Drei Fragen an Maria Simon

Stefan Waldner und Olga Lenski
Der Wolfsbeobachter Stefan Waldner zeigt Kriminalhauptkommissarin Olga Lenski die Welt der Wölfe. | Bild: rbb / Oliver Feist

"Homo homini lupus" (Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf) lautet ein Zitat des römischen Dichters Titus Maccius Plautus. Damit wollte er ausdrücken, dass der Mensch manchmal ebenso grausam, wenn nicht sogar grausamer sein kann als der Wolf. Wie beurteilen Sie diese Aussage im Hinblick auf die menschlichen Zerwürfnisse in diesem Polizeiruf?

Verrat, Neid, Missgunst, Habgier, Eifersucht sind allein dem Menschen anerzogene Gefühle. Diesen zerstörerischen Kräften nicht zu folgen ist leider gar nicht so einfach für unsere Spezies. Wölfe wollen niemandem etwas Böses, die reißen sich andere Waldbürger, um ihre Familie zu ernähren. Das ist eine klare Sache! Und sie greifen an, um ihre Familie zu schützen ... Wir Menschen bringen einander des Geldes wegen um – wir vergiften uns alle gegenseitig, bis wir uns selbst ausgerottet haben. So dumm kann nur der Mensch sein!

Es gibt viele TV-Kommissarinnen. Was macht Olga Lenski in Ihren Augen einzigartig, wie würden Sie Ihren Ermittlungsstil beschreiben?

Nee, da kann ich nicht für mich werben! Das überlasse ich anderen. Ich finde, jeder ist einzigartig!

Lesen Sie Ihren Kindern auch Märchen vom "bösen Wolf" vor?

Hm, von mir aus hab ich es nicht gemacht ... Und nicht einer meiner Jungs hat mich je dazu aufgefordert, ihm Märchen vorzulesen oder zu erzählen. Ich habe auch aufgehört deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben. Wie bei vielen Sachen, die ich geglaubt habe, machen zu müssen, um eine gute Mutter zu sein. Ich bin aber mal gespannt, ob sich meine Tochter für die bunte Märchenwelt interessieren wird. Auf jeden Fall sind meine Kinder aufgeklärt, dass der Wolf kein böses Lebewesen ist und dass unser lieber Hund Lea von ihm abstammt.

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