Oska Melina Borcherding ist Marlene Weber

Kommissars-Anwärterin Marlene Weber (Oska Melina Borcherding) mit Hund Stulle.
Kommissars-Anwärterin Marlene Weber mit Hund Stulle. | Bild: ARD / Daniela Incoronato

Marlene ist eine Computerspezialistin, deren Gehirn möglicherweise eine Festplatte ist. Sie unterstützt die Ermittlung vor allem mit Hilfe ihrer IT-Kenntnisse und kann den Kollegen schnell relevante Fall-Daten zur Verfügung stellen. Daten, die sie nicht recherchieren muss, stammen aus ihrer Welt jenseits des beruflichen Alltags. Die Welt der Berliner Kultur und Subkultur, die sie besser kennt als jeder andere im Team.

Oska Melina Borcherding im Interview:

Sie spielen die Kriminalkommissars-Anwärterin Marlene Weber. Wie würden Sie sie beschreiben?

Marlene Weber ist – was die Arbeit betrifft – ein sehr pragmatischer, effizienter Mensch. Sie arbeitet schnell, konzentriert, selbstständig und lässt sich durch nichts ablenken. Ihre Kommunikation lässt dabei manchmal zu wünschen übrig. Ein Hang zum Alleingang und mangelndes Einfühlungsvermögen wird ihr nachgesagt. Dabei ist sie kein unempathischer Mensch – im Gegenteil: In ihrem Privatleben hat sie ein offenes Ohr für viele. Vielleicht möchte sie sich durch die strikte Trennung von Arbeit und Gefühlsleben auch einfach nur schützen.

Marlene Weber ist die Computerspezialistin im Team der "WaPo Berlin". Sind Sie privat auch ein "Digital Native"? Können Sie sich ein Leben ohne Computer, Smartphone und Internet vorstellen?

Als Kind der 90er bin ich gezwungenermaßen ein "digital Native". Ich kann mir schwer vorstellen, wie eine analoge Welt aussähe. Ich nutze das Internet und mein Smartphone sehr viel, bin froh darüber, wie sehr es mein Leben erleichtert. Aber ich finde einen kritischen Umgang damit unheimlich wichtig: selbst zu reflektieren und aufzupassen, wer Einblick in meine Daten erhält, sich bewusst zu machen, wie viele Ressourcen für die Erstellung eines Smartphones benötigt werden, und sich für einen demokratischen Diskurs im Internet stark zu machen. Vor allem der letzte Punkt ist mir sehr wichtig, denn auch in Kommentarspalten passiert viel Diskriminierendes, dem man etwas entgegensetzen muss.

In der Episode "Das Krokodil im Badesee" wird Marlene bei ihren Ermittlungen eingesperrt und verbringt unfreiwillig eine Nacht zwischen Vogelspinnen und Giftschlangen. Wie waren die Dreharbeiten dieser Szenen?

Ich fand es wirklich gruselig, mit all diesen Tieren zu drehen, und mir haben auf jeden Fall die Knie geschlottert! Zu sehen, wie entspannt der Tiertrainer mit den Schlangen und Spinnen umgegangen ist, hat mir dann sehr geholfen, und ich konnte meine Angst etwas abbauen. Aber das war der aufregendste Drehtag von allen!

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