Informationen über Prof. Dr. Helmut Kraatz (1902 – 1983)

Prof. Dr. Helmut Kraatz
Prof. Dr. Helmut Kraatz | Bild: Bildarchiv des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin

Helmut Kraatz wurde 1902 in Wittenberg geboren. 1928 legte er sein Staatsexamen in Medizin ab und promovierte zum Dr. med. an der Universität Heidelberg. 1929 erhielt er die Approbation in Karlsruhe und ab 1930 arbeitete er als Assistenzarzt an der Universitätsfrauenklinik der Charité in Berlin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten trat er 1933 der SA bei, 1937 wurde er als Parteianwärter der NSDAP registriert. 1939 wurde er als Facharzt für Frauenheilkunde Oberarzt und stellvertretender Direktor der Universitätsfrauenklinik Berlin unter Walter Stoeckel. Kraatz habilitierte sich 1940 an der heutigen Humboldt- Universität zu Berlin.

1948 erhielt er eine Professur mit Lehrauftrag an der Humboldt- Universität zu Berlin. 1949 wurde er als Lehrstuhlinhaber für Gynäkologie und Geburtshilfe an die Universität Halle (Saale) berufen. 1951 übernahm er den Lehrstuhl für Frauenheilkunde und die Leitung der Universitäts-Frauenklinik der Charité, wo er von 1954 bis 1956 Dekan der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität war. Im Jahr 1953 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt, seit 1956 gehörte er der Akademie der Wissenschaften an. 1961 wurde er zum Inhaber des Lehrstuhls für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe berufen. Er war in vielen Gremien des Gesundheitswesens der DDR und des Auslandes aktiv und galt als der bedeutendste Gynäkologe der DDR. Nach der Emeritierung 1970 wirkte er seit 1972 als Mitglied des Präsidiums des Kulturbundes der DDR und als Vorsitzender des Clubs der Kulturschaffenden "Johannes R. Becher".

Nach seinem Tod am 13. Juni 1983 in Berlin wurde 1985 der Helmut-Kraatz-Preis gestiftet. Dieser wurde testamentarisch vom Wissenschaftler geschaffen für Gelehrte, die wesentliche Verdienste an der Entwicklung des Fachgebietes Gynäkologie haben.

Quellen: www.charite.de, www.aerzteblatt.de, www.wikipedia.de

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