SENDETERMIN So, 25.05.97 | 20:15 Uhr

Mordsgeschäfte

Kommissar Roiter
Kommissar Roiter | Bild: dpa

Fernsehfilm Deutschland 1997

Bauboom in Berlin: Auf der größten innerstädtischen Baustelle der Welt am Potsdamer Platz wird ein neues Stadtzentrum aus dem Boden gestampft. Bauinvestoren und Immobilienhaie haben in Berlin-Mitte Hochkonjunktur. Auch Hauptkommissar Ernst Roiter will vom allgemeinen Bauboom profitieren und legt - von Hause aus vermögend – Geld in einer Immobilie an: Er hat das Angebot seines Tennispartners, des Berliner Kaufhausbesitzers Lothar Studick, angenommen und ist zusammen mit drei weiteren Investoren zu einem geringen Prozentsatz in die millionenschwere Modernisierung eines alten Ostberliner Kaufhauses in der Schützenstraße eingestiegen.

Dieses hatte Lothar Studick als ehemaliges Stammhaus seiner Familie in Berlin-Mitte als einziger Erbe nach der Wende zurückerhalten. Ein Gesellschaftervertrag regelt Modalitäten und Eigentumsverhältnisse am gemeinsamen millionenschweren Bauprojekt: Demnach hält Studick allein 95 Prozent der Anteile, die vier anderen Investoren, darunter auch Roiter, begnügen sich mit einer schönen Steuerabschreibung.

Nach dem Richtfest in der Schützenstraße wird Studick in seiner Villa ermordet aufgefunden. Als Zorro im Rahmen der Ermittlungen auf den Gesellschaftervertrag des Bauprojekts Schützenstraße stößt, kommt Roiter schwer in die Bredouille: Eine Klausel des Vertrags besagt, daß, falls einer der Gesellschafter ohne Erben verstirbt, dessen Anteile auf die restlichen Eigner verteilt werden. Studick hatte niemanden, keine Ehefrau, keine Kinder.

Als Mitgesellschafter und Erbe profitiert Roiter vom Tod Studicks. Er wird deshalb wegen Befangenheit vom Dienst suspendiert und gehört zum Kreis der Tatverdächtigen. Roiter will seine Unschuld beweisen, doch er und Zorro tappen zunächst im dunkeln.

Zu Hilfe kommt ihnen der ballistische Befund von Patronenhülsen einer überaus seltenen Munition, die bei zwei Mordopfern, die kurz vor Studick getötet worden waren, gefunden wurden. Offensichtlich sind Manfred Lilienthal, Abteilungsleiter der Akev, einer Teilbehörde der Lakev (Landesanstalt zur Klärung ungeklärter Eigentumsverhältnisse) und ein zunächst unbekannter Amerikaner mit ein und derselben Waffe von einem Profi-Killer erschossen worden.

Die Indizien häufen sich, daß Studick zu den beiden anderen Opfern in Beziehung gestanden haben muß. Wie hängen die drei Morde zusammen? Und offensichtlich steht bereits ein viertes Opfer auf der Abschußliste des Mörders: Drohungen und Anschläge auf Katrin Mertineit, eine ehemalige Angestellte der Akev, machen klar: Der Mörder hat sie bereits im Visier. In Lilienthals Villa kommt es zum dramatischen Showdown.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Hauptkommissar Roiter Winfried Glatzeder
Kommissar Zorowski Robinson Reichel
Regie: Jürgen Brauer
Buch: Andreas Plüger
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