Fragen an Barbara Auer

Constanze Hermann telefoniert.
Constanze Hermann | Bild: BR / Christian Schulz

Was war für Sie neu in der Zusammenarbeit mit Christian Petzold und der Weiterführung der Annäherung der beiden Hauptfiguren?

Ich kann nicht sagen, was neu war ... Zuerst einmal hatte ich eine unbändige Vorfreude, wieder auf Christian Petzold und Matthias Brandt zu treffen und eine Geschichte und zwei Figuren, die Christian geschaffen und die wir dann gemeinsam entwickelt haben, weiter zu erzählen. Und das einerseits natürlich mit dem bisher gemeinsam Erlebten und andererseits mit der Neugier und dem noch nicht genau Wissen, wo es Constanze und Hanns hintreibt. 

Was ist das Besondere an "Wölfe" und wie wirkt sich das auf die Anlage der Rolle Constanzes aus?

Ich finde besonders an Wölfe, dass es gar nicht in der Hauptsache um den Kriminalfall geht, sondern um die beiden Ermittler, ihre Einsamkeit, ihre Sehnsucht und die gegenseitige Anziehung. Eine erwachsene Liebe zwischen Menschen, die vom Leben beschädigt sind und die sich über Musik, Filme und Bücher austauschen, annähern und sich verlieben.

Was fasziniert Constanze Hermann an Meuffels, was fasziniert Sie an Constanze Hermann?

Ach, schauen Sie sich doch Hanns von Meuffels beziehungsweise Matthias Brandt als von Meuffels an, wie er in "Wölfe" einen Song an der Jukebox im Wirtshaus anstellt und dann wieder zu Constanze an den Tisch kommt. Dann wissen sie, was Constanze an ihm fasziniert... Und mich fasziniert an Constanze, wie autonom sie ihr Leben lebt, mit all seinen Abgründen, dem Alkohol, der Einsamkeit, den Enttäuschungen und ihren Sehnsüchten...

Welche  Entwicklung macht Constanze Hermann in  "Wölfe" durch?

Constanze macht keine Entwicklung durch, sie ist am Ende keine andere als zu Beginn und ihre Probleme sind auch nicht weniger geworden. Aber sie ist, jedenfalls für die Perspektive eines Urlaubs mit Hanns von Meuffels, nicht mehr allein. Und sie wagt offenbar die Zweisamkeit mit ihm.

Worin liegt der Unterschied und worin die Gemeinsamkeit in der Beziehung zu Meuffels im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen in "Kreise"?

Constanze Hermann und Hanns von Meuffels mochten sich zu Beginn von "Kreise" nicht besonders. Sie hatten sich die Zusammenarbeit nicht freiwillig ausgesucht und beobachteten einander anfänglich argwöhnisch. Erst durch die Entdeckung des gemeinsamen Humors und durch die Liebe zum Film und zur Musik, sowie aus dem gegenseitigen Respekt vor der Lebens- und Berufserfahrung des anderen, finden sie zueinander. In "Wölfe" sind sie inzwischen zwar freundschaftlich verbunden, leben aber in unterschiedlichen Städten und haben wohl nur sporadisch Kontakt. Aber die Sehnsucht nach einem anderen Leben, womöglich miteinander, ist ungebrochen.

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