Barrierefreie Angebote im Ersten

Mitarbeiter der ARD-Textredaktion in Potsdam untertiteln live Sendungen im Ersten mit Hilfe einer Spracherkennungs-Software
Mitarbeiter der ARD-Textredaktion in Potsdam untertiteln live Sendungen im Ersten mit Hilfe einer Spracherkennungs-Software | Bild: ARD/rbb / Tobias Koch

Weiterhin  Fortschritte beim Ausbau der Barrierefreiheit

Die ARD baut ihre barrierefreien Angebote nach und nach weiter aus. Alle Erstsendungen im Ersten gibt es inzwischen in einer barrierefreien Fassung für gehörlose und schwerhörige Menschen. Insgesamt waren 2018 knapp 98  Prozent des Angebots  im Ersten mit Untertiteln versehen.

Auch die Landesrundfunkanstalten gestalten in ihren Dritten Programmen eine immer größer werdende Zahl von Sendungen für  Menschen mit Hörbehinderungen barrierefrei.

Audiodeskription: Fernsehen hören  

Ein weiterer Schwerpunkt beim Ausbau der Barrierefreiheit ist – neben der Untertitelung – die Audiodeskription. Viele Sendungen werden als Hörfilmfassung für blinde und sehbehinderte Menschen angeboten. Für knapp 52 Prozent des Hauptabendprogramms im Ersten gab es 2018 eine Audiodeskription, vor einem Jahr waren es nur knapp 50 %.  

Einige ARD Landesrundfunkanstalten produzieren zudem regionale Formate in einer Hörfilmfassung, um blinde Menschen stärker als bisher an ihren Programmen teilhaben zu lassen. Zu besonderen Ereignissen wie z.B. den Olympischen Winterspielen 2018 sowie zu den Paralympics bietet die  ARD außerdem eine Live-Audiodeskription für alle blinden und sehgeschädigten Zuschauerinnen und Zuschauer.

Angebote in Leichter oder Einfacher Sprache

NDR, MDR und Radio Bremen bieten regelmäßig Nachrichten in Leichter Sprache an. Beim SR und im ARD Text gibt es ein Angebot in Einfacher Sprache.

Barrierefreie Angebote in den Mediatheken

Deutlich gestiegen ist auch der Anteil der barrierefreien Sendungen in den Mediatheken und den Sparten- und Digitalkanälen der ARD.

Ausgebaut wurde außerdem der Anteil der Sendungen, die Gebärdenspracheinblendungen in den Mediatheken oder live über HbbTV angeboten werden.  

So steht die 20.00-Uhr-Tagesschau, die Phoenix mit Gebärdensprachdolmetscher-Einblendungen sendet, täglich in der Mediathek zur Verfügung. Außerdem werden die politischen Magazine im Ersten mit Gebärden versehen und in dieser Fassung in den Mediatheken bereitgestellt (Kontraste, Monitor, Panorama, Fakt, Report München, Report Mainz) sowie die Sendungen Wissen macht Ah!, die Sendung mit der Maus und das Sandmännchen.  Weitere Sendungen mit Gebärdenspracheinblendungen finden Sie in der ARD- Mediathek bzw. den Mediatheken der Landesrundfunkanstalten.

Gebärdenspracheinblendungen live über HbbTV

Die Sendungen "Hart aber fair" und „Anne Will“   sowie die ARD-Brennpunkte werden  im HbbTV-Angebot des Ersten mit Gebärdensprache begleitet. Die Gebärdenübersetzung kann mit der Fernbedienung über die ARD-Startleiste des Ersten aufgerufen werden. Voraussetzung für die Nutzung ist ein HbbTV-fähiges Empfangsgerät (Smart-TV oder Set-Top-Box), das mit dem Internet verbunden ist. Alternativ können die Sendungen auch im Internet über Livestream mit Gebärdensprache verfolgt werden.

Programmvorschau mit Hinweisen auf barrierefreie Angebote

Auf der Seite http://programm.ard.de/ können Sie sich in der Programmvorschau anzeigen lassen, welche Sendungen in der ARD mit Untertiteln, Audiodeskription oder Gebärdenspracheinblendungen ausgestrahlt werden.

Untertitel werden digital oder im ARD Text auf Seite 150 ausgestrahlt. Für die Hörfilmfassungen gibt es einen extra Tonkanal. Beide Angebote lassen sich mit der Fernbedienung aktivieren. Über HbbTV können die Einstellungen für die Untertitel personalisiert werden und z.B. Schriftgröße oder Darstellung individuell gewählt werden.

Gespräche mit Verbandsvertretern

Im Bereich Barrierefreiheit arbeitet die ARD eng mit den Betroffenenverbänden zusammen, um ihre Programme für Menschen mit Behinderungen zu optimieren. Der NDR als Federführer des Projekts "Barrierefreier Rundfunk" wird die seit mehreren Jahren regelmäßig stattfindenden Gespräche mit den Verbänden fortsetzen.

Stand:20.8.2019