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Hongkong: Keine Beruhigung der Lage

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Hongkong: Keine Beruhigung der Lage | Bild: dpa

In Hongkong gab es wieder Demonstrationen und keine Beruhigung der Lage. Zuletzt hatte sich der bekannteste Pro-Demokratie-Aktivist, Joshua Wong, mit der Bitte um Unterstützung an Deutschland, speziell an die Bundeskanzlerin gewandt. Und nun ist ihm die Ausreise nach Deutschland verwehrt worden.

Freie Wahlen und politische Mitspracherechte

Sein Streben nach Freiheit und Gerechtigkeit mobilisiert schon lange Menschenmassen. Vor fünf Jahren trommelt der damals 17-jährige Joshua Wong Zehntausende bei den sogenannten Regenschirm-Protesten zusammen. Ihre Forderung:  freie Wahlen und politische Mitspracherechte. Am Ende muss Wong sechs Monate ins Gefängnis.

Vor wenigen Wochen zieht er im Interview Parallelen zu Deutschlands Geschichte: "Hong Kong ähnelt genau dem, was in Ost-Berlin im vergangenen Jahrhundert unter der Niederschlagung der Menschenrechte und der Herrschaft des autoritären Regimes passiert ist. Und wir werden nicht schweigen!"

Joshua Wong wurde bereits mehrfach festgenommen

In den vergangenen Wochen gehen mehr als eine Million Menschen auf die Straße. Sie demonstrieren gegen das umstrittene Auslieferungsgesetz. Damit könnten Verdächtige an Gerichte im Festland China ausgeliefert werden. Immer und immer wieder erklärt Joshua Wong öffentlich, welche Konsequenzen das haben könnte. Auch für ihn: "Wenn das Auslieferungsgesetz verabschiedet wird, könnte es sein, dass ich nach Festland-China ausgeliefert werde. Ein Ort ohne faire Prozesse. Es könnte sein, dass ich wie Dissident Lu Xiaobo zehn Jahre in einer dunklen Zelle sitzen muss.“ Mehrfach wird Joshua Wong mit seinen gerade mal 22 Jahren festgenommen. Offenbar ist das wieder passiert.

Autorin: Anouk Schollähn

Stand: 09.09.2019 11:06 Uhr

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Norddeutscher Rundfunk
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