Interview mit Lea Marlen Woitack

DasErste.de: Lea, wie bist du zu deiner Rolle in "Sturm der Liebe" gekommen?

Lea Marlen Woitack
Lea Marlen Woitack | Bild: ARD/Ann Paur

Lea Marlen Woitack: Bis Juli hab ich noch an der Bayerischen Theaterakademie August Everding Schauspiel studiert. Im November letzten Jahres, im 7. Semester, fand dann ein Absolventenvorsprechen statt, Dabei ist Silke Klug-Bader auf mich aufmerksam geworden, die Castingdirektorin für Serien der Bavaria Fernsehproduktion. Später hat sie mich nochmal in der Operninszenierung von Gil Mehmert in "Street Scene" gesehen und kurz nach dem Auftritt hat sie mich angerufen und mich zu einem Casting für die Rolle Debbie eingeladen. Das hat mich wahnsinnig gefreut.

Wie war das Casting?

Das war zusammen mit meinem Kollegen Jan van Weyde. Ich sollte Tarotkarten legen. Vorher hatte ich mir im Internet schon ein paar Legesysteme angeschaut. Beim Casting haben meine Hände dann so gezittert, dass ich die Karten ganz schnell hin geklatscht habe: Zack, zack, zack. Das hat erstaunlicherweise dann ziemlich routiniert ausgesehen.

Hast du schon mal privat Tarotkarten gelegt?

Nein, nie.

Was ist Debbie für ein Mensch?

Sie ist eine forsche, beherzte 20-Jährige und hat bis vor kurzem bei ihrer Mutter in den USA gelebt und Architektur studiert. Eines Tages träumt sie, dass ihrem Vater etwas Schlimmes passiert. Da sie an die visionäre Kraft der Träume glaubt, reist sie an den Fürstenhof, um Michael zu beschützen. Immer mehr Kleinigkeiten deuten dann darauf hin, dass wirklich etwas hinter ihren schlimmen Träumen stecken könnte.

Erzählt Debbie ihrem Vater von den Visionen?

Michael und Debbie
Michael kann nicht glauben, dass seine Tochter Debbie wegen eines Traumes ihr Studium in den USA aufs Spiel setzt. | Bild: ARD/Ann Paur

Sie versucht es. Aber Michael ist Mediziner. Er glaubt an naturwissenschaftliche Gesetze und nicht an Visionen. Er will auch gar nichts von den Träumen wissen und denkt, dass es sich nur um eine esoterische Spinnerei seiner Tochter handelt. Deshalb findet er Debbies Pläne, Astrologie statt Architektur zu studieren, auch gar nicht gut.

Was haben denn deine Eltern gesagt, als du Schauspielerin werden wolltest?

Meine Mutter fand das immer schon super. Mein Vater hatte zur Schauspielerei zuerst wenig Zugang, stand dem Studium und dem Beruf eher skeptisch gegenüber. Mein Vater ist übrigens auch Mediziner. Er hat gemeint: "Muss das sein?" "Ja, das muss sein", hab ich gesagt. Jetzt werde ich von beiden sehr unterstützt.

Hast du, bevor du hier angefangen hast, "Sturm der Liebe" geschaut?

Zwei, drei Folgen vielleicht. Aber eine Freundin von mir ist ein riesen Fan. Sie hat mir, während wir zusammen aufs Abitur gelernt haben, immer haarklein alle Geschichten vom Fürstenhof erzählt.

Wird Debbie ihr Herz am Fürstenhof verlieren, wie so viele vor ihr?

Debbie und Jacob
Debbie ist immer mehr von Jacob fasziniert. | Bild: ARD/Ann Paur

Das darf ich nicht verraten. Nur so viel: Debbie träumt von ihrem Traummann. Sie sieht ihren Prinzen aber nur von hinten. Was sie aber erkennen kann: Er trägt am linken kleinen Finger einen Siegelring.

Wie ergeht es dir bei "Sturm der Liebe"?

Ich habe ja eine Ausbildung als Theaterschauspielerin absolviert. Das Arbeiten fürs Fernsehen fühlt sich wie ein komplett anderer Beruf an. Am Anfang war es gar nicht so leicht, weil man so viele Dinge auf einmal umsetzen muss, auf so viel achten muss. Wann genau soll ich, wo genau stehen, das Wasserglas hinstellen, wo ist die Kamera? Da muss man erst mal hineinfinden. Zwei, dreimal war ich etwas überfordert. Aber es wird immer besser – und es macht riesig Spaß! Mit meinem Kollegen Erich Altenkopf, meinem Rollen-Vater, lache ich sehr viel.

Liebe Lea, vielen Dank für das Interview und noch viel Spaß bei "Sturm der Liebe".

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