Interview mit Paul Faßnacht

Harry Markwand

Harry hilft Uschi ins Taxi
Paul Faßnacht spielt den ruppigen Harry, der eigentlich keine Pflegebedürftige Mitbewohnerin haben möchte.  | Bild: ARD Degeto / Martin Menke

Udo Jürgens hat mal gesungen "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…" – Blödsinn oder ein Fünkchen Wahrheit?

Udo Jürgens hat vielleicht gemeint, dass mit 66 Jahren das Leben entspannter und nicht mehr so stressig ist, die Anforderungen nicht mehr so mannigfaltig sind; außerdem werden etliche Zeitgenossen in diesem Alter auch "ihr Schäfchen ins Trockene" gebracht haben. Für mich gilt allerdings: Das Leben fängt jeden Tag neu an, egal ob mit drei, 26 oder 66 Jahren.

Nicht jeder ist ein WG-Fan, auch ihre Filmfigur Harry hat seine Probleme damit. Ist so eine "Senioren"-WG für Sie persönlich ein denkbares Modell?

Auf jeden Fall. Ich habe in meinem jüngeren Leben gute Erfahrungen in Wohngemeinschaften gemacht. Warum sollte etwas, was in der Jugend gut war, im Alter nicht auch gut funktionieren?

Als Uschi zum Pflegefall wird, vertritt Harry eine rigorose Position: "Wer krank wird, fliegt raus!" Können Sie diese Einstellung nachvollziehen?

Auf gar keinen Fall! Diese Einstellung ist menschenverachtend und asozial. Und nicht nur das, sie ist außerdem noch dumm. Jeden in unserer Gesellschaft kann das Schicksal von Uschi treffen.

Unsere Gesellschaft wird immer älter, hat aber gleichzeitig auch ein immer größeres Problem mit dem Älterwerden. Haben es Männer in dieser Hinsicht leichter als Frauen?

Diese Frage ist natürlich so pauschal nicht zu beantworten, da dieses Thema für jeden eine sehr individuelle Bedeutung hat. Ich glaube, es hält sich die Waage.

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