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Krieg der Träume (2)

Arbeitslosigkeit und Not prägen die frühen 1920er Jahre. Moskau ist Treffpunkt für alle, die vom Kommunismus träumen. 1923 besetzt Frankreich wegen ausbleibender Reparationszahlungen das Ruhrgebiet. In Deutschland wirft die Regierung die Notenpressen an und löst eine Hyperinflation aus. Reichtum für alle verspricht der Konsumentenkredit, eine amerikanische Erfindung, die ab 1927 Europa erreicht. Doch der Zusammenbruch der Börsen am Schwarzen Freitag 1929 beendet diesen Traum.

Nach erfolgreichen Jahren in Hollywood hat Pola Negri (Michalina Olszanska) in der Weltwirtschaftskrise ihr ganzes Vermögen verloren. Ihr erster Tonfilm ist ein Flop, plötzlich will sie in den USA niemand mehr sehen. Die deutsche Filmindustrie will den ehemaligen Superstar für deutsche Produktionen gewinnen
Nach erfolgreichen Jahren in Hollywood hat Pola Negri in der Weltwirtschaftskrise ihr ganzes Vermögen verloren. In den USA will sie plötzlich niemand mehr sehen, doch die deutsche Filmindustrie will den ehemaligen Superstar für deutsche Produktionen gewinnen. | Bild: SWR / Ricardo Vaz Palma

Pola Negri feiert in Deutschland große Erfolge als Filmstar. Wegen ihrer polnischen Herkunft wird sie jedoch angefeindet. Da erhält sie ein Angebot aus Hollywood.

Marina Yurlova erreicht San Francisco, wo sie als Flüchtling unwillkommen ist. Die Ex-Soldatin kämpft mit körperlichen und psychischen Problemen. Dennoch will sie Tänzerin werden.

Aus Protest gegen die Hinrichtung der Anarchisten Sacco und Vanzetti in den USA baut May Picqueray einen Sprengsatz, der in der US-Botschaft in Paris explodiert. Als Dolmetscherin begleitet sie kurz darauf eine Delegation Gewerkschafter nach Moskau, wo sie Leo Trotzki begegnet und ihn öffentlich kritisiert. Hans Beimler wird wegen angeblicher Vorbereitung eines Sprengstoffattentats zu 14 Monaten Haft verurteilt. Wieder in Freiheit, stürzt er sich erneut in den Kampf für eine bessere Welt und verliebt sich in eine junge Genossin.

Soziale Unruhen erfassen Silvio Crespis Textilunternehmen. Er glaubt, dass nur die Faschisten unter Benito Mussolini Italien retten können. Mit Hilfe hoher Kredite baut Crespi sein Imperium aus. Doch die Aufwertung der Lira lässt die Exporte einbrechen.

Rudolf Höß (Joel Basman) hat geheiratet, eine Familie gegründet und lebt ab Ende der 1920er Jahre als Landarbeiter in Pommern. Seiner rechten Gesinnung ist er treu geblieben; er übernimmt die Führung  des völkischen Artamanen-Bundes vor Ort.
Rudolf Höß hat geheiratet, eine Familie gegründet und lebt ab Ende der 1920er Jahre als Landarbeiter in Pommern. Seiner rechten Gesinnung ist er treu geblieben; er übernimmt die Führung des völkischen Artamanen-Bundes vor Ort. | Bild: SWR / Ricardo Vaz Palma

Nach der Auflösung der Freikorps wird Rudolf Höß Landarbeiter in Mecklenburg. Für den Fememord an einem angeb­lichen Verräter kommt er 1923 ins Zuchthaus. Er setzt alle Hoffnung auf Adolf Hitler, den Führer der NSDAP.

Marcel Jamet (Robinson Stévenin) ist nach dem Ende des Krieges überzeugter Kapitalist und cleverer Geschäftsmann geworden. In Paris eröffnet er das Edelbordell „122“, das er in den 1920er und 1930er Jahren zum Treffpunkt von Politikern, Militärs und internationalen Stars  macht.
Marcel Jamet ist nach dem Ende des Krieges überzeugter Kapitalist und cleverer Geschäftsmann geworden. In Paris eröffnet er das Edelbordell „122“, das er zum Treffpunkt von Politikern, Militärs und internationalen Stars macht. | Bild: SWR / Ricardo Vaz Palma

Marcel Jamet eröffnet in Paris das Edelbordell "OneTwoTwo", bald ein Treffpunkt für Politiker, Militärs und internationale Stars. Als sich einer seiner Geldgeber das Leben nimmt, muss er mit dem Geheimdienst kooperieren, um das Haus durch die Wirtschaftskrise zu bringen.

Die Österreicherin Edith Wellspacher (Roxane Duran) wird als eine der ersten Frauen in Wien zum Medizinstudium zugelassen. Tapfer erträgt sie die Anfeindungen durch Mitstudenten und Professoren. Sie hat kaum Geld und hungert oft tagelang, um das Studium finanzieren zu können.
Die Österreicherin Edith Wellspacher wird als eine der ersten Frauen in Wien zum Medizinstudium zugelassen. Tapfer erträgt sie die Anfeindungen durch Mitstudenten und Professoren. Sie hat kaum Geld und hungert oft tagelang, um das Studium finanzieren zu können.

Edith Wellspacher ist eine der ersten Frauen, die in Wien Medizin studiert – angefeindet von Mitstudenten und Professoren. Der jüdische Assistenzarzt Max Wachstein steht ihr zur Seite.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Hans Beimler Jan Krauter
Rudolf Höß Joel Basman
Pola Negri Michalina Olszanska
May Picqueray Solène Rigot
Edith Wellspacher Roxane Duran
Marina Yurlova Natalia Witmer
Marcel Jamet Robinson Stévenin
Silvio Crespi Gennaro Cannavacciuolo
Elise Ottesen Rebecka Hemse
Unity Mitford Charlotte Merriam
Nguyen al Quoc Alexandre Nguyen
Charles Edward Montague David Aton
Stepan Podlubny Pyotr Skvortsov
Musik: Laurent Eyquem
Kamera: Jürgen Rehberg
Buch: Jan Peter
Fréderic Goupil
Regie: Jan Peter
Fréderic Goupil

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