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Welt in Zahlen - Gewürze

Chefkoch Balduin verfeinert seine Vorspeisen am liebsten mit einem der ältesten Gewürze der Welt: Zimt.

Bereits 3000 v.Chr. Wurde der Zimt in China verwendet.

Zeichentrick: Chefkoch mit gebratenem Wildschwein, rechts darunter einem übelgewordenen Mann
Zeichentrick: Chefkoch mit gebratenem Wildschwein, rechts darunter einem übelgewordenen Mann | Bild: Murmann/BR

Zur Hauptspeise eine Prise Muskat. Aber Vorsicht: bereits vier Gramm können Übelkeit auslösen. Bei einer Dosis von zwanzig Gramm drohen Halluzinationen und ein mehrtägiges Delirium.

Für die süßen Gerichte nimmt der Chefkoch echte Vanille. Klar, denn in ihr stecken fünfzig Geschmacksstoffe mehr als im Ersatzstoff Vanillin.

Dann wird es exklusiv! Balduin greift zum heute teuersten Gewürz der Welt: den Safran. Ein Kilo kostet bis zu 14.000 Euro. Das macht 14 Euro für ein Gramm. Und dafür muss man lange pflücken: Ein Pflücker braucht dafür über 12 Tage, denn man braucht die Safranfäden von bis zu 150.000 Blüten. Das geht nur in Handarbeit.

Das beliebteste Gewürz in Deutschland ist nach wie vor der Pfeffer. 340 Gramm davon vertilgt jeder Deutsche pro Jahr. 28.000 Tonnen Pfeffer sind laut Statistischem Bundesamt 2006 nach Deutschland eingeführt worden. Ein Drittel des gesamten Gewürzkonsums der Deutschen entfällt auf den Pfeffer.

Im Mittelalter war der Pfeffer sogar Gold wert. Er wurde eins zu eins mit Gold aufgewogen. Stolze 80.000 Euro kostete damit ein Kilogramm Pfeffer.

Bei großen Festen konnte das richtig teuer werden. Allein 190 Kilogramm Pfeffer verwendeten Balduins Kollegen bei der Hochzeitsfeier des Herzogs Karl von Burgund, die 1468 in Brügge stattfand. Preis verglichen mit heute: über 15 Millionen Euro!

Autor: Stefan Geier
Animation: Tom Murmann

Stand: 11.05.2012 13:09 Uhr

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