Anke Prumbaum (ev.)

Anke Prumbaum
Anke Prumbaum | Bild: ARD / Ben Knabe

Anke Prumbaum wurde 1972 in Düsseldorf geboren. In ihrem Elternhaus spielten Religion und Kirche keine Rolle. Aber aus einem spannenden und diskussionsreichen Religionsunterricht am Gymnasium entstand der Entschluss, Theologie zu studieren. „Ich war neugierig und wollte mal gucken. Und heute bin ich Pfarrerin. Aber ich kenne die Perspektive derer, die von sich sagen, dass sie eher nicht zur Kirche gehen. Mit ihnen ins Gespräch zu kommen ist mir wichtig – ihre Fragen an den Glauben zu hören und mit ihnen nach Orientierung im Leben zu suchen.“

Nach dem Studium der Theologie in Wuppertal, Hamburg, Edinburgh/Schottland und Bochum kam sie an den linken Niederrhein in einen Kirchenkreis, in dem die Gemeinden die dortigen Stahlarbeiter im Arbeitskampf unterstützten. Hier erlebte sie Kirche glaubwürdig und so, wie sie sie für relevant hält: an der Seite der Menschen und im Ringen um Lösungsformen, politisch wie gesellschaftlich.

Seit 2009 arbeitet sie in Moers. Nach einigen Jahren der Gemeindearbeit mit dem Schwerpunkt Kirche in der City ist sie seit 2013 Krankenhausseelsorgerin an einem großen Akutkrankenhaus mit onkologischen Zentren und einem Zentrum für Perinatalmedizin.

„Ich erlebe meine Arbeit dort als Geschenk, auch wenn sie wirklich herausfordernd ist und viel Schweres darin liegt. Ich darf Menschen in Krisen und Schwellensituationen begleiten. Wir finden zusammen Worte und darüber nicht selten auch ganz unerwartete Kraftquellen. Das ist für mich Kirche, wie ich sie leben möchte.“

Als Moderatorin des Ethikkomitees des Krankenhauses betreut sie schwierige Entscheidungsprozesse und engagiert sich als Notfallseelsorgerin.

Anke Prumbaum ist Mutter von zwei Söhnen und einer Tochter, mit denen das Leben durchaus turbulent sein kann. Zum Entspannen braucht sie drei Dinge: ihre Laufschuhe, die Yogamatte und Hafermilch für den Kaffee.