Gespräch mit Anja Kling

Reinders (Benjamin Braun), Fraktionsvorsitzende Schramm (Anja Kling) und Professor Schneider (Patrick von Blume) stellen sich den Fragen der Presse.
Reinders, Fraktionsvorsitzende Schramm und Professor Schneider stellen sich den Fragen der Presse.

Sie spielen die Chefin der rechtspopulistischen Partei "Die neue Patrioten", Nina Schramm. Was zeichnet die Politikerin aus? Ist sie eine große Verführerin?

Ich denke, Nina Schramm hat sich zum Sprachrohr aller derjenigen gemacht, die Fragen unseres Zusammenlebens von den Regierenden ungenügend, verschwommen oder gar nicht beantwortet bekommen haben. Dass die Politikerin im Laufe ihres Wahlkampfes erkennt, dass sie von den ganz rechten Machtbesessenen ihrer Partei missbraucht wird und dass sie nur "ein Gesicht" ist, gehört zu den sympathischen Seiten ihrer Persönlichkeit.

Hatten Sie anfangs Berührungsängste oder Bedenken, eine rechtspopulistische Politikerin zu spielen?

Die Dreharbeiten für den "Tatort" waren im Juni dieses Jahres abgeschlossen, also weit vor der Bundestagswahl. Ich glaube, dass all die derzeitigen Widersprüche und Probleme in unserer demokratischen Gesellschaft, die im "Tatort: Dunkle Zeit" angesprochen werden, an Aktualität nichts verloren haben. Als ich für die Rolle der Parteivorsitzenden einer rechten Partei angesprochen wurde, hatte ich schon einige Ängste und Bedenken, dieser Rolle nicht gerecht werden zu können. Ich hatte befürchtet, viele Zuschauer zu enttäuschen, ja gegen mich persönlich einzustellen.

Ihr bevorzugtes Fach ist die Komödie. Ist die Rolle der Nina Schramm für Sie eine neue Erfahrung gewesen?

Schauspielerin besetzt worden zu sein. Die Rolle einer Politikerin einer rechtspopulistischen Partei war für mich jedoch neu und sehr weit von mir entfernt. Natürlich war es mehr als herausfordernd, wenngleich auch reizvoll.

Niki Stein ist ein erfahrener "Tatort"­Regisseur. Hat er Sie ermutigt, sich auf das Wagnis einzulassen?

Ja, unser Regisseur Niki Stein hat mir in vielen vorbereitenden Gesprächen und während der Dreharbeiten alle Ängste genommen. Im realen politischen Alltag war mir bisher einiges verborgen geblieben. Mit seinem scharfen politischen Verstand hat er mir als Schauspielerin sehr geholfen, der Rolle Nina Schramm gerecht zu werden und meine Persönlichkeit mit einzubringen. Ich bin ihm für die intensive und wunderbare Zusammenarbeit bei einem so schwierigen Thema unserer Zeit sehr dankbar.

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