Fragen an Daniel Sträßer

Hauptkommissar Adam Schürk (Daniel Sträßer)
Liegt die Schuld bei dem herrischen Familienpatriarchen, der die Ansichten über das Recht des Stärkeren immer noch offen postuliert? Ist es der Neid zwischen den Brüdern, der den Konflikt befeuert hat? Hauptkommissar Adam Schürk ermittelt in eine andere Richtung. | Bild: SR / Manuela Meyer

Fragen an Daniel Sträßer

Was hat Sie gereizt, saarländischer „Tatort“-Kommissar zu werden und was bedeutet Ihnen das ganz persönlich?

Als Schauspieler „Tatort“-Kommissar zu werden, ist etwas Großes, etwas ganz Besonderes. Dass ich als gebürtiger Saarbrücker nun in meiner Heimatstadt ermitteln darf, ist dann noch die Kirsche auf der Sahnehaube! Das Heimkommen macht mich glücklich und erfüllt mich mit Stolz. Das Land und die Leute, all das ist vertraut aus vergangenen Tagen und das kann ich nun, zurückkehrend, mit einem frischen Blick neu erleben.

Wie würden Sie Ihre Rolle im neuen SR-„Tatort“ beschreiben? Was sind Sie im Krimi für ein Typ?

Adam ist früh vom Leben gezeichnet, von denjenigen, die für ihn sorgen, ihn hätten schützen sollen, im Stich gelassen und buchstäblich mit Füßen getreten worden. Das hinterlässt dicke Flecken auf seiner Seele und eine gewisse Kälte in seinen Augen. Aber Adam ist auch jemand, der nicht eingeknickt ist, jemand der sein Schicksal selbst in die Hand genommen und sich Stück für Stück wieder aufgebaut hat. Adam hat eine enorme Kraft und Zähigkeit, einen unbedingten Überlebenswillen, einen unbestechlichen Sinn für Gerechtigkeit sowie eine unbeugsame Loyalität und ein Riesen-Herz.

Adam Schürk – diese Figur verkörpern Sie im Film. Wieviel von Ihrer Persönlichkeit steckt da drin?

Ich glaube, dass jede Figur, wie weit sie auch von einem selbst entfernt scheint, nur eine weitere Möglichkeit von einem selbst ist. Und so ist Adam jemand, den ich seit der ersten Begegnung sehr tief in mein Herz geschlossen habe. Alle Fähigkeiten und Unfähigkeiten Adams stecken in mir, auch wenn wir (zum Glück) nicht das gleiche Schicksal teilen.

Wie verlief das Zusammenspiel mit dem gesamten Team am Set? Und mit Regisseur Christian Theede?

Die Dreharbeiten waren kurzum ein Traum. Ich habe schon an vielen Sets gearbeitet, aber dieses Team vom „Tatort“-Saarbrücken, das seit vielen Jahren zusammenarbeitet, ist auf eine gute Weise perfekt eingespielt. Das bedeutet, man kommt als Neuling in ein funktionierendes System und kann trotzdem seinen persönlichen Einfluss darauf nehmen und sich angenommen fühlen. Christian Theede und Christian Bauer sowie die Produktion waren für Vladimir und mich von Tag eins an enge Komplizen. Ich freue mich sehr auf den nächsten Fall.

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