samen säen, sie sollten Kung Fu machen und Fußball spielen und tanzen und singen und viel lesen über Kräuter und Pflanzen. Sie sollten erforschen, was es bedeutet, wenn in 20 Jahren das Wasser knapp wird und das Öl. Sie sollten verschiedene Theorien entwickeln und diskutieren anstatt Frösche zu sezieren und tausende chemische Formeln auswendig zu lernen.

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