Drei Fragen an Monika Lennartz

Stefan Waldner und Elisabeth von Taupitz
Der Wolfsfreund Stefan Waldner beschuldigt die Schlossbesitzerin Elisabeth von Taupitz, den Wolfsmord beauftragt zu haben. | Bild: rbb / Oliver Feist

Ein Sympathieträger ist Elisabeth von Taupitz nicht unbedingt. Wie würden Sie ihren Charakter beschreiben? Und was denken Sie: Wer – oder was – haben sie so herrisch werden lassen?

Elisabeth von Taupitz ist Schlossherrin, sie bewohnt ihr Schloss allein und verdient Geld, indem sie an Leute vermietet, die jagen wollen. Also hat sie ein geschäftliches Interesse, dassWölfe, die Wild reißen, ihr nicht die Gäste vertreiben. Da der Wald ihr gehört, sieht sie sich völlig im Recht, Leute zu bezahlen, die ihr helfen, dass das Geschäft blüht. Daraus erklärt sich ihr herrisches Verhalten.

Elisabeth von Taupitz setzt alles daran, die Wölfe in ihrem Umfeld vernichten zu lassen. Wovor genau fürchtet sie sich?

Sie benutzt ein traumatisches Kriegserlebnis zu ihrer moralischen Rechtfertigung. Das kann man verstehen, sie war damals ein Kind. Ich glaube kaum, dass es nach dem ZweitenWeltkrieg Wölfe in Brandenburg gegeben hat. Sie behauptet es. Überhaupt ist ihr Geschichtsbild sehr subjektiv geprägt.

Die Zuwanderung der Wölfe ist in Deutschland momentan ein aktuelles Thema. Viele Menschen stehen dieser Entwicklung kritisch gegenüber. Woher kommt Ihrer Meinung nach die Angst des Menschen vor dem Wolf und wie könnte man versuchen, diese zu Angst zu nehmen?

Ich bin ein Stadtmensch. Aber das Land ist dichter besiedelt, die Waldflächen kleiner. So habe ich sehr wohl Verständnis, dassMenschen, die auf dem Land leben durch das Ansiedeln von Wölfen verunsichert werden. Schließlich kennen wir Wölfe nur noch aus den Märchen, und da sind sie gefährlich.

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