Drehbuchautor Bernd Lange

Nach Jahren ohne Kontakt wird Felix von einem alten Freund, Marcus Borchert, der inzwischen Pfarrer auf dem Land ist, zur Sonntagspredigt eingeladen. Marcus will etwas über Antonia Hentschel enthüllen.
Nach Jahren ohne Kontakt wird Felix von einem alten Freund, Marcus Borchert, der inzwischen Pfarrer auf dem Land ist, zur Sonntagspredigt eingeladen. Marcus will etwas über Antonia Hentschel enthüllen. | Bild: BR/X Filme Creative Pool GmbH / Hendrik Heiden

Drehbuchautor Bernd Lange

»'The roads not taken', war ein Gedanke, der mich umtrieb, als es darum ging, einen Kern zu finden, um den sich 'Hochamt für Toni' drehen sollte. Er findet sich in Felix Voss’ Beziehung zu Toni, die seinem Lebensentwurf vielleicht eine andere Richtung gegeben hätte, wären sie damals ein Paar geworden. Er findet sich ebenfalls bei Toni und ihrer Familie, in ihren Entscheidungen und Handlungen, über die sich Felix nach und nach Kenntnis verschafft.

Es liegt etwas in Fabian Hinrichs Augen, das mich zu diesem Gedanken führte, einer gewissen analytischen Skepsis, die in einem Kontrast zu Dagmar Manzels Figur Paula Ringelhahn steht. Paulas pragmatischer, konstruktiver Optimismus wirkt für mich wie ein Gegenpol dazu.

Einen Kriminalfall weniger aus der Überlegung nach einem Verbrechen sondern aus einer Lebensbetrachtung heraus zu entwickeln, ist ein Wagnis, wo kommt die Spannung her, der notwendige, äußerliche Konflikt?
Weil wir das gemeinsame Abenteuer eines 'Jubiläums-Tatorts' hinter uns hatten, wusste ich, dass mich Produzent Michael Polle und Redakteurin Stephanie Heckner bedingungslos unterstützen würden. Gerade Stephanie schuf einen Rahmen, in dem ich mich als Autor verstanden fühlte und Vertrauen spürte. In offenen, interessanten Gesprächen gab sie kluge, uneitle Anmerkungen, frei von Ängsten, wohin die Reise führt. Ihr Mut, ihre Zuversicht und Unerschütterlichkeit werden fehlen.

Ich habe mich natürlich gefragt und war nervös, ob sich diese lebens-philosophischen Überlegungen in einen unterhaltsamen Film übersetzen lassen. Regisseur Michael Krummenacher und der komplette Cast haben mir diese Ängste genommen, indem sie diesen Gedanken Bilder, Gesten und Stimmen geschenkt und damit dem Papier des Drehbuchs eigenes Leben eingehaucht haben.«

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