Sabine Postel als Isabel von Brede

Rechtsanwältin Isa von Brede (Sabine Postel).
Rechtsanwältin Isa von Brede  | Bild: ARD / Georges Pauly

»Sie hat absolute Angst vor dem Alleinsein.«

»Als die Kanzlei in Flammen aufgeht, bricht auch im privaten Leben der Anwälte das Chaos aus. Wir sitzen auf der Straße, die Staatsanwaltschaft verdächtigt uns der Brandstiftung, und weil wir bei den Maklern auf der Schwarzen Liste stehen, quartieren wir uns fürs Erste im Gartenhaus eines FKK-Klubs ein. In diesem ganzen Durcheinander postet mein eifersüchtiger Ex-Freund in den Sozialen Medien, dass Isa von Brede und ihr Kanzleipartner heiraten wollen. Es ist zwar ein Missverständnis, aber es verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Während Markus Gellert ernsthaft darüber nachzudenken beginnt, ob eine Ehe nicht ganz praktisch wäre, da man sowieso den ganzen Tag miteinander verbringen würde, nimmt es Isa zunächst als Witz. Aber nach und nach gewinnt auch sie der Vorstellung etwas Gutes ab. Denn Isa hat – nicht anders als Gellert – absolut Angst vor dem Alleinsein im Alter. Sie ist im Grunde ein einsamer Mensch. Nur hat sie sich in ihrem Leben antrainiert, es niemandem zu zeigen. Sie fühlt sich weiter zu zwielichtigen Männern aus der Halbwelt hingezogen. In der neuen Staffel flirtet sie wieder heftig mit einem Clubbesitzer. Doch weil sie inzwischen verstanden hat, dass die erotischen Techtelmechtel keine Basis für eine ernste Beziehung sind, schenkt sie inzwischen auch einem Mann wie Gellert Gehör. Isa katapultiert sich aus der Realität in eine Welt der Sehnsüchte: Wäre es nach den vielen Enttäuschungen mit Männern am Ende nicht schön, eine Partnerschaft zu führen, die stabil ist und Sicherheit bietet, die liebevoll und zärtlich ist? Als ihr Gellert dann wirklich diesen süßen, traumhaften Heiratsantrag macht – hätte da nicht jede Frau weiche Knie bekommen? Für mich als Schauspielerin war es anrührend und lustig, in meinem Alter in einem Brautsalon elegante weiße Kleider anzuprobieren. Und noch etwas: Wir haben Isa über die Jahre als eine hypochondrische Frau mit einem neurotischen Reinlichkeitszwang kennengelernt, die ohne Desinfektionstücher nicht das Haus verlässt. Heute sind alle gezwungen, wie Isa streng auf Hygiene zu achten. Was wir als eine Macke ihres Charakters verkauft haben, ist unser Alltag geworden. Man könnte meinen, diese Frau hat eine ungeheure Weitsicht bewiesen.«

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