Statements Regisseur und Drehbuchautorin

Mark Waschke (Rolle: Robert Karow), Stefanie Stappenbeck (Rolle: Charlie), Roland Suso Richter (Regie) und Meret Becker (Rolle: Nina Rubin) (v.l.n.r.)
Mark Waschke (Rolle: Robert Karow), Stefanie Stappenbeck (Rolle: Charlie), Roland Suso Richter (Regie) und Meret Becker (Rolle: Nina Rubin) (v.l.n.r.) | Bild: rbb/Degeto / Conny Klein

Statement von Regisseur Roland Suso Richter:

»Es war schön, wieder nach Berlin zu ziehen. Der Stadt, die mich seit dem Mauerbau schon immer fasziniert und begleitet hat. Und ich wollte unbedingt das schon fast vergessene, aber sich stark verändernde West-Berlin am Bahnhof Zoo zeigen.
Es ist interessant, einen stillen, fast schon poetischen "Tatort" zu inszenieren, der Raum für die Fantasie des Zuschauers lässt: ein sinnliches Aufeinandertreffen von Natur, Technik und einer wunderbaren Musik von Nils Frahm.«

Statement von Autorin Beate Langmaack:

»Mit den beiden Tötungsdelikten in diesem Tatort treffen zwei Ur-Ängste aufeinander: Die Angst vor der zerstörerischen Wucht der Natur und die Angst vor einer Zukunft, in der Maschinen, die nur noch von wenigen Spezialisten beherrschbar sind, uns massiv manipulieren. Und sogar Menschen gefährden und töten können.«

»Die Gesetze der Natur bleiben archaisch, die Gesetze der Technik scheinen uns zu entgleiten. In Berlin ist alles möglich: Die steinzeitlich anmutenden Wildschweine, die immer weiter in die Stadt vordringen, um sie scheinbar zurück zu erobern, und eine längst Gegenwart gewordene Zukunftsvision, in der Roboter immer mehr Arbeitsplätze übernehmen und mechanische Zuwendung offerieren. Aber egal, wie weit diese beiden Pole von Urzeit und Science-Fiction auseinander liegen, der Mensch an sich ändert sich nicht. Sie gab es schon immer und sie wird es immer geben - die bodenlose Verzweiflung, in der manche nur einen Ausweg sehen: Den einstmals geliebten Menschen sterben zu lassen.«

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