Corinna Harfouch und Mark Waschke drehen ersten gemeinsamen "Tatort"

Dreharbeiten für die zweiteilige Auftaktepisode des neuen "Tatort"-Teams aus Berlin: Corinna Harfouch als Susanne Bonard ermittelt erstmals an der Seite von Kriminalhauptkommissar Robert Karow (Mark Waschke).
Dreharbeiten für die zweiteilige Auftaktepisode des neuen "Tatort"-Teams aus Berlin: Corinna Harfouch als Susanne Bonard ermittelt erstmals an der Seite von Kriminalhauptkommissar Robert Karow (Mark Waschke). | Bild: rbb / Pascal Bünning

Seit Anfang Juni 2022 laufen die Dreharbeiten für die zweiteilige Auftaktepisode des neuen "Tatort"-Teams des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). In "Nichts als die Wahrheit" ermittelt Corinna Harfouch als Susanne Bonard erstmals an der Seite von Kriminalhauptkommissar Robert Karow (Mark Waschke). Regie führt Robert Thalheim, die Bildgestaltung übernimmt Michael Saxer. Das Drehbuch stammt von Katja Wenzel und Stefan Kolditz.

Worum geht es?

Robert Karow (Mark Waschke) wird an einen Tatort gerufen. Alles deutet darauf hin, dass sich die junge Schutzpolizistin Rebecca Kästner (Kaya Marie Möller) am Abend zuvor in ihrer Wohnung das Leben genommen hat: Drogen, Sorgerechtsstreit, Überforderung. Doch als Karow ihren verängstigten vierjährigen Sohn Matti (Yvon Sable Moltzen) im Garten findet, kommen ihm Zweifel an dem Selbstmord. Welche Mutter tut das vor den Augen ihres Kindes? Dann noch der letzte Anruf der Toten an eine ungewöhnliche Nummer: Susanne Bonard (Corinna Harfouch), eine ehemalige LKA-Größe, die inzwischen an der Polizeiakademie lehrt. Sie ist eine Koryphäe, deren Standardwerk jeder kennt. Ehe sich Karow versieht, wird sie ihm für die Ermittlungen in diesem Fall an die Seite gestellt. Mit 62 nochmal zurück auf die Straße? Bonard war gerade dabei, rechte Tendenzen an ihrer Akademie aufzudecken, wollte den verordneten Maulkorb ihres Direktors (Jörg Pose) nicht länger hinnehmen und gegen die zweifelhaften Lehrmethoden ihres Kollegen Götz Lennart (Thomas Niehaus) vorgehen. Auch bei den Ermittlungen zu Rebeccas Tod stoßen die Kommissare auf Verbindungen zur rechten Szene, wohinter Bonard schnell ein großes rechtes Netzwerk vermutet. Das hält Karow für paranoid. Bis er mit ihr zusammen feststellen muss, dass sie tatsächlich größeren Zusammenhängen gegenüberstehen als zunächst gedacht ...

Martina Zöllner, Kultur- und Filmchefin des rbb:

»Der Auftaktfilm erzählt eindrucksvoll, politisch und am Puls der Zeit, wie sich unbeobachtet und aus der Mitte unserer Gesellschaft rechte Strukturen ausbreiten und wie wachsam und vehement sich jede und jeder Einzelne dagegenstemmen muss. Neben unserem großartigen neuen Duo bleibt Berlin dritter Hauptdarsteller.«

Drehbuchautorin Katja Wenzel und Drehbuchautor Stefan Kolditz:

»Von Anfang an wollten wir mehr erzählen als die klassische Mordermittlung eines 'Tatorts'. Einen Politthriller, der die Fragen stellt: Was passiert, wenn wir die Augen verschließen vor einem schleichenden rechtsideologischen Umbau unserer Gesellschaft? Haben wir uns längst an demokratiefeindliche Narrative gewöhnt? Wer sind überhaupt WIR? Wer dann die ANDEREN?«

Vor und hinter der Kamera

In weiteren Rollen sind Ercan Karaçayli, Bernhard Conrad, Thomas Dannemann, Sebastian Hülk, Bea Brocks, Shadi Eck, Aziz Dyab, Mina Sagdic, Ivo Kortlang, Christoph Jöde sowie Birge Schade u.v.a. zu sehen.

Im Auftrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg hat die MadeFor (Produzentin: Nanni Erben, Produzent: Gunnar Juncken, Producerin: Karolin Wanger) die Realisation des Zweiteilers übernommen. Die Redaktion liegt bei Verena Veihl und Cooky Ziesche (rbb).

Gedreht wird noch bis Anfang August u.a. in Berlin-Mitte, Zehlendorf und Treptow. Die Ausstrahlung des "Tatort: Nichts als die Wahrheit" ist für 2023 im Ersten geplant.

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