"TopDocs" – ARD stellt dokumentarische Highlights 2021 vor

Fast 200 Teilnehmer*innen beim virtuellen Branchentreff

PlaySzene aus dem Trailer TopDocs 2021
TopDocs: Unsere Highlights 2021 | Bild: WDR

Zum neunten Mal hat die ARD zu "TopDocs", dem Branchentreffen für die deutsche Dokumentarfilmszene, eingeladen. Auf der virtuellen Veranstaltung wurden die Highlights für das kommende Jahr vorgestellt und neue Entwicklungen für die ARD-Mediathek präsentiert. Dörthe Eickelberg moderierte die Runde mit Rainald Becker (ARD-Chefredakteur), Florian Hager (ARD-Channel-Manager) und fast 200 Teilnehmer*innen aus der Branche.

Neue Wege in der ARD-Mediathek

Florian Hager gab einen Einblick in die Neuausrichtung der Mediathek: "Das Dokumentarische ist heute schon ein wichtiger Bestandteil des Erfolges der ARD-Mediathek. Wir wollen das Angebot in Zukunft komplementär zum Linearen weiter ausbauen, um so auch neue Publika zu gewinnen und ein eigenständiges Programmangebot aufbauen."

Streaming und sozialen Plattformen verändern das dokumentarische Erzählen: Programm-Macher*Innen und Kreative gehen neue Wege, nehmen neue Perspektiven ein und sprechen neue Zielgruppen an. Als Beispiele dafür wurden die Produktionen "NRW extrem" (WDR), "Real Life Guy" (NDR), "Next Generation" (SWR) oder "naber?" (SWR) vorgestellt, sowie die Reportagereihe "Rabiat" (Radio Bremen), die mit zwei neuen Staffeln im Frühjahr und Herbst ins Erste zurückkehrt.

Dokumentarfilme 2021 – Schwerpunkte

Vier thematische Schwerpunkte präsentierte die ARD für ihre Dokumentarfilme 2021:  Zum 60. Jahrestag des Mauerbaus im August 2021 wird u. a. das cossmediale Gemeinschaftsprojekt "Kinder der Teilung" (NDR/rbb) die Folgen der deutschen Teilung nachzeichnen. Über die die Pandemie und ihre Folgen erzählen die Projekte "Schockwellen" (rbb/SWR/BR/MDR/NDR), "Charité intensiv" (rbb) und "Deutschland wird geimpft" (SWR/NDR/rbb). Filmemacher begleiten Ärzte und Pflegende auf der Intensivstation der Berliner Charité, dokumentieren chronologisch die COVID 19-Pandemie und erzählen von den Herausforderungen, ein ganzes Land zu impfen.

Das gesamte Jahr hinweg widmen sich verschiedene Projekte trimedial dem Thema 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Ein Herzstück der Berichterstattung bildet der 90-minütige Dokumentarfilm "Schalom und Hallo" (WDR), eine Spurensuche durch 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.
Im Spätsommer erinnern vier Dokumentationen an den 20. Jahrestag von 9/11 und erklären, wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 unsere Welt verändert haben: "9/11 – Deutschland im September" (RBB/NDR/SWR), "Die Kinder von 9/11" (WDR), "Die Folterer" (NDR/MDR/RBB) und "9/11 Kids – Das veränderte Amerika" (WDR/arte).

Die Recyclinglüge – Gewinner des 9. ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerbs

Zu den dokumentarischen Highlights für das kommende Jahr zählt "Die Recyclinglüge" von Carsten Stormer und Tristan Chytroschek. Der Film ist der Gewinner des 9. ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerbs. ARD-Chefredakteur Rainald Becker: „Erstmals ist das Jury-Urteil einstimmig gefallen.“ Produzent Tristan Chytroschek betonte, der Dokumentarfilm blicke hinter die Kulissen der Recycling- und Kunststoffindustrie und sei aktueller denn je. Ausgestrahlt wird "Die Recyclinglüge" voraussichtlich Anfang 2022 im Ersten und in der ARD-Mediathek.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, betonte in seiner Keynote die zentrale Rolle der Dokumentationen für Das Erste:

»Nichts ist spannender als die Wirklichkeit – das gilt unverändert auch 2021 als Motto der TopDocs. Verändert hat sich in den vergangenen zwölf Monaten allerdings unsere Lebenswirklichkeit. Es herrschen Verunsicherung und Angst, Verschwörungstheorien und Hate Speech haben Hochkonjunktur. In dieser Zeit ist investigativer Journalismus, sind sauber recherchierte und verständlich aufbereitete Fakten wichtiger denn je. Dokumentationen decken Missstände auf, verändern unsere Sicht auf die Dinge, bringen uns zum Staunen und bisweilen berühren sie uns. All das macht sie unverzichtbar für das Selbstverständnis und Profil der ARD.«

Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow würdigte in seinem Grußwort die Leistung der Filmemacher*innen:

»Die Arbeit unter Coronabedingungen hat allen Filmschaffenden im Dokumentarbereich viel abverlangt. Die ARD hat frühzeitig Unterstützung auf den Weg gebracht, um Engpässe oder finanzielle Sorgen abzufedern. Trotzdem mussten jeden Tag neue kreative Lösungen gefunden werden. In der Diskussion um die Relevanz der ARD für die Gesellschaft sind Dokumentationen und Dokumentarfilme ein wichtiger Baustein.«

Alle Informationen zur Veranstaltung TopDocs 2021, zum ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb und zu den Dokumentationen in der ARD unter www.DasErste.de/topdocs.

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