Gustav Schmidt über seine Rolle

Samuel Brunner (Gustav Schmidt) ist zurück im Dorf, wo er aber nicht freundlich aufgenommen wird.
Samuel Brunner ist zurück im Dorf, wo er aber nicht freundlich aufgenommen wird. | Bild: SWR / Maria Wiesler

»Für mich ist Samuel ist ein Opfer seiner Umstände. In einem aufopferungsvollen Akt hat er es geschafft seine Tochter und (Ex-)Freundin Katharina zu beschützen und sich selber unschuldig ins Gefängnis zu bringen. Das alles ist, wenn wir in den Film einsteigen, schon sechs Jahre her. Katharina hat einen neuen Freund und seine Tochter hat er nur ein einziges Mal auf der Beerdigung seiner mittlerweile verstorbenen Mutter gesehen. Samuel ist allein- und misstrauisch. Aus Angst erneut verlassen oder verletzt zu werden, hat er eine Schutzmauer um sich herum aufgebaut und lässt niemanden an sich heran. Das macht ihn anfangs vielleicht nicht unbedingt sympathisch, ist aber ein Gefühl, das im Kleinen wohl viele Menschen von sich selber kennen und der Punkt, an dem man sich irgendwann mit Samuel verbünden und im besten Fall, so absurd es klingt, identifizieren kann.«

»Im Spiel habe ich versucht, die Fassade Samuels nach und nach aufbröckeln zu lassen und zu zeigen, dass alles was er tut, besonders das Negative, aus Hilflosigkeit und Unvermögen entsteht und nicht aus Boshaftigkeit. Das alles wäre ohne die brillante Martina Gedeck nicht möglich gewesen. Sie spielt die Figur Anna Northrup so unfassbar intensiv und verständnisvoll. Indem sie Samuel in seinen Handlungen niemals bewertet, wird die Hilflosigkeit, die sich hinter Samuels harschem Agieren verbirgt, den Zuschauenden offenbar.«

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