Petra Lüschow

Frederick Seibold (Helgi Schmid, Mitte).
Frederick Seibold. | Bild: HR/Degeto / Bettina Müller

Petra Lüschow (Buch und Regie) sagt über ihre Arbeiten

»Vor allem schreibe ich über Zerbrechlichkeit, balanciere gern auf dem schmalen Grat von Abgrund und Zuversicht. Deswegen mag ich figurenorientiertes Erzählen, starke, emotionale Themen, das Verdrängte, dunkle Genres. Im Zentrum meiner Geschichten stehen ambivalente, verletzliche Figuren, die tapfer kämpfen, aber nicht immer gewinnen. Mich interessiert, warum wir gefangen bleiben und was uns gefangen hält, aber das Tragische, das dem zugrunde liegt, lässt sich im Komischen oft besser präzisieren. Komik ist gewandelter Schmerz.«

Nach dem Studium der Theater-, Film- und Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Universität Wien studierte Lüschow von 1996 bis 2001 Drehbuch und Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Seit 2005 hält sie Seminare zu szenischem Schreiben, Stoffentwicklung und Dramaturgie. Ihr erster Kinofilm trug den Titel „Nachbeben“. 2006 feierte der Film seine Premiere im Panorama der Berlinale und gewann internationale Preise. 2008 schrieb sie die Kino-Adaption des Bestsellers „Tannöd“. Auch Drehbücher für Fernsehreihen „Tatort“ oder „Der Bulle von Tölz“ sowie Fernsehfilme wie die Komödie „Der Hamster“ oder das Kleine Fernsehspiel „Sieh zu, dass du Land gewinnst“ (ZDF) gehören zu ihren Arbeiten als Autorin. 2010 debütierte sie als Regisseurin mit der Kurzfilmkomödie „Der kleine Nazi“. 2018 erlebte ihr Langfilmdebüt „Petting statt Pershing“ seine Deutschlandpremiere bei den Internationalen Hofer Filmtagen. Für die Regie wurde Petra Lüschow beim Cleveland International Film Festival mit dem New Direction Competition Award ausgezeichnet. Für den hr hat sie neben „Wer zögert, ist tot“ mit „Finsternis“ im Sommer 2021 bereits ihren zweiten „Tatort“ abgedreht, der im kommenden Jahr ausgestrahlt wird.

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