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Volker Kutscher: Olympia – Der achte Rath-Roman



Der achte Rath-Roman

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Volker Kutscher: Olympia – Der achte Rath-Roman  | Video verfügbar bis 23.11.2025 | Bild: ARD

Da drohen sie wieder: Hitler, Himmler, Göring samt ihrer verbrecherischen Entourage und spinnen ihre böse Intrigen! Mittendrin: Gereon Rath, Ermittler. Das Setting des neuen Rath-Romans: Olympiade Berlin 1936. Man feiert nicht mehr "Kaiser-" sondern "Führerwetter", bejubelt wird die Jungfernfahrt der "Hindenburg" und ganz Berlin befindet sich im Olympiarausch. Die Welt zu Gast bei den Nazis – und diese versuchen, sich weltoffen, freundlich und friedfertig zu zeigen. So positiv und vor allem fleckenlos soll die Welt Deutschland sehen.

Da passt es gar nicht, dass ein amerikanischer Sportfunktionär im Speisesaal des Olympiastadions tot über seinem Essen zusammenbricht. Herzinfarkt oder Mord durch Vergiftung? Gereon Rath soll verdeckt ermitteln. War es wirklich eine kommunistische Verschwörung mit dem Versuch, die Spiele zu boykottieren?

Auf der Suche nach der Wahrheit gerät Kommissar Rath in die Fallstricke miteinander konkurrierender Institutionen von Polizei, Gestapo und SS.

Auch privat kämpft Rath an mehreren Fronten: Sein Ziehsohn gerät als Augenzeuge des Mordes in die Mühlen der Nazi-Schergen, die die Wahrheit vertuschen wollen. Und mit seiner Ehe sieht es auch schlecht aus: Raths Frau Charlie will nur noch weg: "Wie lange sollte das noch so weitergehen mit Deutschland? Irgendwann musste doch auch der letzte merken, welche verlogenen Stümper das Land regierten. Im Augenblick jedoch lief es hervorragend, die Olympiade gaukelte der ganzen Welt ein sauberes, perfektes, sonnenbeschienenes Land vor. Sogar Jesse Owens hatte sich begeistert geäußert. Sah denn niemand die große Lüge hinter dieser Fassade?"

Während das Morden rund um die Olympischen Spiele weitergeht, zeigt das Nazi-Regime vor den Augen der Welt sein hässliches Gesicht: Gleich am ersten Wettkampftag verweigert Adolf Hitler den schwarzen Medaillengewinnern des Hochsprungwettbewerbs den Handschlag, indem er frühzeitig das Stadion verlässt.

Atmosphärisch dicht, spannungs- und temporeich schildert Volker Kutscher in "Olympia" den Alltag  und das Leben in einer Diktatur, die mit perfekt inszenierter Propaganda von den Menschen nach und nach Besitz ergreift.

Volker Kutscher: “Ich schreibe die Rath-Romane, weil ich verstehen möchte, wie es geschehen konnte, dass ein zivilisiertes Land wie Deutschland derart in die Barbarei abrutschte." (Westfalen-Blatt, 29.10.2020)

Volker Kutscher: Olympia (Piper)

Stand: 23.11.2020 00:05 Uhr

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Westdeutscher Rundfunk
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