10. ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb: Die fünf Finalisten stehen fest

Die Shortlist für den 10. ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb steht fest. Wer den Wettbewerb gewinnt, entscheidet die Jury am 27. Oktober 2021 in Leipzig. Gesucht wird ein kreatives und innovatives dokumentarisches Highlight für einen Sendeplatz im Ersten. Das Themenspektrum reicht in diesem Jahr von Fußball über Rassismus bis Weltraum.

Die Finalisten

Zu den fünf Projekten, die von der Jury aus insgesamt 40 Einreichungen für das Finale des 10. ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerbs nominiert wurden, gehören:

  • "Die 103 von Eberswalde" von DOKfilm Fernsehproduktion aus Potsdam
  • "Das Wunder von Köpenick – Union" von IT Works! Medien aus Berlin
  • "Weltraumfieber 2.0" von Timeline Film + TV aus Frankfurt/Main
  • "Reporter/Refugee" von Tondowski Films aus Mühlenberge
  • "The dark side of the boom" von zischlermann filmproduktion aus Berlin

Die Jury besteht aus programmverantwortlichen Redakteur:innen der beteiligten Rundfunkanstalten unter Leitung des ARD-Chefredakteurs Oliver Köhr.

Die nominierten Produzent:innen werden am 27. Oktober 2021 im Rahmen des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm ihre Konzepte samt Trailer für ihr 90-minütiges Filmprojekt präsentieren. Die Jury entscheidet und verkündet dann noch am selben Abend in Leipzig, wer den ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb gewinnt.

Produktionskostenzuschuss und Sendeplatz im Ersten sowie in der ARD Mediathek

Die beteiligten Sender der ARD-Initiative – neben dem MDR sind dies BR, NDR, SWR, WDR und rbb – ermöglichen die Realisierung des preisgekrönten Projekts durch die Übernahme von Produktionskosten in Höhe von bis zu 250.000 Euro. Außerdem warten auf den Film ein Sendeplatz im Ersten Deutschen Fernsehen und eine Veröffentlichung in der ARD Mediathek.

Kurzinfo zu den nominierten Filmen

"Die 103 von Eberswalde" fragt anlässlich des 30. Jahrestages des rassistischen Mordes an Amadeu Antonio, was aus den anderen 103 Angolanern geworden ist, die 1987 gemeinsam mit ihm als Vertragsarbeiter nach Eberswalde kamen. Haben sie es geschafft, sich in Deutschland einen Platz zu erkämpfen?

"Das Wunder von Köpenick – Union" begleitet den Fußballverein 1. FC Union. Der einstige Arbeiterfußballverein hat es nicht nur in die 1. Bundesliga geschafft, sondern tritt seit August 2021 auch international an. Wie gelingt es, als Profifußball-Wirtschaftsunternehmen zu funktionieren, ohne dabei die ostdeutsche Bodenhaftung zu verlieren?

"Weltraumfieber 2.0" erzählt am Beispiel des Event-Managers Bernd Breiter die Wandlung in der Raumfahrt von Old Space zu New Space. Der Film wirft einen Blick hinter die Kulissen des gigantischen Wettrennens ins All und wagt einen Ausblick auf die „Mondlandung 2.0“.

In "Reporter/Refugee" berichtet eine syrische Journalistin, die als Geflüchtete in Deutschland lebt, über den weltweit ersten Prozess gegen zwei Mitglieder des syrischen Regimes wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Eines ihrer Opfer ist die Journalistin selbst.

"The dark side of the boom" beschäftigt sich mit dem Phänomen des Massentourismus und fragt nach der individuellen Mitverantwortung der Reisenden. Der Film geht auf eine Reise zu touristischen Hotspots wie Venedig, Bali oder Angkor Wat und beleuchtet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser Schauplätze.

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