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Welt in Zahlen – Falschgeld

Geld gibt es schon sehr lange - die ersten Münzen wurden von den Lydern etwa 630 vor unserer Zeit geprägt. Das Papiergeld entstand in China: Im Jahre 650 gab der Kaiser Wertscheine heraus.

Archäologische Funde beweisen: Bereits 100 unserer Zeit wurden die ersten römischen Münzen (Denare) gefälscht.

Der größte Geldfälscher der Bankengeschichte war Alves dos Reis - ein Portugiese. Er trickste 1924 die „Banco de Portugal“ aus und druckte 200.000 Banknoten zu 500 Escudos - für den Eigengebrauch. Die Summe entsprach ungefähr 1 Prozent des damaligen portugiesischen Bruttoinlandsprodukts. Heute wäre das eine Summe von 1,7 Milliarden Euro. In Portugal war damals die Anzahl der Blüten fast genauso hoch wie die der legalen Banknoten

2002 wurde der Euro eingeführt. Und obwohl er mit über neun eindeutigen Sicherheitsmerkmalen als fälschungssicher gilt: Etwa 40.000 falsche Scheine und 80.000 falsche Münzen wurden im vergangenen Jahr allein in Deutschland entdeckt.
90 Prozent der Blüten werden allerdings erst von den Banken erkannt.

Liebstes Fälschungsobjekt: die 50er- und 100er-Scheine. Am seltensten wurde der 500-Euro-Schein gefälscht. Gerade mal 90 500er-Blüten wurden letztes Jahr gefunden. Trotzdem: Fast vier Millionen Euro Schaden richten allein die bekannten Fälschungen jedes Jahr an.

Autor: Stefan Geier
Animation: Tom Murmann

Stand: 11.05.2012 13:04 Uhr

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